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Goller, Bruno Aloysius

H.A.M. 0

Bruno Aloysius Goller
Maler

Geb. 5.11. 1901 in Gummersbach
Gest. 29.1. 1998 in Düsseldorf


Drei Jahre nach Gollers Geburt stirbt der Vater und hinterläßt seiner Familie ein mit Schulden belastetes Haus in der Gummersbacher Kaiserstrasse. Die Witwe bringt fortan sich und ihre drei Kinder als Putzmacherin durch. In vielen von Gollers späteren Bildern kommt das Hut-Motiv immer wieder zum Ausdruck. Später, als er Schüler von Julius Jungheim in Düsseldorf war, hatte er im Elternhaus unter dem Dach ein Atelier.
 

Bereits als Jugendlicher beginnt er mit autodidaktischen Malversuchen und wird 1919 Schüler des Landschaftsmalers Julius Jungheim in Düsseldorf. 1927 schließt sich Bruno Goller der Künstlergruppe Das junge Rheinland an und ist erstmals mit vier Bildern in einer Ausstellung der Gruppe vertreten. Vermutlich im selben Jahr lernt er auch den Kreis um die legendär gewordene Mutter Ey und damit die rheinische Avantgarde jener Zeit kennen. 1928 gehört Goller zu den Gründern der Rheinischen Sezession, die er allerdings zwei Jahre später wieder verläßt, um sich an Ausstellungen der Rheingruppe zu beteiligen.


Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 verschlechtert sich Gollers finanzielle Situation zunehmend. Aufgrund des wachsenden politischen Drucks zieht er sich immer mehr zurück, und es entstehen kaum noch Gemälde. 1940 wird der Maler zum Kriegsdienst an die französische Front eingezogen. Während eines Bombenangriffs 1943 wird Gollers Düsseldorfer Atelier und der& Großteil seines dort lagernden Frühwerkes zerstört.


Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft kehrt Bruno Goller in seine Düsseldorfer Wahlheimat zurück, wo man ihn 1949 als Professor an die Staatliche Kunstakademie beruft, ein Amt, das er bis 1964 innehaben wird. Aus seiner Klasse für Malerei gehen erfolgreiche und wichtige Künstler hervor, darunter Konrad Klapheck, Blinky Palermo oder Konrad Fischer-Lueg.

Die Kestner-Gesellschaft in Hannover zeigt 1958 eine erste Retrospektive, eine zweite folgt 1969 in der Städtischen Kunsthalle Düsseldorf. Gemälde von Goller werden auf der documenta II 1959 gezeigt. 1965 vertritt der Künstler die Bundesrepublik Deutschland auf der VIII. Biennale in São Paulo mit 35 Gemälden.


Zu Bruno Gollers zahlreichen Auszeichnungen zählt u.a. der Große Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen, die Berufung in die Berliner Akademie der Künste sowie die Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1967.


Quelle:

http://www.bruno-goller.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Goller


Links (deutsch):

http://dispatch.opac.d-nb.de/DB=4.1/REL?PPN=118540572

http://www.kunstakademie-duesseldorf.de/cms/index.php?id=24

http://www.kettererkunst.de/kunst/kd/bio/BrunoGoller-1901-1998.php

http://www.bruno-goller.de/literatur.shtml

http://www.rp-online.de/public/article/regional/duesseldorf/duesseldorf-stadt/nachrichten/duesseldorf/346935

http://www.gm.fh-koeln.de/senioreninternet/unsere_stadt/rundgang-gm10.html

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