Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Hauser, Carry

H.A.M. 0

Carry (Carl Maria) Hauser 


Geb. 16.2.1895 in Wien/ Österreich-Ungarn
Gest. 28.10.1985 in Wien/ Österreich


Carry Hauser1911 Besuch der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt, Wien. 1912-1914 Studium an der Wiener Kunstgewerbeschule (bei Strnad und Boehm). 1914 Freiwilliger bei den »Deutschmeistern«. 1916-1918 Frontoffizier. Nach 1918 tätig als freischaffender Künstler. Umfangreiche druckgraphische Tätigkeit, u.a. Mappenwerke: Die Insel (1919), Hafenbilder (1923), Heilige (1923). 1919 Umzug nach Passau-Hals. 1919-1920 Gründungsmitglied der Wiener Künstlergruppe Freie Bewegung und des deutschen Künstlerbundes Der Fels, mit diversen Veröffentlichungen in den Fels-Mappen. Orientierung am Expressionismus. 1925-1938 Mitglied des Hagenbundes, Wien, seit 1928 dessen Präsident. 1936 Ernnennung zum Professor h.c. 


1938 als Antifaschist Arbeits- und Ausstellungsverbot. Blieb bis 1939 in Wien, wo er von Portraitaufträgen Widerstandswilliger lebte. Sein Plan, nach Australien auszuwandern, scheiterte am Kriegsausbruch. 1938 Emigration über Holland in der Schweiz, während seine jüdische Ehefrau, die Philologin Gertrud Herzog, in Holland lebte und erst 1946 in die Schweiz einreisen durfte. Kontakte zu österreichischen Widerstandsbewegungen (Ehrenfelsrunde). 1941 Veröffentlichung des Adventsspiels, eine Geschichte vom verlorenen Sohn. 1946 Rückkehr nach Wien. 1947-1955 Vorstandsmitglied des österreichischen PEN-Clubs, bis 1972 dessen Vize-Präsident. 1967 erste von mehreren Afrikareisen.


Literatur: 

Die Vertreibung des Geistigen aus Österreich. Zur Kulturpolitik des Nationalsozialismus, Ausst.-Kat. Museum Carolino Augusteum Salzburg, 2. Aufl. 1986, S. 130f.
Der Fels. Künstlergemeinschaft 1921-1927. Franz Bronstert/Hagen, Fritz Fuhrken/Bremen, Carry Hauser/ Wien, Reinhard Hilker/Hagen und Georg Ph. Wörlen/ Passau, Ausst.-Kat. Museum Moderne Kunst, Stiftung Wörlen Passau 1991


Quelle:

Verfemt – Vergessen – Wiederentdeckt. Kunst expressiver Gegenständlichkeit aus der Sammlung Gerhard Schneider; [anlässlich der Ausstellung Verfemt, Vergessen, Wiederentdeckt. Kunst expressiver Gegenständlichkeit aus der Sammlung Gerhard Schneider, Kunstverein Südsauerland Olpe 4.7.-8.8.1999/23.7.- 20.8.2000); Museum Baden, Solingen-Gräfrath (21.11.1999-21.3.2000)] hrsg. Von Rolf Jessewitsch und Gerhard Schneider. Köln: Wienand 1999. ISBN 3-87909-665-1, S. 441


Links (deutsch):

http://www.basis-wien.at/cgi-bin/browse.pl?t=fipo.tpl&fipoid=15250

http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.h/h285567.htm

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert