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Falk, Bernhard

H.A.M. 0

Bernhard Falk
Rechtsanwalt und Politiker

Geb. 26.03. 1867 in Bergheim
Gest. 23.12. 1944 in Brüssel/ Belgien


Falk studiert Rechtswissenschaften in Bonn und München, ist ab 1893 als Rechtsanwalt am Landgericht Elberfeld (heute ein Stadtteil von Wuppertal) tätig und wechselt 1898 ans Oberlandesgericht Köln. Aus dem Ersten Weltkrieg kehrt der  Hauptmann der Landwehr als hochdekorierter ‚Frontkämpfer‘ zurück – ein Umstand, der es dem Juristen jüdischen Glaubens nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 zunächst mit einer Ausnahmegenehmigung ermöglicht, im Amt bleiben zu können.


Der Mitbegründer des Vereins der nationalliberalen Jugend ist bereits seit 1908  Stadtverordneter in Köln, ab 1916 als Vorsitzender der linksliberalen Fraktion. In den Jahren 1919/ 20 gehört Bernhard Falk der Weimarer Nationalversammlung an, ist von 1921–1924 stellvertretendes Mitglied des preußischen Staatsrats und führt von 1924 bis 1932 als  Landtagsabgeordneter in Preußen den Vorsitz der DDP-Fraktion.    


Ende November 1938 erhält auch Justizrat Bernhard Falk nach dem ‚Gesetz über die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft‘ Berufsverbot. Im Frühjahr 1939 flieht er nach Belgien zu seinem Sohn Ernst, der seine Zulassung als Anwalt schon 1933 verloren hat. Offiziere der deutschen Besatzungsmacht schützen den jüdischen Demokraten und deutschen Patrioten Bernhard Falk vor den Nachstellungen der Gestapo bis zur Befreiung des Landes durch alliierte Truppen. Im Alter von 77 Jahren stirbt einer der “bedeutenden Exponenten des politischen Liberalismus in Köln“ im belgischen Exil “im Bewusstsein des sicheren Sieges der von ihm verfochtenen Ziele über die verbrecherischen Diktaturen, deren Opfer er selber wurde“ (zitiert aus: AUFBAU, vom 6. April 1945/ http://freepages.genealogy.rootsweb.ancestry.com/~alcalz/aufbau/1945/1945pdf/j11a14s18.pdf ). 


Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Falk_%28Politiker%29

http://www.perlentaucher.de/buch/26023.html

http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0010/adr/adrag/kap1_6/para2_11.html

http://freepages.genealogy.rootsweb.ancestry.com/~alcalz/aufbau/1945/1945pdf/j11a16s18.pdf


Links (deutsch):

http://www.ssoar.info/ssoar/files/2008/1537/hsr1985_124.pdf

http://www.kgparl.de/projekt-weimar.html#b

http://www.freiheit.org/23122009-Liberale-Stichtage-Vor-65-Jahren-stirbt-Bernhard-Falk/573c13541i1p/index.html

http://mdz12.bib-bvb.de/~db/bsb00000144/images/index.html?nativeno=158

http://www.freiheit.org/files/62/Falk.pdf

http://books.google.de/books?id=bBIvwqa4cVEC&pg=PA141&lpg=PA141&dq=Bernhard+Falk+und+Elberfeld&source=bl&ots=yqJ_s2TY7F&sig=cZge1YT7_hJLHA8Gy52Y7AXsT5E&hl=de&ei=LKBKTZLqFof5sgbwi4mUDw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=2&ved=0CB8Q6AEwAQ#v=onepage&q=Bernhard%20Falk%20und%20Elberfeld&f=false

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