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Betteln ist eine sehr unangenehme Sache, betteln aber und nichts bekommen ist noch unangenehmer. (Heinrich Heine) Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können sie uns mit beim weiteren Aufbau dieses Zentrums! Vielen Dank für Ihre Unterstützung! |
| Oelsner, Gustav |
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Gustav Oelsner Architekt und Stadtplaner Geb. 23.2. 1879 in Posen/ Dt. Reich Gest. 26.4. 1956 in Hamburg Von 1896 bis 1900 studiert Oelsner an der Technischen Hochschule in Berlin- Charlottenburg und erhält bereits 1899 den Jahrespreis der Hochschule im Fach Architektur. Im selben Jahr absolviert er ein Gastsemester an der TH München. Nach seiner ersten Hauptprüfung wird er am 3. Juli 1900 zum Regierungsbauführer ernannt, hält sich von August bis Dezember zu einer Fortbildung in Italien auf, legt im Mai 1904 die zweite Hauptprüfung ab und hat bereits zwei Monate später das Amt des Regierungsbaumeisters inne. Bis 1907 ist Oelsner Bauleiter im preußischen Hochbauamt für die Technische Hochschule in Breslau, arbeitet daneben als freier Architekt und knüpft in dieser Zeit erste Kontakte zum Breslauer Künstlerkreis um Hans Poelzig und Max Berg. Während seiner Tätigkeit als Stadtbauinspektor in Breslau entstehen in den Jahren 1907 bis 1911 mehrere Schulgebäude. Anschließend geht Gustav Oelsner als Stadtbaurat nach Kattowitz, wo er sich besonders in der Gartenstadtbewegung engagiert und den Architekten und Stadtplaner Bruno Taut kennenlernt. Als Stellvertreter des Kattowitzer Oberbürgermeisters wird er Anfang der 20er Jahre vorübergehend durch den Alliierten Kontrollrat inhaftiert und legt 1922 sein Amt nieder. Bis 1924 ist er Kommissar des Volkswohlfahrtsministeriums, wird im selben Jahr noch zum Stadtoberbaurat in Altona berufen, leitet bis 1932 das kommunale Wohnungsbau- Programm, wirkt als Bausenator in Altona (1924-1933) und sitzt als preussischer Vertreter im Hamburgisch- Preußischen Landesplanungs- Ausschuß. Kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wird der jüdisch- stämmige Gustav Oelsner am 11.03. seiner sämtlichen Ämter enthoben, verhaftet und bis 1939 in den "Zwangsruhestand" versetzt. Dennoch gelingt es ihm, 1937 in die USA reisen, um die Möglichkeiten einer Emigration ausloten. 1939 schließlich verläßt er Nazi-Deutschland, geht in die Türkei ins Exil und arbeitet dort als Regierungs-Berater für Städtebaufragen, allerdings ohne eigene Bautätigkeit.
Drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges nimmt der damalige Hamburger Oberbürgermeister und
Re-Migrant Max Brauer ersten Kontakt zu Gustav Oelsner in der
Türkei auf und bewegt ihn zu einem ersten Besuch in der
Hansestadt. Anfang 1949 entschließt sich Oelsner zur
endgültigen Rückkehr, arbeitet als Referent für
Aufbauplanung in der Baubehörde und ist an der Gestaltung der
Ost-West-Straße sowie der Binnenalter-Bauordnung
beteiligt.
1950 erhält Oelsner von der Universität Hamburg den renommierten Fritz- Schumacher-Preis für Architektur und Städtebau (der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.), wird Vorsitzender der Sektion Hamburg-Schleswig-Holstein der Akademie für Städtebau und Landesplanung und übernimmt im Wintersemester 1950/ 51 einen Lehrauftrag an der Technischen Hochschule Istanbul, die ihm 1955 die Ehrendoktorwürde verleiht. Quelle: http://www.ikg.uni-karlsruhe.de/projekte/exilarchitekten/index.htm Links (deutsch): http://www.architekten-portrait.de/gustav_oelsner/index.html http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Oelsner http://dispatch.opac.d-nb.de/DB=4.1/REL?PPN=118736000 http://deu.archinform.net/arch/2981.htm?scrwdt=1280 http://www.architekten-portrait.de/gustav_oelsner/ http://deu.archinform.net/arch/2981.htm http://www.gustav-oelsner.de/index.php?site=index&menu=menu1 http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/86316/ International: http://www.archmuseum.org/galeri_resimler.asp?id=1&exid=3 |