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Betteln ist eine sehr unangenehme Sache, betteln aber und nichts bekommen ist noch unangenehmer. (Heinrich Heine) Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können sie uns mit beim weiteren Aufbau dieses Zentrums! Vielen Dank für Ihre Unterstützung! |
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"Wer
weiß heute noch, dass Elisabeth
Bergner, Billy
Wilder, Max Reinhardt oder Peter
Lorre vor der Nazidiktatur geflohen waren? Wer später geboren
wird, erinnert sich nicht mehr, er wird erinnert" Hajo Jahn, Journalist, Gründer und Vorsitzender der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft, Wuppertal |
| Verfolgung |
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Verfolgung von Kunst und Literatur gibt es, seit der Mensch zu schreiben und lesen begann. Nur die Verfolgungsmechanismen haben sich im Laufe der Jahrtausende verändert. Mit der Verfolgung der Dichter und anderen Intellektuellen in der NS-Zeit begann die größte Vertreibung des Geistigen, die es in der Menschheitsgeschichte gegeben hat – es war jedoch zugleich ein Kulturtransfer in die Gastländer.
Immer
ist es die Minderheit, die der Mehrheitsgesellschaft das Gesicht der Menschenwürde
gibt, bewahrt und dort, wo sie verlorengegangen ist, erkämpft –
trotz Verfolgung und Bestrafung. Die Weimarer Republik ist zugrunde gegangen,
als die damalige Demokratie den Bezug zu den Minderheiten verloren hatte.
Das Ansehen der heutigen Tschechischen Republik beruht auf der Widerstandskraft
der winzigen Gruppe Charta 77. Die Mehr-heitsbewegung Solidarnosz wurde
vorbereitet durch die Intellektuellenorganisation KOR um Adam Michnik.
Und die Wende in der DDR wurde möglich durch die Minderheit der Bürgerrechtler.
Unter atemberaubenden Bedingungen haben diese Wenigen das Recht des Menschen
auf seine eigene Geschichte wahrgenommen.
AUCH
ICH
Ich
war unter euch, die wir Steine warfen
Später
mein Schweigen, ich kleidete es
Und
es ist wohl nichts als Glück, Der Hitler-Totalitarismus und der Stalin-Totalitarismus - die beiden großen Todesmühlen dieses Jahrhunderts und dazwischen jene Verfolgten, die Paroli bieten wollten den Fangnetzen des Eindeutigen, der Ideologien, Systeme, dem Banalkonsum dieser nicht festlegbaren einmaligen Existenz - das bleibt das Thema der Deutschen über die Jahrhundertwende hinaus, deren Majorität in beiden Diktaturen entweder mitgemacht oder sich abgefunden und eingerichtet hatte. Diese Majorität, die auf den Umschwung aufspringt und sich immer möglichst schadlos zu halten weiß, ist das Problem der Tapferen, die beiseite geschoben werden - nicht nur, weil sie stören, sondern auch weil ihr Beispiel das Vergessen jener stört, die versagt haben.
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