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Ostrower, Fayga Perla

H.A.M. 0

Fayga Perla Ostrower

Malerin und Grafikerin

Geb. 14.09. 1920 in Łódź/ Polen

Gest. 13.09. 2001 in Rio de Janeiro/ Brasilien


Eine der später bedeutendsten Vertreterinnen der abstrakten Malerei und Druckgrafik nach dem Zweiten Weltkrieg wächst als Fayga Perla Krakowski in einer jüdischen Familie auf. 1921 übersiedelt die Familie von Polen ins heutige Wuppertal (damals noch Elberfeld-Barmen und Geburtsort so bedeutender KünstlerInnen wie {ln:Lasker-Schüler, Else ‚Else Lasker-Schüler}, {ln:Wegner, Armin T. ‚Armin T. Wegner} und {ln:Stern, Grete ‚Grete Stern}), wo die Tochter zur Schule geht. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten und den damit in der Folgezeit verbundenen Repressalien gegen jüdische Bürger entschließt man sich schließlich zur Emigration. Über Belgien gelangt die Familie 1934 nach Brasilien.


In Rio de Janeiro verdient sich die mittlerweile brasilianische Staatsbürgerin ihren Lebensunterhalt als Sekretärin, studiert Kunst und Grafik an der Fundação Getúlio Vargas bis 1947 bei {ln:Leskoschek, Axl ‚Axl Leskoschek} (Holzschnitt), Kupferstich bei Carlos Oswald und geht, ausgestattet mit einem Fulbright-Stipendium, 1957 nach New York City.


In den Folgejahren nimmt Fayga Ostrower an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit teil und stellt ihre Kunst in renommierten Museen Brasiliens, in Europa und den USA aus. Sie gewinnt den Nationalen Preis für Druckgrafik der 4. Biennale von São Paulo 1957 sowie den Großen internationalen Preis für Druckgrafik der Biennale von Venedig 1958, ist 1959  auf der documenta 2 in Kassel in der Abteilung Graphik vertreten und beteiligt sich in den frühen 60er Jahren an Biennalen in Argentinien, Mexiko und Venezuela.


Zwischen 1954 und 1970 lehrt Ostrower Komposition und Kritische Analyse am ‘Museum für Moderne Kunst‘ von Rio de Janeiro, unterrichtet in den 1960er Jahren am ‘Spellman College‘ in Atlanta, USA und an der ‘Slade School of Fine Art‘. Daneben arbeitet sie für diverse Postgraduierten-Programme an brasilianischen Universitäten und besucht in den 1970er Jahren Fabriken und öffentliche Einrichtungen, um eine volksnahe Kunstvermittlung zu erreichen. Von 1963 bis 1966 ist Fayga Ostrower Präsidentin der Brasilianischen Vereinigung der Bildenden Künste (Associação Brasileira de Artes Plásticas) und leitet von 1978 bis 1982 das brasilianische Komitees für die UNESCO-Einrichtung ‘International Society for Education through Art‘ (InSEA). Die mit dem deutschen Antifaschisten Heinz Ostrower verheiratete Künstlerin und zweifache Mutter ist Ehrenmitglied der Akademie der Künste von Florenz und gehört von 1982 bis 1988 dem Kulturbeirat der Provinz Rio de Janeiro an. 1972 wird sie mit dem Ordem do Rio Branco-Preis der brasilianischen Regierung ausgezeichnet, erhält 1998 die Kulturpreis-Auszeichnung in Brasília und 1999 den Großen Nationalpreis des Brasilianischen Kulturministeriums.


Quellen:

{ln:nw:http://de.wikipedia.org/wiki/Fayga_Ostrower }

{ln:nw:http://en.wikipedia.org/wiki/Fayga_Ostrower }


Links (deutsch):

{ln:nw:http://documentaarchiv-alephino.stadt-kassel.de/alipac/KTKBUWHXQICINQUMZJCQ-00001/sysfull?BASE=B-ART&IDN=000009353 }


International:

{ln:nw:http://casastefanzweig.org.br/sec_canto_view.php?id=34 }

{ln:nw:http://faygaostrower.org.br/ }

{ln:nw:http://jwa.org/encyclopedia/article/ostrower-fayga }

{ln:nw:http://www.european-art.net/eingang_besucher/index.cfm?token_lastname=ostrower&token_firstname=fayga }

{ln:nw:http://overseasillustrations.blogspot.fr/2013/09/brazilian-artists-fayga-ostrower.html }

film{ln:nw:https://www.youtube.com/watch?v=M4p0ORnWI2E }

film{ln:nw:https://www.youtube.com/watch?v=P_15dynr634 }

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