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Goldberg, Szymon

H.A.M. 0

Szymon Goldberg

Geiger und Dirigent

Geb. 01.06. 1909 in Włocławek/ Russ. Reich

Gest.19.07. 1993 in Toyama/ Japan

 

Sein rund 140 km nordwestlich von Warschau gelegener Geburtsort gehört damals zum russischen Zarenreich, heute zu Polen. Der talentierte Junge erhält seinen ersten Violin-Unterricht bei Mieczyslaw Michalowicz, geht im Alter von neun Jahren nach Berlin, wird Schüler bei Carl Flesch, debütiert noch im Alter von 12 Jahren 1921 in Warschau und tritt drei Jahre später mit großem Erfolg in Berlin auf.

 

Die Karriere des jungen Szymon Goldberg führt den gerade erst 16Jährigen bis 1929 als Konzertmeister an die Dresdner Philharmonie, aus deren Reihen er auch dann später das nach ihm benannte Quartett ((Szymon Goldberg, Arthur von Freymann, Herbert Ronnefeld und Kleber) bildet, Grundstein für das Streichquartett der Dresdner Philharmonie mit Szymon Goldberg, Joseph Lasek, Herbert Ronnefeld und Enrico Mainardi. Zu Goldbergs musikalischen Wegbegleitern zählt nicht zuletzt auch der Pianist Paul Aron, mit dem gemeinsam er – obgleich mehr ein Interpret des klassischen Geigenrepertoires – an Konzerten der Reihe “Neue Musik Paul Aron“ (1928, 1930)  teilnimmt.

 

Danach wechselt er auf persönliche Einladung von Wilhelm Furtwängler zu den Berliner Philharmonikern. Von 1930 bis 1933 bildet er ein Streichertrio mit Paul Hindemith und Emanuel Feuermann, das 1931-1932 mit Werken von Ludwig van Beethoven, Max Reger und Franz Schubert auch im Rundfunk auftritt. Zu einem seiner letzten Auftritte in Deutschland gehört die Interpretation des Beethoven-Violinkonzerts mit dem Berliner Philharmonischen Orchester unter Wilhelm Furtwängler.

 

Als Jude erhält Szymon Goldberg 1934 Auftrittsverbot, geht daraufhin ins britische Exil und später von hier aus nach Tremezzo am Comersee, wo {ln:Schnabel, Artur ‚Artur Schnabel} 1933 eine Musik-Schule eingerichtet hat, geleitet von Peter Diamand, dem späteren Direktor des Holland-Festivals. Schnabel unterrichtet die Pianisten, seine Frau Therese die Sänger und Goldberg die Geiger. Diese Sommerklassen werden von etwa fünfzig Meisterschülern besucht und Schnabel bleibt dort bis 1939. Lili Kraus lebt zu der Zeit ebenfalls in Tremezzo und Goldberg geht mit ihr als Begleiterin am Klavier auf Tournee. Für die britische Plattenfirma Parlophone nehmen sie 1935 und 1937 die Sonaten von Beethoven und Mozart auf. Nach ihrer Europatournee debütiert Goldberg 1938 in New York. Auf einer Asientournee in Begleitung von Lili Kraus, wo er unter anderem mit Max Vredenburg musiziert, wird er in Indonesien unter einem Vorwand von den Japanern verhaftet und von 1942 bis 1945 auf Java interniert.

 

Nach seiner Rückkehr in die USA erhält Goldberg 1953 die US-amerikanische  Staatsbürgerschaft. Von 1951 bis 1965 unterrichtet er an der Aspen Music School und wirkt daneben als Dirigent. Das Nederlands Kamerorkest wird 1955 gegründet und gab noch im selben Jahr sein erstes Konzert im Rahmen des Holland Festivals. 22 Jahre lang ist der legendäre Geiger, Dirigent und Pädagoge Szymon Goldberg der musikalischer Leite des Ensembles. Von 1977 bis 1980 leitet Goldberg die 1972 gegründete Manchester Camerata.

 

Neben Auftritten (sowohl als Solist wie auch als Dirigent) mit so weltberühmten Klangkörpern wie dem London Symphony, dem BBC Symphony, dem Cleveland, dem Chicago Symphony und dem Boston Symphony Orchestra leitet Szymon Goldberg in den USA Meisterkurse für Violine und Kammermusik: von 1978 bis 1982 an der Yale University, ab 1978 an der Juilliard School of Music, ab 1981 am Curtis Institute of Music und ab 1981 an der Manhattan School of Music.

 

1988 heiratet Szymon Goldberg die japanische Pianistin Miyoko Yamane, mit der er zwischen ihrem Wohnsitz in Philadelphia und Japan pendelt. 1990 übernimmt er das Dirigat des New Japan Philharmonic Orchestra in Tokyo und lehrt als Gastprofessor an der Toho Gakuen School of Music. 1992 übersiedeln die Goldbergs nach Japan und leben am Fuße der Tateyama Berge in Toyama, wo Szymon Goldberg im Alter von 84 Jahren stirbt.

 

Quellen:

{ln:nw:https://de.wikipedia.org/wiki/Szymon_Goldberg }

{ln:nw:http://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00001360?wcmsID=0003&XSL.lexmlayout.SESSION=lexmperson_all }

 

Links (deutsch):

{ln:nw:https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=134641892 }

 

International:

{ln:nw:https://en.wikipedia.org/wiki/Szymon_Goldberg }

{ln:nw:http://www.thestrad.com/cpt-latests/berlin-philharmonic-pays-tribute-to-former-concertmaster-szymon-goldberg/ }

{ln:nw:http://www.independent.co.uk/news/people/obituary-szymon-goldberg-1461478.html }

{ln:nw:http://www.nytimes.com/1993/07/20/obituaries/szymon-goldberg-84-violinist-and-teacher.html }

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