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Wosnessenskaja, Julia

H.A.M. 0

Julia Wosnessenskaja

Schriftstellerin und Theaterwissenschaftlerin

Geb. 1941 (oder 43) in Leningrad/ UdSSR


Ihr Engagement für die inoffizielle Kulturbewegung in der damaligen Sowjetunion bringt der Autorin mehrmals Lagerhaft ein. 1979 veröffentlicht Wosnessenskaja, gemeinsam mit Leningrader Kolleginnen, die erste feministische Zeitschrift der UdSSR im Eigenverlag: “Die Frau und Rußland“, eine mehr als deutliche Kampfansage an das herrschende System. Wosnessenskajas christlich geprägter Ansatz, von dem aus sie dem Regime vorwirft, dass sowohl Männer wie auch vor allem Frauen ihre ihnen zugedachten Rollen (z.B. als Mutter) nicht ausleben dürfen, die spätere  Gründung des religiösen Frauenklubs “Maria“ und einer gleichnamigen Zeitschrift, bringt ihr in der Folgezeit nicht nur Kritik – gegnerischer -sozialistischer Feministinnen, sondern vor allem die Beobachtung und Drangsalierung durch den KGB ein.

 


Im Sommer 1980 wird sie schließlich des Landes verwiesen und lebt seitdem im Exil in München. Zu Julia Wosnessenskajas bekanntesten Werken gehören “Das Frauen-Dekameron“ (1985), “Der Stern Tschernobyl“ (1986), “Briefe über die Liebe“ (1987) sowie (als Herausgeberin) “Was Russen über Deutsche denken“, erschienen im Ullstein-Verlag 1991.

 


Quelle:

 

http://www.zeit.de/1985/43/die-liebe-ist-rot


Links (deutsch):

 

http://www.kultura-rus.uni-bremen.de/kultura_dokumente/ausgaben/deutsch/kultura-2009-02.pdf

http://www.ib.hu-berlin.de/~pbruhn/gruppe09.htm

http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/106519.html

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