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Larsen, Egon

H.A.M. 0

Egon Larsen (eigtl. Egon Lehrburger)

Journalist und Schriftsteller

Geb. 13.07. 1904 in München

Gest. 17.10. 1990 in London/ GB

 

Seit 1928 arbeitet er als Berliner Korrespondent des Münchner Verlags Knorr & Hirth für die Zeitung “Münchner Neueste Nachrichten“ (in deren Nachfolge sich die nach Kriegsende gegründete “Süddeutsche Zeitung“ sieht), schreibt ab 1929 auch für das “Berliner Tageblatt“ und ist in späteren Jahren u.a. für den Bilderdienst der “New York Times“ tätig.  Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 wird der Journalist mit Berufsverbot belegt, flieht daraufhin nach Frankreich und 1935 weiter nach Prag. Das Münchner Abkommen von 1938 veranlasst ihn schlussendlich zur Emigration nach London, wo er dann auch seinen Namen ändert und sich fortan Egon Larsen nennt.

 

Im Exil engagiert er sich in der 1939 u.a. von {ln:Kuczynski, Jürgen ‚Jürgen Kuczynski} gegründeten “Free German League of Culture in Great Britain“ (“Freier Deutscher Kulturbund“), auf deren Veranstaltungen prominente Exilanten wie  {ln:Kerr, Alfred,  ‚Alfred Kerr}, {ln:Kokoschka, Oskar, ‚Oskar Kokoschka}, {ln:Renn, Ludwig ‚Ludwig Renn}, {ln:Viertel, Berthold ‚Berthold Viertel} und {ln:Zweig, Stefan ‚Stefan Zweig} sprechen. Für das Kulturprogramm des Kulturbundes schreibt Egon Larsen, zusammen mit dem ebenfalls vor den Nazis geflüchteten Drehbuchautor Fritz Gottfurcht, Kabaretttexte, zu deren Interpretinnen u.a. die Schauspielerin und Sängerin {ln:Hase, Annemarie ‚Annemarie Hase} gehört. Das deutschsprachige Programm der BBC wird in den nachfolgenden Kriegsjahren ebenso zu Larsens Arbeitsgebiet wie der Soldatensender Calais.

 

Nach Kriegsende schreibt er für diverse Publikationen, darunter die “Süddeutsche Zeitung“, berichtet ab 1954 als Londoner Korrespondent des Bayerischen Rundfunks und liefert von 1968 bis 1984 regelmäßig  Beiträge über das britische Alltagsleben sowohl für den Schulfunk als auch insbesondere die Hörbild-Reihe “Unterwegs“. Neben seiner journalistischen Arbeit widmet er sich dem Schreiben populärwissenschaftliche Sachbücher, die in 27 Sprachen übersetzt werden, darunter Abhandlungen zur Technik- und Energiegeschichte, amnesty international, Graf Rumford, eine Autobiographie “Weimar Eyewitness“, (dt.: “Die Weimarer Republik“) sowie “Die Welt der {ln:Tergit, Gabriele ‚Gabriele Tergit}“: aus dem Leben einer ewig jungen Berlinerin (1987). 1985 erscheinen die von ihm herausgegebenen Briefe der 1943 im KZ Auschwitz ums Leben gekommenen Reformpädagogin {ln:Grunwald, Clara ‚Clara Grunwald} unter dem Titel „Und doch gefällt mir das Leben“.

 

Egon Larsen, Mitglied des Deutschen PEN-Clubs im Exil, des englischen P.E.N., der “Society of Authors“ und seit 1945 Angehöriger der Labour Party, stirbt im Alter von 86 Jahren.

 

Quellen:

{ln:nw:https://de.wikipedia.org/wiki/Egon_Larsen }

{ln:nw:https://www.literaturportal-bayern.de/nachlaesse?task=lpbestate.default&id=500 }

{ln:nw:https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=118569791 }

 

Links (deutsch):

{ln:nw:http://www.br.de/radio/bayern2/bayern/land-und-leute/egon-larsen-im-londoner-exil-haentzschel100.html }

{ln:nw:http://www.br.de/unternehmen/inhalt/geschichte-des-br/egon-larsen100.html }

{ln:nw:http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:AIM-P7oOXVgJ:www.br.de/unternehmen/inhalt/geschichte-des-br/egon-larsen100~attachment.pdf%3F+&cd=3&hl=de&ct=clnk&gl=de }

{ln:nw:https://kuenste-im-exil.de/KIE/Content/DE/Themen/freier-deutscher-kulturbund-grossbritannien.html }

 

International:

{ln:nw:http://www.ajr.org.uk/index.cfm/section.journal/issue.Sep10/article=6203 }

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