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Zadikow, Hilda

H.A.M. 0

Hilda Zadikow, geb. Löwy

Malerin, Textilgestalterin, Glaskünstlerin

geb. 23.06.1890 in Prag, Tschechische Republik

gest. 25.12.1974 in Pine Bush, USA


Nachdem Hilda Zadikow Malerei in Prag studiert hatte, setzte sie ihr Studium in München fort. Hier lernte sie den Bildhauer Arnold Zadikow kennen, den sie im Jahre 1920 heiratete. Nach der Macht-ergreifung Hitlers kehrte sie mit ihrem Ehemann in ihre Geburtsstadt Prag zurück, wo Hilda Zadikow Malunterricht gab und – wie viele anderen jüdischen Frauen auch – Kunstblumen anfertigte. Nach ihrer Deportation nach Theresienstadt arbeitete sie dank einer Protektion eines alten Bekannten aus Prag in einer Kunstwerkstatt. Wie schon bei Else Argutinsky-Dolgorukow und Charlotte Burěsová war es ihr künstlerisches Talent, das ihr ein Überleben in Theresienstadt ermöglichte. Einer der Kommandanten von Theresienstadt, Karl Rahm, pflegte z. B. täglich Hilda Zadikow in ihrer Werkstatt aufzusuchen, um mit ihr kunsttheoretische Diskussionen zu führen. Die Bedrohung, die von diesen täglichen Besuchen ausging, sorgte dafür, dass sie den einzigartigen „Theresienstädter Kalender“, den sie 1944 schuf, in kleinen Teilen zerschnitten immer an ihrem Körper trug.


Links (deutsch): 

http://www.hentrichhentrich.de/autor-ilka-wonschik.html?PHPSESSID=fsbhis576rmo2q3sciicb9bvt1

http://www.ghetto-theresienstadt.info/pages/z/zadikovah.htm

http://buecher.hagalil.com/doelling/theresienstadt.htm


Autorin:

Dr. Ilka Wonschik

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