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Betteln ist eine sehr unangenehme Sache, betteln aber und nichts bekommen ist noch unangenehmer. (Heinrich Heine) Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können sie uns mit beim weiteren Aufbau dieses Zentrums! Vielen Dank für Ihre Unterstützung! |
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"Vision
soll Realität werden"
Ignatz Bubis (1927-1999) Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland
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| Veranstaltungsarchiv |
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Max Beckmann: Exil in Amsterdam
Die Pinakothek der Moderne München bereitet in
Kooperation mit dem Van Gogh Museum in Amsterdam erstmals eine
Ausstellung über das Amsterdamer Exil von Max Beckmann vor. Während
seines zehnjährigen Aufenthaltes in den Niederlanden entstand rund ein
Drittel seines Gesamtwerkes, in dem der Künstler mit unvergleichbarer
Dichte und kreativer Energie auf die unmittelbare historische und
biografische Situation reagierte.
14. September 2007 bis 9. Januar 2008 Pinakothek der Moderne, München
LEBEN UND SCHREIBEN AUF DER FLUCHT -
Nach dem Erfolg der gleichnamigen Studienreise im Oktober 2006 erneuert und erweitert FABRIKAMO
das Programm seiner Studienreise, das aus zahlreichen thematischen
Stadtrundgängen, Ausflügen, Vorträgen, Rundtischgesprächen und einer -
als Option angebotenen - Schreibwerkstatt besteht.
Die VeranstalterInnen wenden sich mit dieser anspruchsvollen Thematik insbesondere an LehrerInnen und an MultiplikatorInnen aus dem sozialpolitischen und kulturellen Bereich, die ihre Kenntnisse über das Exil gestern und heute in Südfrankreich erweitern und vertiefen möchten. In diesem Schuljahr ist das Thema "Exil" Bestandteil des Abiturrahmenplans der Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Dies ist ein willkommener Anlass, mit Ihnen gemeinsam auf die Spuren zahlreicher Exil-Künstler zu gehen und Ihnen vor Ort Lust darauf zu machen, eine ähnliche Projektreise mit Ihren SchülerInnen/ StudentInnen zu planen. 14. bis 20. Oktober 2007 Weitere Informationen / Anforderung des Anmeldebogens:Sabine Günther / Passage & CO. Chemin de la Porte rouge F - 13530 TRETS Tel/Fax: 0033-(0)- 4 42 29 34 05 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können '; document.write( '' ); document.write( addy_text77176 ); document.write( '<\/a>' ); //-->\n Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Web: Passage & Co
Kurt Wolff - Ein Literat und Gentleman
Kurt Wolff
(1887-1963) war einer der bedeutenden deutschen Verleger des frühen 20.
Jahrhunderts. Seine Publikationsreihe "Der Jüngste Tag", die jungen
Autoren wie Franz Kafka, Gottfried Benn, Franz Werfel , Georg Trakl, Emmy Hennings, Max Brod
und vielen anderen ein erstes Forum gab, gilt bis heute als Meilenstein
der Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Durch geschickte, damals
ganz ungewöhnliche Werbemaßnahmen wie Zeitungsanzeigen und Plakate
gelangen dem Verlag mit Heinrich Manns
"Der Untertan" und Gustav Meyrinks "Der Golem" frühe Bestseller. In den
zwanziger Jahren konzentrierte sich der Verleger, der großes Geschick
in der Auswahl seiner Mitarbeiter bewies, auf Publikationen der
bildenden Kunst.
bis 9. September 2007 August-Macke- Haus, BonnWerft eure Hoffnung über neue Grenzen - Theater im Schweizer Exil und seine Rückkehr Die Ausstellung behandelt das Theaterexil in der Schweiz als Glücks- und Sonderfall des Exils. Als einziges vom Krieg verschontes Land in Mitteleuropa bot die neutrale Schweiz bekannterweise unzähligen verfolgten Bühnenkünstlern aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei ein neues Wirkungsfeld.
Mit der Grenznähe zum "Dritten Reich" blieb die existenzielle Bedrohung
zwar bestehen - war doch die Schweiz ökonomisch und kulturell aufs
Engste mit dem mächtigen Nachbarn verbunden -, sie wirkte aber auch als
Herausforderung. Vor 1933 war das Kulturleben der Staaten durch einen
regen Austausch eng mit dem Deutschlands zusammengewachsen. Engagements
boten zunehmend der nationale Rundfunk wie Tonfilm dieser Länder, die
den "Grenzgänger" zwischen den Disziplinen hervorbrachte. Die Pleiten
und Zusammenlegungen von Theaterhäusern in der Weltwirtschaftskrise
erzwangen eine hohe Mobilität und Flexibilität der Künstler und ihrer
Agenten.
Diese Entwicklung erfuhr durch den Nationalsozialismus eine gewaltsame Zäsur, ganze Netzwerke von Regisseuren, Redakteuren, Verlagen, Agenten und Künstlern brachen zusammen, verlagerten sich und setzten sich - wenn irgend möglich - neu zusammen. Mit vielen Fotos, Film- und Tondokumenten, mit Zeugnissen und Schriftstücken einer exemplarischen Auswahl der Theater- und Filmschaffenden wie Autoren wird in der Ausstellung ein Überblick über die künstlerische Produktion im Exil gegeben. Sie zeigt ein differenziertes Bild der Schweizer Flüchtlingspolitik und der Engagements emigrierter Schriftsteller und Künstler, Schauspieler, Musiker, Kabarettisten in einer Zeit äußerster Bedrohung. 4. Mai bis 29. Juli 2007
FABRIKAMO - Literatur & Erinnerung
Jugendbegegnungen und Kreativwerkstätten
In diesem Jahr geht es um die Erinnerung ans Exil
zigtausender Künstler und Intellektueller im 2. Weltkrieg. Wie wurde
damals mit dem Umstand, seine Heimat aus politischen oder rassistischen
Gründen verlassen zu müssen, umgegangen? Wie wurde und wie wird die
Exilerfahrung künstlerisch verarbeitet? Was bedeutet es, in der Fremde,
als Nomade an Durchgangsorten und in einer anderen Sprache zu leben?
Macht das Exil einsam oder ist es eine Chance zur Öffnung, eine Lektion
in Toleranz und Solidarität?
ab 23. Juli 2007 in Marseille
Gabriele Münter - die Jahre mit Kandinsky
Mit den
beiden Ausstellungen, die Gabriele Münter als Photographin zeigen, geht
ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, die Fotos aus Münters
persönlichen Nachlass zu bearbeiten und die bekannte Malerin des
>Blauen Reiter< auch in ihrer bislang kaum bekannten Rolle als
Fotografin vorzustellen. Nach dem Schwerpunkt der ersten Ausstellung
auf der Reise nach Amerika 1899-1900, zeigt die zweite Ausstellung ihre
Reisen mit Wassily Kandinsky, die sie von 1904 bis 1908 nach Holland,
Tunis, Rapallo, Paris und Südtirol unternahm.
Es zeichnet sich ab, dass Münters spezielle Sehweise, ihr klarer, zusammenfassender Blick, auch ihre Fotos in einer Weise prägt, die sie zum Ausgangspunkt mancher ihrer Gemälde und Papierarbeiten werden lassen. So arbeitete Münter etwa ihre Aufnahmen von Straßenszenen in Tunis oder vom Strand in Rapallo in ihren Skizzenbüchern, Druckgraphiken oder der Malerei weiter um. Selbst Kandinsky griff zum Teil auf ihre bündig fokussierenden Fotos für seine Werke zurück. Fotos aus Murnau, hier besonders die schöne Aufnahmen ihres geliebten, 1909 erworbenen Hauses, setzen die Schau fort. Schließlich wird Münter als Fotografin zur wichtigsten Chronistin des >Blauen Reiter<, etwa mit ihren heute weit bekannten Aufnahmen des Freundeskreises oder auch mit der präzisen Dokumentation der berühmten ersten >Blaue Reiter<- Ausstellung. Bemerkenswerterweise bricht Münters Interesse an der Fotografie mit Ausbruch des 1.Weltkrieges und dem Ende des >Blauen Reiter< ab; vereinzelte Fotos von Künstlerkollegen und Ausstellungen in Schweden bis 1917 sind die letzten Zeugnisse. Beide Ausstellungen speisen sich aus dem großen Bestand von erhaltenen Fotos, die sich im Besitz der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung befinden. In der zweiten Ausstellung werden die Photographien, in Originalabzügen oder verschiedener medialer Aufbereitung, zusätzlich durch einige Gemälde und Graphiken der Künstlerin und ihres Gefährten Kandinsky ergänzt. bis 3. Juni 2007 Lenbachhaus und Kunstbau München
Der Maler, Publizist und Dichter
Arie Goral
Arie Goral
ist als engagierter Publizist und politischer Schriftsteller in
Hamburg, aber auch über Hamburg hinaus, bekannt. Kritisch und
streitbar, mitunter polemisch kämpfte er seit den 1950er Jahren vor
allem gegen das Verdrängen und Verschweigen der nationalsozialistischen
Vergangenheit. Mit seinen vielseitigen Aktivitäten von der Jugendarbeit
bis zu Anti-Atomtod-Demonstrationen und seinem unermüdlichen Erinnern
an die Verfemten und Vergessenen bereicherte er die politischen
Diskurse der Bundesrepublik. So regte er die Würdigung Carl von Ossietzkys
durch die Umbenennung der Staats- und Universitätsbibliothek an und
initiierte die Errichtung des Heinrich Heine-Denkmals auf dem Hamburger
Rathausmarkt.
Goral hat aber auch als bildender Künstler ein umfangreiches und vielseitiges Werk geschaffen. Der künstlerische Nachlass mit rund 800 Gemälden und etwa der gleichen Anzahl an Papierarbeiten wird im Ludwig Meidner-Archiv des Jüdischen Museums Frankfurt betreut. bis 20. Mai 2007
Bauhaus-Ideen um
Itten, Feininger, Klee,
Kandinsky.
Vom Expressiven zum Konstruktiven
Das Bauhaus war die wichtigste und zugleich umstrittenste Kunstschule der Weimarer Republik. Walter Gropius
gründete sie 1919 in Weimar und führte sie bis 1928. Das Bauhaus war
nicht zuletzt durch seine Maler berühmt, die bald zur künstlerischen
Avantgarde der Weimarer Republik zählten. Die hier entworfene
Architektur und die exemplarisch realisierten Designobjekte waren so
ungewöhnlich, daß sie fast immer Gegenstand von Kontroversen und
Angriffen wurden. bis 8. Juli 2007 Schloßmuseum MurnauDessau: Seltene Fotografien von Eric Schaal im Meisterhaus Kandinsky/Klee
Am Donnerstagabend, dem 01. März 2007 wurde im Meisterhaus Kandinsky/Klee, Ebertallee 63 in Dessau anlässlich des "Kurt Weill Festes" eine Ausstellung mit seltenen Fotografien von Eric Schaal eröffnet. bis 15. April 2007 Meisterhaus Kandinsky/Klee in Dessau
"Hannah Arendt - Von den Dichtern erwarten wir Wahrheit"
Fällt Hannah Arendts Name, dann denkt man an Totalitarismustheorien
oder "Eichmann in Jerusalem", aber weniger an Dichtung. Doch gibt es
keine andere zeitgenössische Autorin, in deren theoretischem Werk
literarische Texte eine so große Rolle spielen. Hannah Arendt
(1906-1975) denkt dichterisch: "Nur von den Dichtern erwarten wir
Wahrheit (nicht von den Philosophen, von denen wir Gedachtes
erwarten)", so notiert sie in ihr Denktagebuch. In allen ihren Büchern
spielen literarische Texte eine entscheidende Rolle: Die Studie über
den Totalitarismus (1951; deutsch 1955) stützt sich auf Marcel Proust,
Joseph Conrad und Franz Kafka. In der "Vita activa" (1958; deutsch
1960) sind zahllose Verse aus Gedichten von Goethe, Fontane, Rilke und Brecht.
In biographischen Essays schrieb H. Arendt über Lessing und Brecht,
über Natalie Sarraute, Isak Dinesen, W. H. Auden und Randall Jarrell;
als Lektorin für den Schocken-Verlag in New York machte sie die
amerikanische Öffentlichkeit mit Wolfskehl, Kafka und Broch
bekannt. Freundschaften mit Schriftstellern, etwa mit Mary McCarthy, W.
H. Auden, Randall Jarrell und Alfred Kazin, prägten vor allem die Jahre
in den Vereinigten Staaten. Theodore Weiss und Ludwig Greve widmeten
ihr Gedichte, Uwe Johnson
setzte ihr in seinen "Jahrestagen" ein Denkmal; Randall Jarrell und
Arthur Cohen schrieben Romane, in denen sie - mehr oder weniger
"verschlüsselt" - auftritt. Von Martin Heidegger sind ganze Serien von
Gedichtzyklen überliefert, die er für H. Arendt schrieb; von Hannah
Arendts Gedichten sind fast sechzig überliefert. bis 15. April 2007
Das Haus der Lerchen
Die bekannten italienischen Autorenfilmer Paolo und Vittorio Taviani
verdichten in La masseria delle allodole/ Das Haus der Lerchen
(Italien/Bulgarien/ Frankreich/Spanien) erneut einen
zeitgeschichtlichen Stoff zu einer exemplarischen Erzählung. Im Zentrum
stehen die Mitglieder einer Familie, die im Mai 1915 mit dem Befehl zur
Auslöschung der armenischen Minderheit konfrontiert werden und um ihr
Leben kämpfen. In den Hauptrollen: Paz Vega, Moritz Bleibtreu, Arsinée
Khanjian, Tcheky Karyo, Angela Molina. Vorlage für das Drehbuch bildete
die epenhafte Familiensaga von Antonia Arslan. 14. und 15. Februar 2007 VOM EXIL-ARCHIV ZUR BERLINALE Adolf Burger und DIE FÄLSCHER bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin
Burgers
Tatsachenbericht über die Fälscherwerkstatt im KZ Sachsenhausen ist
Drehbuchvorlage für DIE FÄLSCHER, einen der beiden deutschen Beiträge
im internationalen Wettbewerb auf der diesjährigen BERLINALE. bis 18. Februar 2007 28. Filmfestival Max Ophüls - Preis
Das Filmfestival Max Ophüls Preis ist seit über 25 Jahren eine feste
und angesehene Größe in der deutschen Festivallandschaft. Das
Nachwuchsfestival bietet eine wichtige Plattform für junge Talente aus
Deutschland, Österreich und der Schweiz. bis 21. Januar 2007 "Ich mache nur, was ich liebe" Marcel Prawy (1911-2003)
"Das bloße Alphabet ist der Tod jeder Ordnung!" (Marcel Prawy) bis 13. April 2007
Rathaus Wien, Ausstellungskabinett der Wienbibliothek
Heinz Liepman. Schriftsteller, Journalist, Emigrant, Remigrant
Heinz Liepman (1905 - 1966) zählt heute zu den fast vergessenen
Schriftstellern. Wegen seines politischen Engagements und seiner
jüdischen Herkunft bedroht, floh er nach der Machtübertragung an die
Nationalsozialisten aus Deutschland. Über Frankreich, England
emigrierte er in die USA. 1947 kehrte er nach Deutschland zurück. 1961
emigrierte er erneut, in die Schweiz, wo er bis zu seinem Tod lebte.
Die von seiner Frau und ihm gegründete Literaturagentur, seit 1961 in
Zürich ansässig, zählte zu den renommiertesten Agenturen der Welt. bis 11. März 2007
Erich Maria Remarque-Friedenszentrum Otto Pankok Bekannte und Unbekannte aus dem Wuppertal
Das
Thema der Pankok-Bilder im "Mittag" war, wenn das auch in dieser
Ausstellung nicht ganz so deutlich wird, im allgemeinen das
Prominentenportrait. Die Zeichnungen ersetzen also letztlich
Pressefotos und wurden sogar größtenteils nach Fotos angefertigt, ein
Verfahren, das damals auch von anderen Zeitungen angewandt wurde, etwa
dem Dortmunder "General-Anzeiger". 27. November 2006 bis 22. Dezember 2006 Klaus Mann und Frankreich. Ein Exil-Schicksal Die zum Teil unveröffentlichten Dokumente der Ausstellung stammen aus verschiedenen Verlags-, Zeitungs- und Literaturarchiven sowie aus in- und ausländischen Sammlungen. Auf circa 50 Fototafeln werden Klaus Mann und entscheidende seiner Zeitgenossen abgebildet und in ihrem jeweiligen Kontext vorgestellt: einerseits Freunde und Mitstreiter, andererseits politische Gegner. Dokumente illustrieren einschneidende Ereignisse seines schriftstellerischen, privaten und politischen Lebens. Sie machen unter anderem nachvollziehbar, wie sich Klaus Manns Verhältnis zu Frankreich als geistigem und realem Zufluchtsort entwickelt hat. Spürbar werden die zunehmende Bedrohung durch die Nationalsozialisten und ihre Auswirkungen auf die Lebensumstände der Emigranten. 15. November 2006 bis Ende Januar 2007 Felix Salten: Schriftsteller - Journalist - Exilant Die Ausstellung wird zum einen als biografisch orientierte Schau "Salten, sein Werk & seine Zeit" präsentiert werden und in Längsschnitten Themenkreise wie Erotik, urbane Kultur, Zionismus, Physiognomie als Erkenntnis etc. behandeln. Illustriert wird die Dokumentation durch Privatfotografien, Filmstills aus Salten-Verfilmungen, Briefe Saltens an Hofmannsthal, Schnitzler, Gemälde, Kostüme, Plakate, etc. 15. November 2006 bis 18. März 2007 Wassily Kandinsky: Malerei 1908 - 1921 Wassily Kandinsky, 1866 in Moskau geboren und 1944 in Paris gestorben, ist einer der grossen Erneuerer der Kunst des 20. Jahrhunderts und ein Wortführer der Moderne. Mit der Entwicklung der Abstraktion gab Kandinsky der Kunst einen neuen Impuls, der bis heute wirksam ist, und eröffnete sich eine geistige Wirklichkeit jenseits sichtbarer Vorbilder. Die grosse Ausstellung im Kunstmuseum Basel, die in Zusammenarbeit mit der Tate Modern, London, entstanden ist, konzentriert sich auf die entscheidenden Schaffensjahre zwischen 1908 und 1921. Anhand von rund 60 Gemälden lassen sich seine Vorstösse in künstlerisches Neuland nachvollziehen, wobei neben Meisterwerken aus bedeutenden Sammlungen wie z.B. dem Art Institute of Chicago, dem Solomon R. Guggenheim Museum, New York, oder dem Centre Georges Pompidou, Paris, viele selten gezeigte Leihgaben aus mehreren russischen Museen zu sehen sind. 21. Oktober 2006 bis 04. Februar 2007 XIII. Else Lasker-Schüler-Forum in Zürich
25.10. Israelitische Kultusgemeinde 26. - 29. Oktober 2006 Schreiben im Exil - Das Exil des Schreibens Deutsch-Französische Schreibwerkstatt FABRIKAMO
Der Verein für deutsch-französischen Kulturaustausch PASSAGE & Co.
organisiert seit 9 Jahren in der Provence für ein vornehmlich junges
Publikum aus Deutschland und Frankreich Schreib- und
Übersetzungswerkstätten. (Wir setzen Französischkenntnisse auf Abiturniveau
voraus. Altersgrenze: 30 Jahre). 30. Oktober - 4. November 2006 Lionel Feininger: Frühe Werke und Freunde Unsere Ausstellung zeigt auf, wie sich Feiningers Malerei von den frühen Stadtbildern und Figurenszenen, in denen noch karikaturistische Elemente fortwirken, hin zu den kristallinen Lichtformen und den geometrischen Konstruktionen seiner späteren Bilder entwickelte. Besonders interessiert uns dabei, wie Feininger unter dem Einfluss von Künstlern wie Picasso, Braque, Delaunay, Boccioni u. a. in seinen Bildern von thüringischen Kleinstädten rund um Weimar, Orten wie Zottelstedt, Umpferstedt, Niedergrunstedt, Mellingen und Gelmeroda, eine metaphysische Dimension gestaltete, die ihn zu einem führenden Vertreter der europäischen Avantgarde machte. Die Ausstellung präsentiert Beispiele wichtiger Werkgruppen Feiningers: von ersten impressionistischen Naturstudien um 1907 zu den grotesken Straßen- und Dorfszenen um 1908-11, darunter Hauptwerke des Künstlers wie "Dämmerdorf/Rue de Faubourg" (1909) aus der Nationalgalerie Berlin, "Diabolospielerinnen I" (1909) aus englischem Privatbesitz und "Die große Revolution" (1910) aus dem Museum of Modern Art in New York. 17. September 2006 bis 19. November 2006 Von der Heydt-Museum Wuppertal Curt Sachs: Berlin, Paris, New York - Wege der Musikwissenschaft
Was sind die Fragen der Musikwissenschaft? Was sind ihre Antworten? In
mehreren Stationen dieser Ausstellung wird am Beispiel von Curt Sachs'
Forschungen gezeigt, wie sehr die Musikwissenschaft als Disziplin nach
außen wirkt, wie sehr ihre Fragen im Kontext allgemeiner
Wissenschaftsideologie stehen und wie sie sich im Zeichen der
Vermittlung ihrer Theorien, Thesen und Anliegen verändert hat. 29. Juni 2006 bis 1. Oktober 2006 Musikinstrumentenmuseum Berlin Martin Munkácsi: Budapest - Berlin - New York Er war der bestbezahlte Starfotograf seiner Zeit. Budapest - Berlin - New York hießen die Stationen seines Erfolgs. Er fotografierte Sportler und Tänzer in Aktion, holte die Modefotografie aus den Studios und setzte das statische Medium Fotografie in Bewegung. Martin Munkácsi (1896-1963) gilt als wichtigster Pionier des modernen Bildjournalismus. Der Wandel des Mediums und wechselnder Zeitgeschmack ließen ihn jedoch bald in Vergessenheit geraten. Die große Retrospektive im Martin-Gropius-Bau "Martin Munkácsi - Fotografien" gibt jetzt dem gebürtigen Ungarn seine einzigartige Position in der Geschichte der Fotografie zurück. Die Ausstellung zeigt mehr als 350 Fotografien aus den Jahren 1923 bis 1963, darunter 300 Originalabzüge. Zahlreiche Aufnahmen wurden nach ihrem Erscheinen in Zeitungen und Magazinen kein zweites Mal veröffentlicht und sind deshalb inzwischen nahezu unbekannt. Jahrelang dauerte die Suche. Bedeutende amerikanische Museen hatten die Schenkung des Munkácsi-Archivs nach seinem Tod 1963 abgelehnt. Seine Bilder und Negative wurden in alle Welt verstreut, ein Großteil des Nachlasses ging verloren. Nur das Ullstein-Archiv in Berlin und die Sammlung F.C. Gundlach in Hamburg besitzen noch geschlossene Konvolute seines Lebenswerks aus den ungarischen, deutschen und amerikanischen Schaffensphasen. bis 06. November 2006 TEO OTTO ...ein Mann der Zauberei (Max Frisch)
Erstmalig wird in der Region Ostwestfalen-Lippe das imposante und vielseitige Werk des Bühnenbildners Teo Otto
1904-1968 vorgestellt, der mit mehr als 800 Ausstattungen in 40
Arbeitsjahren ein Lebenswerk geschaffen hat, das seinesgleichen sucht.
Teo Otto gehört zu den bedeutendsten Bühnenbildnern des 20. Jahrhunderts. Bereits 1928 als 24 jähriger wurde Teo Otto Ausstattungsleiter am Preußischen Staatstheater in Berlin und fand als Emigrant am Zürcher Schauspielhaus von 1938 bis 1958 eine neue Wirkungsstätte. Er bestimmte dort die visuelle Ausstattung der Bühne. Teo Otto war ein vielgefragter Künstler: " Theatermachern, Dirigenten, Komponisten wie Gründgens, Lindtberg, Rennert, Schuh und Stroux, Strehler, Brook, Karajan und Strawinsky war ein anregender Partner." (H. Georgsdorf) Bühnenbilder zu Goethes Faust und zahlreiche Brecht Inszenierungen bilden den Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit, die sich intensiv um Aneignung und Verinnerlichung der literarischen oder musikalischen Vorlage bemüht. Brecht, Dürrenmatt, Gründgens und Frisch zählten zu seinen Freunden. Mit Bühnenbildentwürfen in Kreide oder Gouache auf Karton sowie Ölbildern, Filmmaterial und persönlichen Dokumenten versucht die Detmolder Ausstellung das bewegte Leben eines Künstlers nachzuzeichnen, der sich bis zur Erschöpfung in den Dienst des Theaters stellte. bis 29. Oktober 2006 Lippisches Landesmuseum Detmold WOLF SUSCHITZKY. EIN FOTOGRAF AUS WIEN
Die Ausstellung bietet erstmals in Österreich einen repräsentativen Überblick über Suschitzkys
fotografisches Werk aus 70 Jahren. Bücher, Handschriften und Dokumente
aus dem Anzengruber Verlag, Pressematerial und Lebensdokumente belegen
die tiefe Verankerung der Familie Suschitzky in der Kulturgeschichte
Wiens vor 1938 und die vielfältigen Verbindungen zwischen Literatur,
Verlagsgeschichte, Film und Fotografie des Exils in der Biografie des
Künstlers.
8. Juni bis 13. September 2006 http://www.literaturhaus.at/veranstaltungen/suschitzky Chagall in neuem Licht
100
Hauptwerke von Marc Chagall sind im Museum Frieder Burda zu sehen. Sie
werden von bedeutenden internationalen Museen für die Ausstellung als
Leihgaben zur Verfügung gestellt: von der Staatlichen Tretjakow Galerie
in Moskau, dem Staatlichen Russischen Museum in St. Petersburg, dem
Centre Georges Pompidou in Paris, dem Musée d'Art moderne de la Ville
de Paris, dem Musée national Message Biblique Marc Chagall in Nizza,
dem Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid, dem Musée de Grenoble, dem
Musée de Saint Etienne, dem Musée des Beaux-Arts in Lüttich, der
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, der Adolf und Luisa
Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege in Frankfurt und von
weiteren namhaften öffentlichen und privaten Sammlungen aus der ganzen
Welt.
7. Juli bis 29. Oktober http://www.museum-frieder-burda.de Exil in Südfrankreich Literarische Rundgänge, Workshops und Bildungsreisen Der in Marseille ansässige Verein PASSAGE & CO. - Deutsch-französischer Kulturaustausch bietet in verschiedenen südfranzösischen Städten (auf deutsch und französisch) literarische Rundgänge sowie Workshops und Bildungsreisen zum Exil-Thema an: Zum Lesen des gesamten Programms klicken Sie bitte hier Else Lasker-Schüler – A Poet Who Paints
The exhibition curated by Irit Salmon, presents Lasker-Schüler's poems alongside drawings she created as illustrations for her literary works in prose, poetry, and drama. (For a discussion of the link between script and illustration in her oeuvre, see Itta Shedletzky, "Script and Illustration: Hebrew Accents in Else Lasker-Schüler's Work," Massekhet 3, 2005: 79-100 [Hebrew]).
The
present exhibition highlights the other, less familiar facet of Lasker-Schüler's
oeuvre – drawing. Habitually described as a "poet,"
Lasker-Schüler's drawings also manifest the artist's uniqueness.
They were accentuated in an 1997 exhibition, "I and I: Drawings
by Else Lasker-Schüler," at Ticho House, Jerusalem, also curated
by Irit Salmon. (That exhibition subsequently traveled to the Mané-Katz
Museum in Haifa.) The current exhibition, featuring works never presented
before, represents, in fact, another layer in the endeavor shared by
many organizations in Israel and abroad to preserve the memory and work
of this gifted artist, who captivated anyone introduced to her. We went to Zichel's Café. Upon entering I saw Else Lasker-Schüler sitting at one of the tables. The café was almost empty. She sat in her usual place, gray as a bat, small, poor, withdrawn... This dreadful poverty, the terrible loneliness of the great poet. Was I not also bound to be poor, solitary, and virtually outcast like her, had I not been untrue to myself every single day, had I not been unfaithful to the truth, to purity, to poetry? Was her terrible sitting not a symbol for all those lives of injustice that we, the others, who often write in resounding rhymes, have led?
Sigmund
Freud zum 150. Geburtstag Am 6. Mai 2006 wäre Sigmund Freud 150 Jahre alt geworden. Seine Erfindung, die Psychoanalyse, hat das Selbstverständnis des Menschen grundlegend verändert. Das Ich, so formulierte es Freud, ist nicht Herr im eigenen Haus, vielmehr ist es beeinflusst und gesteuert vom Unbewussten und den Trieben. Auf dieser Grundlage schuf er seine Behandlungsmethode für psychische Erkrankungen. In ihrem Mittelpunkt steht das Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten frühkindlicher Erfahrungen, aus denen sich das Ich gebildet hat. Vom ersten Moment an sah sich die Psychoanalyse mit Vorurteilen und Vorbehalten konfrontiert, in den Wissenschaften wie im Alltag. Die Ausstellung gibt Einblicke in das Leben, das Werk und die Gegenwart Freuds und stellt die aktuelle Bedeutung der Psychoanalyse zur Diskussion. "Unser Weg durch die Nacht"
Ausstellung im Museum
Baden ab 20. November 2005
Eine Ausstellung zum Ende der Nazidiktatur vor 60 Jahren Am 8. Mai dieses Jahres beging Deutschland das Ende des Zweiten Weltkrieges mit der gleichzeitigen Befreiung von der 12jährigen braunen Diktatur. Die Auswirkungen dieser Zeit sind in mancherlei Hinsicht auch nach 60 Jahren noch zu spüren und hinterließen in einigen Bereichen Schäden, die niemals wieder gut zu machen sind. Die Entmenschlichung des deutschen Volkes, insbesondere durch die Millionen Toten in Konzentrationslagern und den vom Zaun gebrochenen Krieg, wird als „unsere“ Bürde im Bewusstsein der Weltöffentlichkeit präsent bleiben. Zu den hart getroffenen Bereichen, die durch die diktatorischen Eingriffe der Nazimachthaber unwiederbringlichen Schaden genommen haben, gehört das weite Feld der Kultur, in dieser Ausstellung schwerpunktmäßig die bildende Kunst. Die Aufbrüche in den ersten Jahrzehnten der Kunst des 20. Jahrhunderts wurden durchgängig als „entartet“, bezeichnet, als der arischen Art und Rasse zuwiderlaufend. Ihre Vertreter wurden als „bolschewisierte, verjudete Volksverdummer“ angeprangert. Der Titel der Ausstellung „Unser Weg durch die Nacht“ greift auf einen von der Dichterin Gertrud von Le Fort 1947 in der Schweiz gehaltenen Vortrag zurück, der später als Essay veröffentlicht wurde. Er befasst sich mit dem Schicksal und der Schuld Deutschlands in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Autorin beruft sich dabei auf eigene Erfahrungen und die nächster Freunde. Ihre Nichte, die Tochter ihrer Schwerster, Elisabeth von le Fort, hat das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück überlebt und war also in ihrer Familie eine unmittelbare Zeugin für Rechtlosigkeit und Gewalt des totalitären Regimes. Analog zeigt die Ausstellung in ganzen Folgen das Grauen und die Entwürdigung von Menschen, speziell von Juden, die überlebende Künstler des Holocaust nach 1945 veröffentlicht haben. Von dem deutschböhmischen Juden Leo Haas (1901-1983) wird neben den bereits früher gezeigten 12 Lithographien „Konzentrationslager“ die erst im letzten Jahr für die Sammlung erworbene Folge „Theresienstadt“ gezeigt. Es handelt sich um 10 jeweils handsignierte Aquatinta-Radierungen, die uns die grauenhaft-beklemmenden Zustände in dieser gelegentlichen „Vorzeigestadt“ der Nazipropaganda vor Augen stellen. Unter dem Titel „In the Eruv of Theresienstadt“ (Der [heilig-abgegrenzte] Bezirk von Theresienstadt) hat Fritz Lederer (1878 - 1949) seine Erlebnisse in 25 Radierungen protokolliert. Mit einem Teil von ihnen wird die Ausstellung den Besucher konfrontieren. - Für die erst in den 1960er Jahren erfolgte juristische Aufarbeitung der infernalischen Verhaltensweisen von SS KZ-Managern und ihren Gefolgsleute in den Konzentrationslagern steht das während des Frankfurter Auschwitzprozesses entstandene „Auschwitz-Triptychon“ von Otto Schubert. Das Zentrum Paul Klee Am 20. Juni 2005 öffnete das Zentrum Paul Klee erstmals seine Tore für Kunst- und Kulturinteressierte aus aller Welt. Im Mittelpunkt der neuen Kulturinstitution stehen Person, Leben und Werk von Paul Klee (1879–1940). Der auch als Musiker, Pädagoge und Dichter wirkende Klee zählt heute zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Mit dem Zentrum Paul Klee erhält er in der Stadt Bern, in der er die Hälfte seines Lebens verbrachte, ein Denkmal mit internationaler Ausstrahlung. Von Paul Klees fast 10'000 Werke umfassenden Gesamtoeuvre konnten gut 40 Prozent, das heisst rund 4'000 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen sowie Archivalien und biografische Materialien zusammengeführt werden. Die Bestände dds Zentrums gelten als die grösste Sammlung eines einzigen Künstlers von Weltformat.
Das
Zentrum Paul Klee wird kein traditionelles Kunstmuseum sein. Es soll
zum international führenden Kompetenzzentrum für die Erforschung,
Vermittlung und Präsentation der Person, des Lebens und Werks von
Paul Klee sowie dessen Rezeption werden. Mit Bezug auf die vielfältige
künstlerische Tätigkeit Paul Klees wird sich das Zentrum deshalb
nicht nur auf die Präsentation von Klees bildnerischem Werk beschränken,
sondern auch eine Plattform für spartenübergreifende künstlerische
Ausdrucksformen sein. Neue Ausstellung über «Medizin und Verbrechen» im KZ Sachsenhausen Oranienburg (ddp-lbg). Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat am 7. November 2004 in Oranienburg eine neue Dauerausstellung über des Krankenrevier des Konzentrationslagers Sachsenhausen eröffnet. Unter dem Titel «Medizin und Verbrechen» werden nach Angaben der Gedenkstätte Sachsenhausen verschiedene Aspekte des Themas von der ärztlichen Versorgung über Menschenversuche bis zum Krankenmord von 1936 bis 1945 beleuchtet. Die Ausstellung helfe, einen immer noch ungenügend aufgedeckten Teil der Nazi-Herrschaft weiter auszuleuchten, sagte die Ministerin. Gerade das dunkle Kapitel der Rolle der Medizin während des Dritten Reiches sei immer noch nicht wirklich rundum aufgearbeitet, auch wenn die Bereitschaft vieler Ärzte gewachsen sei, sich mit den Untaten ihrer damaligen Berufskollegen in der NS-Todesmaschinerie offensiv auseinander zu setzen. Die Schau in den historischen Baracken des ehemaligen Krankenreviers ist mit rund 800 Quadratmetern Fläche und rund 1000 Exponaten die größte der Dauerausstellungen in der KZ-Gedenkstätte. Rund 100 Einzelschicksale und Biografien werden erzählt. Die Verbrechen von SS-Ärzten werden ebensn dargestellt wie die Tätigkeit von Häftlingsärzten und -pflegern und das Leiden der Häftlinge. Ein Abschnitt ist den Männern und Frauen gewidmet, die nach dem Hitler-Attentat im Juli 1944 in das KZ Sachsenhausen verschleppt wurden. Beleuchtet wird auch die nationalsozialistische «Zigeunerforschung» im Konzentrationslager, die als wissenschaftliche Rechtfertigung für den Massenmord an Sinti und Roma gelten sollte. Zwangssterilisation und Zwangskastration werden ebenso thematisiert wie die Euthanasiemorde an KZ-Häftlingen. In einem Raum sind Zeichnungen und Bilder ehemaliger Häftlinge zu sehen, die sich darin mit dem Krankenrevier auseinandersetzen. http://www.gedenkstaette-sachsenhausen.de Eine Elfermannschaft aus Spielern, Trainern und Wegbereitern auf einem Fußballfeld im Museumsgarten erinnert an den Beitrag von Juden zum deutschen Fußball. 14. Mai - 9. Juli 2006 http://www.juedisches-museum-berlin.de/site/DE/02-Veranstaltungen/aktuellezweiveranstaltungen.php
Hommage
à Pit | Ellen Auerbach
zum 100. Geburtstag
bis 28.05.2006
Ausstellung | PINAKOTHEK DER MODERNE | KUNST Anlässlich des 100. Geburtstages der deutsch-amerikanischen Fotografin Ellen Auerbach (1906-2004) zeigt die Pinakothek der Moderne den Dokumentarfilm »ringl and pit« des amerikanischen Regisseurs Juan Mandelbaum. Gemeinsam mit Grete Stern (1904-1999) gründete Ellen Auerbach 1929 das Berliner Fotostudio ringl+pit, das schnell zu einem avantgardistischen Werbe- und Porträtatelier avancierte. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges mussten beide Frauen 1933 Deutschland verlassen. Ellen Auerbach emigrierte über Palästina nach New York, wo sie bis zu ihrem Tod im Jahr 2004 lebte. Der einstündige Film entstand 1995 in Zusammenarbeit mit beiden Fotografinnen und zeichnet detailreich ihre ungewöhnlichen Lebenswege nach. Er ist ein einmaliges Dokument über zwei außergewöhnliche Frauen, ihre 70 Jahre währende Freundschaft sowie über die kulturellen und politischen Geschehnisse, die das 20. Jahrhundert maßgeblich prägten. Parallel werden aus den Sammlungsbeständen 15 Fotografien von Ellen Auerbach gezeigt, die zwischen 1929 und 1955 entstanden sind. ELLEN AUERBACH ZUM 100. GEBURTSTAG
30.4.2006
Ellen Auerbach, die 1906 in Karlsruhe geboren wurde und 2004 in New
York starb, hatte den Wunsch, sich mit ihrem Werk und ihrem Namen mit
der Akademie der Künste zu verbinden. Mit den Möglichkeiten
ihres Nachlasses, der an die Akademie kam, wird nunmehr erstmalig ein
Förderungsstipendium für internationale junge Fotografen unter
ihrem Namen vergeben. Das Ellen Auerbach Stipendium 2006 erhält
die marokkanisch/französische Fotografin Yto Barrada. Mitglieder
der Jury waren Barbara Klemm, Ute Eskildsen und Hanns Schimansky. HELLA GUTH: Zehn Holzschnitte zu den Songs der Dreigroschenoper (1932) HELLA GUTH: 10 HOLZSCHNITTE ZU DEN SONGS DER DREIGROSCHENOPER (1932) Kuratorin: Dr. Irene Below, Bielefeld Die Wiener Aufführung der "Dreigroschenoper" 1929 inspirierte die Künstlerin Hella Guth in Prag 1932 zu 10 Holzschnitten, über die eine deutschsprachige Prager Tageszeitung schrieb: "Diese Blätter sind von einem vehementen Rhythmus erfüllt, adaequat den herrlichen Songs von Brecht-Weill. Es ist beste Schwarz-Weißkunst, kubisch-flächig gehalten, über das deckend Gegenständliche hinaus eine reiche Gefühlsskala bergend. Zuweilen spukt etwas Wedekind-Visionäres in diesen Seiten, die die selbstgestellte Aufgabe glänzend lösen." Hella Guth wurde 1908 in Westböhmen geboren, studierte zunächst in Wien, kehrte dann nach Prag zurück, wo sie erste Erfolge als Malerin hatte. Leider sind diese frühen Originale durch ihre Flucht 1939 über Polen und England nach Paris verloren gegangen. Umso interessanter sind die Holzschnitte als Zeugnis einer jungen emanzipierten, politisch links engagierten Künstlerin aus der Entstehungszeit der "Dreigroschenoper". Die einzelnen Drucke tragen folgende Titel:" Die Moritat von Mackie Messer", "Kanonensong", "Das Liebeslied", "Barbara-Song", "Seeräuber-Jenny", "Tango-Ballade", "Die Ballade vom angenehmen Leben", "Ballade, in der Mackie Messer alle um Verzeihung bittet", "Der Song vom Glück", "Finale". Dr. Irene Below entdeckte 1986 zwei Gemälde von Hella Guth in der Kunsthalle Bielefeld und nahm daraufhin Kontakt zu der in Paris lebenden Künstlerin auf. 1989 organisierte sie eine Ausstellung mit Katalog in der Galerie Sfeir-Semler in Kiel. Zu diesem Anlass wurde der Holzschnittzyklus neu herausgegeben. Die Ausstellung in Dessau beinhaltet diese 10 Nachdrucke sowie zwei der Originalholzstöcke und weiteres dokumentarisches Material. Gemeinsame Ausstellung des Kurt Weill Festes Dessau und der Stadt Dessau Ausstellungsdauer: 23.02. bis 23.04.2006 Dienstag bis Sonntag, 10.00-18.00 Uhr Universität für Musik und darstellende Kunst Wien / Wiener Konzerthaus
Face
the Music. Musik. Verfolgung. Freiheit.
Konferenz
mit Konzertreihe
Veranstaltet anlässlich
der EU-Präsidentschaft Österreichs vom
Kooperationspartner: Kokoschka, Beckmann, Corinth, Liebermann, Slevogt. Ein Fest der Künste. Paul Cassirer. Der Kunsthändler als Verleger.
18.
Februar – 21. Mai 2006 im Max
Liebermann Haus
Zusammen
mit seinem Vetter Bruno Cassirer (1872–1941) gründete Paul
Cassirer 1898 eine Kunstgalerie und einen Verlag im noblen Berliner
Tiergartenviertel. Die Atmosphäre ihrer Geschäftsräume
war vom Lebensgefühl der Jahrhundertwende erfüllt: Der belgische
Jugendstil-Architekt Henry van de Velde entwarf einen Lesesalon, der
in der Ausstellung andeutungsweise rekonstruiert wird. Selbst Rainer-Maria
Rilke schwärmte davon. Die originale Lampe kann wie damals über
dem Tisch mit den Neuerscheinungen hängen. Das Konzept, Galerie
und Verlag zu kombinieren, war ein voller Erfolg, neu und werbewirksam!
Endstation Schein-Heiligenstadt Eric Zeisls Flucht nach Hollywood Eine Ausstellung im Rahmen der Serie “Musik des Aufbruchs” bis zum 26. März 2006 im Jüdischen Museum, Wien Aus dem österreichischen Komponisten Erich Zeisl (1905-1959) wurde im amerikanischen Exil Eric Zeisl. Das verlorengegangene “h” in seinem Vornamen könnte für “Heimat” stehen. Es ist aber auch ein Symbol für die vielen Dinge, auf die Zeisl verzichten musste, um in seiner neuen Heimat Akzeptanz zu finden. Diese Ausstellung ist keine der bekannten “Erfolgsgeschichten” einzelner Künstler im Exil. Sie skizziert den Weg eines Komponisten auf der Flucht, der sich, wie viele andere, sowohl eine neue Existenz als auch eine neue (musikalische) Identität erkämpfen musste. Erich Zeisl kommt 1905 in Wien zur Welt und wächst im Kaffeehaus seiner Eltern am Wiener Praterstern auf. Gegen den Willen seiner Familie wird er Komponist, sein Lehrer Richard Stöhr hält ihn für seinen talentiertesten Schüler. Zeisl erobert Wien vor allem mit seinen Kunstliedern, seine Musik ist eine Synthese aus spätromantischer Tradition und moderat modernen Gestaltungsmitteln. 1938 flieht er mit seiner Frau Gertrud nach Paris. Die Stationen New York und Los Angeles werden folgen. In Paris erhält Zeisl den Auftrag, die Musik für eine Bühnenversion von Joseph Roths Hiob zu schreiben. Im Zuge dieser Arbeit findet der Komponist zu einer quasi jüdischen Musiksprache, die den Kompositionsstil seiner Exiljahre prägen wird. Noch im September 1939 erreicht Zeisl New York. Von dort folgt er mit Unterstützung von Freunden der magischen Anziehungskraft, die von Hollywood ausgeht. Hanns Eisler schreibt ihm: “Sehe eine gute Chance, Sie und Ihre Familie nach Hollywood zu verpflanzen”. Hollywood wird für Zeisl ein Fiasko. Er arbeitet pausenlos, aber anders als seine Kollegen Korngold oder Eisler wird er in den Filmen, für die er schreibt, kaum genannt. Er fühlt sich ausgelaugt und von der Welt abgeschnitten. In einer Widmung an seinen Freund Fritz Altmann bezeichnet er Hollywood ironisch als “Schein-Heiligenstadt”. Er wird diese Stadt nicht mehr verlassen, aber ihr doch auf eine für die Exilanten typische Art und Weise entkommen: Zusammen mit seiner Frau baut er ein Netzwerk von Emigranten auf, das eine mitteleuropäische Heimat simuliert. Er unterrichtet nun am LA City College und hat wieder Zeit zum Komponieren. Mit dem Ende des Krieges entsteht das Requiem Ebraico, das er seinem in Treblinka ermordeten Vater und allen anderen in der Schoa vernichteten Juden widmet. Im Requiem führt er den im Hiob angetretenen Weg seiner markanten stilistischen Wende konsequent fort. Eric Zeisl stirbt 1959, heuer wäre er 100 Jahre alt geworden. Parallel zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog, der auch eine CD enthält.
"Ich
reise durch die Welt. Die Zeichnerin und Publizistin Erna Pinner" Mit der Ausstellung einer Werkauswahl würdigt Die Deutsche Bibliothek die gebürtige Frankfurterin und Kosmopolitin Erna Pinner (1890 - 1987). 69 Jahre nach der Emigration kehrt ihr Werk unter dem Titel "Ich reise durch die Welt. Die Zeichnerin und Publizistin Erna Pinner" in die Stadt ihrer Jugend zurück. Die Ausstellung wurde von der Kunsthistorikerin Barbara Weidle in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Exilarchiv 1933 - 1945 Der Deutschen Bibliothek erarbeitet. Zur Eröffnung am 23. November sprechen Barbara Weidle und der Filmemacher Lutz Becker aus London, der Erna Pinner mehr als zwanzig Jahre bis zu ihrem Tod freundschaftlich verbunden war. In der Werkauswahl werden Zeichnungen, Skizzen, Fotos und Erstausgaben gezeigt. Das Leben Erna Pinners wird durch Briefe, Fotografien und andere Dokumente belegt. Die Frankfurter Ausstellung ist die erste Erna Pinner Ausstellung in ihrer Heimatstadt seit 1933. Sie basiert auf der ebenfalls von Barbara Weidle erarbeiteten Erna Pinner Ausstellung im Bonner August Macke Haus aus dem Jahr 1997, die neu konzipiert und um zahlreiche Exponate erweitert wurde.
Pacific
Palisades 1932 – 1941
Der Weg deutschsprachiger Schriftsteller ins kalifornische Exil«
Viele Schriftsteller waren gezwungen, Deutschland während des Dritten
Reiches zu verlassen – unter ihnen Thomas
Mann, Heinrich
Mann, Lion
Feuchtwanger, Bertold
Brecht, Alfred
Döblin, Theodor
W. Adorno, Ludwig Marcuse, Vicki
Baum, Walter Mehring, Franz
Werfel und Alma
Mahler-Werfel. Für einige war der Weg ins Exil einfach,
für andere war es eine Flucht mit ungewissem Ausgang. Im sonnigen
Pacific Palisades Kaliforniens trafen sich viele von ihnen wieder. In
Dokumenten, Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Werken spiegeln sich Entscheidungs-
und Ablösungsprozesse, Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie die Auseinandersetzung
1./2.April:
Armin-T.Wegner-Tage 2006 in Berlin B-Charlottenburg, Sophie-Charlottenstr. 113 a mit Ausstellung „Armenische Schatten“ von Haik Dawidjan-Stoltz (Wuppertal) Bis zum 26. März 2006 im Von der Heydt Museum, Wuppertal Das Von der Heydt-Museum zeigt in Zusammenarbeit mit dem Bucerius Kunstforum eine Willi Baumeister Retrospektive. Baumeister (1889-1955), als vehementer Streiter für die moderne Abstraktion, bot einer ganzen Generation von Malern nach dem Zweiten Weltkrieg Anknüpfungspunkte. Die Ausstellung wurde anlässlich des 50. Todestags des Künstlers zusammengestellt. Sie bezieht sich in Struktur und Anordnung auf die letzte von Willi Baumeister selbst eingerichtete Retrospektive im Stuttgarter Kunstverein 1954. So wurde eine Präsentationsform gewählt, die Baumeister selbst favorisierte; nicht die konventionelle Reihung von Bildern, sondern ihre Gruppierung und Anordnung nach freiem Rhythmus.
Zu
Wuppertal hatte Baumeister eine ganz besondere Beziehung. Nachdem Gemälde
von ihm im Zuge der Aktion "Entartete Kunst" beschlagnahmt worden
waren, konnte er von 1937 bis 1944 zusammen mit Oskar Schlemmer und Franz
Krause in dem von dem Wuppertaler Lackfabrikanten Dr. Kurt Herberts eingerichteten
"Institut für Malstoffkunde" arbeiten. In dieser Zeit fand
ein intensiver Austausch zwischen Baumeister und Schlemmer statt. In jene
Zeit fällt auch eine neue Epoche seiner Malerei mit schwarzen Formlingen
und Ideogrammen.
Das
14. Kurt Weill
Fest findet vom 24.02. bis 05.03.2006 statt und steht unter dem Motto
„Weill & Brecht“. Der Todestag des Dichters jährt
sich in diesem Jahr zum 50. Mal. Aus diesem Anlass sollen möglichst
viele aus der Zusammenarbeit der beiden Künstler entstandenen Werke
zur Aufführung gebracht werden.
Jo
Mihaly (1902-1989) Tänzerin, Schriftstellerin, Politikerin
Jo
Mihaly war eine der vielseitigsten Persönlichkeiten der Weimarer
Republik, des deutschen antifaschistischen Exils und der frühen Nachkriegszeit.
„Die Zeit" nannte sie „eine der großen Frauen des
20. Jahrhunderts". http://www.gerhart-hauptmann-haus.de
Wolfgang
Hildesheimer: "Mozart" Hildesheimers Mozart ist ein essayistisches Meisterwerk: nicht das Buch eines Musikologen, keine Biographie, in welchem Sinne auch immer, sondern das Buch eines Schriftstellers und Künstlers. Der Autor steht dem kreativen Prozess der Kunst um einiges näher steht, er versucht, geschult durch Psychoanalyse, den Prozessen des Schöpferischen auf den Grund zu kommen, der aber nicht dem Fehler verfällt, sich der eigenen Seele als Maßstab für die seines Helden zu bedienen. Hildesheimers außerordentliches Buch über die Jahrtausendgestalt Mozart hat bei seinem Erscheinen hymnische Rezensionen erhalten und ist seitdem mehr als 250.000 mal verkauft worden. Neuartig war und ist es, weil es mit bisher niemals angewandten Kategorien Mozart und sein Werk darstellt.
Die
Kinder der Manns - Ansichten einer
Familie Eine Ausstellung des Literaturhauses München, der Monacensia München und des Buddenbrookhauses Lübeck in Kooperation mit dem Rowohlt Verlag, dem Schweizerischen Literaturarchiv in Bern und dem Thomas- Mann-Archiv der ETH Zürich. Nie war das Interesse an Thomas Mann und den Seinen größer als heute, und es gibt - wie diese Ausstellung eindrucksvoll zeigt - noch immer viel Neues zu entdecken. Erstmals widmet sich eine Ausstellung allen sechs Kindern von Thomas und Katia Mann: von den ältesten, Erika und Klaus, über die mittleren, Golo und Monika, bis hin zu den Nachzüglern Michael und Elisabeth Mann. »Jemand wie ich sollte selbstverständlich keine Kinder in die Welt setzen.« (Thomas Mann) »Geheiratet habe ich nur, weil ich Kinder haben wollte.« (Katia Mann) »Die Kinder der Manns« dokumentiert eine außergewöhnliche Familiengeschichte und präsentiert zugleich ein Panorama des 20. Jahrhunderts. Die zeitliche Spanne reicht von den Anfängen der gemeinsam in München verbrachten Kindheit über die »wilden« Jahre der Weimarer Republik, die Zeit der Emigration ab 1933 und die schwierige Epoche nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die jüngste Vergangenheit.
Ausnahmeerscheinungen
waren sie alle. In kaum einer Familie finden sich so viele künstlerische
Talente versammelt. Jedes der sechs Kinder wurde früher oder später
schriftstellerisch tätig. Sie erlebten eine privilegierte Kindheit
und profitierten vom Ruhm des Vaters.
Die
Eröffnungsausstellung des Max Ernst Museums Unter der Kuratorenschaft des Max Ernst Spezialisten Werner Spies sind viele Hauptwerke des Künstlers aus internationalem privaten und öffentlichen Besitz für die Eröffnungsausstellung des Max Ernst Museums zusammengetragen worden (u.a. "L'élue du mal", 1928, Öl auf Leinwand, Neue Nationalgalerie, Berlin; "Sedona Masks", 1948, Zement, Musée National d'Art Moderne, Centre Pompidou, Paris; "Les fleurs stilisées", 1929, Öl auf Leinwand, Privatsammlung; "Une nuit d'amour", 1927, Öl auf Leinwand, Privatsammlung; "La ville entière", 1936-37, Öl auf Leinwand, Privatsammlung; "La nuit rhénane", 1944, Öl auf Leinwand, Privatsammlung; Amour violent, 1924, Öl auf Leinwand, Schweiz, Caspar H. Schübbe). Ergänzt wird diese internationale Schau durch wichtige Dauerleihgaben des Museums wie die monumentale Skulpturengruppe "Capricorn" aus dem Besitz der Deutschen Bank oder drei Gemälde aus dem Hause Eluard aus dem Besitz der Kultur- und Umweltstiftung der Kreissparkasse Köln. Erstmals in der ganzen Welt zeigt das Brühler Max Ernst Museum mit seiner Sammlung einen Großteil des vielseitigen Schaffens von Max Ernst an einem Ort und in nie gekannter Fülle. So sieht man über 60 seiner Skulpturen sowie sein gesamtes grafisches Oeuvre. Das Herzstück des Museums bilden die erst jüngst erworbenen D-Paintings aus dem Besitz von Dorothea Tanning. In dem Wechselausstellungssaal werden Ausstellungen zu den Künstlerfreunden, zum Surrealismus oder zu einzelnen Werkgruppen bzw. wichtigen Inhalten in der Kunst von Max Ernst zu sehen sein. Willi Baumeister - Von der Heydt Museum, Wuppertal (12.02. - 26.03.2006) FIGUREN UND ZEICHEN Das Von der Heydt-Museum zeigt in Zusammenarbeit mit dem Bucerius Kunstforum eine Willi Baumeister Retrospektive. Baumeister (1889-1955), als vehementer Streiter für die moderne Abstraktion, bot einer ganzen Generation von Malern nach dem Zweiten Weltkrieg Anknüpfungspunkte. Die Ausstellung wurde anlässlich des 50. Todestags des Künstlers zusammengestellt. Sie bezieht sich in Struktur und Anordnung auf die letzte von Willi Baumeister selbst eingerichtete Retrospektive im Stuttgarter Kunstverein 1954. So wurde eine Präsentationsform gewählt, die Baumeister selbst favorisierte; nicht die konventionelle Reihung von Bildern, sondern ihre Gruppierung und Anordnung nach freiem Rhythmus.
Zu
Wuppertal hatte Baumeister eine ganz besondere Beziehung. Nachdem Gemälde
von ihm im Zuge der Aktion "Entartete Kunst" beschlagnahmt worden
waren, konnte er von 1937 bis 1944 zusammen mit Oskar Schlemmer und Franz
Krause in dem von dem Wuppertaler Lackfabrikanten Dr. Kurt Herberts eingerichteten
"Institut für Malstoffkunde" arbeiten. In dieser Zeit fand
ein intensiver Austausch zwischen Baumeister und Schlemmer statt. In jene
Zeit fällt auch eine neue Epoche seiner Malerei mit schwarzen Formlingen
und Ideogrammen.
„Da
war auch Kunst in Theresienstadt“
Veranstaltungsreihe
mit Konzerten, Ausstellungseröffnung und einem Zeitzeugen im Januar
2006
„Theresienstadt“
- den Namen dieses Konzentrationslagers verbindet man sicher nicht direkt
mit Kunst und Kultur. Trotzdem fand in den Jahren 1941 bis 1944 in diesem
so genannten „Durchgangslager“ ein sehr vielfältiges
und farbiges kulturelles Leben statt. Komponisten, Maler, Filmemacher…
konnten die Kunst, zumindest vorübergehend, als eine Art Überlebensstrategie
nutzen. Von den etwa 140 000 Häftlingen in Theresienstadt haben ca.
18 000 überlebt, die anderen wurden in Vernichtungslager wie Auschwitz
deportiert und dort getötet.
Vom
19. bis 27. Januar 2006 gibt es drei Konzerte, eine Ausstellungseröffnung
und das Gespräch mit einem Überlebenden aus Theresienstadt zu
diesem Thema. Dazu Initiator und für die Konzeption verantwortlicher
Folkwang Professor Horst Weber, der sich seit 15 Jahren mit dem Thema
Exilforschung beschäftigt: „Theresienstadt war Anfang der 40er
Jahre im Deutschen Reich der einzige Ort, an dem man alles spielen konnte,
von Jüdischer Musik über Klassik, bis zur Avantgarde. Es gab
ein eigenes Streichorchester und viele Komponisten haben ironischerweise
gerade dort eine besonders kreative, schöpferische Arbeitszeit gehabt.“
Am 20. Januar, Freitag, um 20 Uhr findet im Kammermusiksaal das zweite Konzert der Reihe statt: „Hommage à Theresienstadt“ . Hier werden Kompositionen der Klasse Prof. Günter Steinke gespielt, alles Uraufführungen , die einen Bezug zum Thema haben. Insgesamt sind dies 16 kammermusikalisch besetzte Stücke. Das dritte Konzert findet eine knappe Woche später, am 27. Januar (Freitag) um 20 Uhr im Kammermusiksaal statt. Dies ist übrigens der Gedenktag zur Befreiung von Auschwitz. An diesem Abend geht es um kammermusikalische Werke , die allesamt in Theresienstadt entstanden sind ; vom Kunstlied bis zum Streichquartett. Die musikalische Leitung liegt bei Prof. Alexander Hülshoff, moderieren wird Prof. Horst Weber.
Verliebt
in die deutsche Sprache "Ich habe mich in sie verliebt, als ich neun war, damals in Polen. Ich wurde von ihr getrennt, aber ich bin ihr treu geblieben, ein Leben lang." In dem noch unpublizierten Roman „Berlin … Endstation“ läßt der Schriftsteller Edgar Hilsenrath (geboren 1926) sein Alter ego Joseph Leschinsky von einer Geliebten schwärmen, der deutschen Sprache, zu der er nach den Irrfahrten des Lebens zurückkehren würde. Hilsenrath, Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie, hat selbst eine Odyssee hinter sich. Emigriert nach Rumänien, deportiert in ein Ghetto in der Ukraine, überlebte er den Holocaust, wanderte nach Palästina aus, ging 1951 in die USA, bis er Ende 1975 nach Berlin kam. Die deutsche Sprache hatte er wie einen Schatz gehütet. Seine ersten Bücher, der Roman „Nacht“ und die bitterböse Satire „Der Nazi & der Friseur“, wurden gleichwohl zunächst auf englisch erfolgreich. Zu viele Tabus verzögerten die Aufnahme in Deutschland. Inzwischen ist Edgar Hilsenrath ein mehrfach preisgekrönter Autor; sein literarisches Archiv befindet sich in der Akademie der Künste. Eine Wanderausstellung, die im neuen Akademiegebäude am Pariser Platz 4 beginnt, würdigt einen großen Schriftsteller, der den Katastrophen des letzten Jahrhunderts literarische Gestalt gegeben hat. "BRÜCKE - Die Geburt des deutschen Expressionismus"
Bis 15. Januar 2006
Brücke-Museum
in der Berlinischen Galerie Sie vereint ca. 220 Meisterwerke der "Brücke"-Künstler Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff, Pechstein, Nolde, Mueller und Amiet sowie ihrer künstlerischen Verwandten, wie Edvard Munch und Ferdinand Hodler, aus zahlreichen öffentlichen und privaten internationalen Sammlungen - zum Teil selten gezeigt, einige erstmals in Berlin zu sehen.
Nach
Madrid und Barcelona ist die Ausstellung des Brücke Museums
Ausgegrenzt.
Kunst in Hamburg 1933-1945 Künstler, die sich den Kunstvorstellungen der Nationalsozialisten nicht beugen wollten, wurden ausgegrenzt. Auch in Hamburg waren in dieser Zeit der Unfreiheit die Künstler Opfer des Kunstdiktats. Waren sie auch noch Juden, Kommunisten oder sonstige Abweichende, drohte ihnen Verfolgung. Viele von ihnen versuchten weiterhin als Künstler zu arbeiten. Angst, ja Verzweiflung sind in ihren Bildern gegenwärtig. Unter dem Titel Ausgegrenzt. Kunst in Hamburg 1933-1945 wird die Hamburger Kunsthalle Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphik von 47 Künstlerinnen und Künstler zeigen. Scheinbar arglose Bildthemen wie Landschaften und Stilleben von Karl Kluth, Eduard Bargheer, Ivo Hauptmann und Fritz Flinte bekommen eine weitere Bedeutung, wenn man bedenkt, unter welchen Bedingungen sie entstanden sind. Die Bedrückung wird als drohende Gefahr spürbar. Das von Brüchen gezeichnete Leben vieler Hamburger Maler jener Zeit spiegelt sich im oft bitteren Ausdruck ihrer Selbstbildnisse. Im Ausdruck gänzlich unterschiedlich, rücken die Bildnisse von Anita Rée und Paula Gans auf diese Weise eng zusammen. Der Krieg, besonders der Feuersturm über Hamburg im Sommer 1943, war für viele Künstler Anlass, die zerstörte Stadt im Bild festzuhalten oder eindrucksvolle Zeugnisse der Menschen im Krieg zu zeichnen und zu malen. Das letzte Kapitel der Ausstellung, Nach dem Ende, macht den Zwiespalt zwischen der Verzweiflung über Tod und Zerstörung und der Hoffnung auf Erneuerung anschaulich. Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit Dr. Maike Bruhns, die sich seit vielen Jahren mit dieser Zeit beschäftigt. Eine Reihe von Werken kommt aus ihrer Sammlung. Doch auch Gemälde der Hamburger Kunsthalle und Werke aus Privatbesitz werden zu sehen sein.
„Erinnerung
an... “
Eva Nievergelt
– Sopran, Henning Kaiser – Tenor, Dienstag, 22.November 2005, 20 Uhr Veranstalter: Kantorei Barmen-Gemarke George Enescu - Weltbürger vom Rande Europas Anlässlich des 50. Todestages des Komponisten George Enescu hat die UNESCO das Jahr 2005 auch zum Enescu-Jahr ausgerufen. Insbesondere in Deutschland ist dieser Ruf bislang weitgehend ungehört geblieben. Während das verlegte Gesamtwerk Enescus mittlerweile mehrfach eingespielt ist, ist der Name Enescu im Konzertsaal wie auch in der wissenschaftlichen Diskussion außerhalb Rumäniens nach wie vor nahezu unbekannt. Aus diesem Grunde haben sich Musiker und Musikwissenschaftler in Berlin entschlossen, den in Rumänien geborenen Komponisten im Rahmen eines mehrtätigen Projekts vorzustellen. Das Projekt umfasst ein dreitägiges musikwissenschaftliches Symposium und vier Konzerte im Zeitraum vom 26. bis 29. Oktober 2005. Zeitgleich wird in den Räumen des Rumänischen Kulturinstituts "Titu Maiorescu" eine Malerei-Ausstellung mit Werken von aus Rumänien stammenden Malern mit dem Schwerpunktthema "Musik" stattfinden. Flüchtlingswege im 2. Weltkrieg. Auf den Spuren von Lisa Fittko, Otto Freundlich und Pitt Krüger 05. - 12. November 2005 Die Grenzübergänge in den Pyrenäen waren im 2. Weltkrieg die einzigen Rettungswege der Verfolgten des Naziregimes aus ganz Europa zum letzten freien Überseehafen in Lissabon. Hier spielten sich dramatische Flüchtlingsschicksale ab, da auch Frankreich Konzentrationslager unterhielt und einen Auslieferungsvertrag für Flüchtlinge mit dem Nazideutschland geschlossen hatte. In diesem Bildungsurlaub nähern Sie sich diesen Themen auf drei Arten: - Bei der Lektüre und Diskussion der höchst mitreißend geschriebenen Bücher von Lisa Fittko, die als deutsche Jüdin selber Verfolgte des Naziregimes war und später als Fluchthelferin agierte - Bei Exkursionen zu den Resten der französischen Konzentrationslager in Rivesaltes und Argelès, Gesprächen mit Zeitzeugen und lokalen Historikern und der Beschäftigung mit dem Schicksal des Malers Otto Freundlich unter dem Thema Kunst und Politik - Sowie als Höhepunkt bei der gemeinsamen Wanderung entlang des Flüchtlingrpfades am Steilufer des Mittelmeeres von Frankreich über die Grenze nach Spanien mit Besichtigung des Walter-Benjamin- Memorials in Port-Bou.
Erich
Fried Tage
Literaturhaus
Wien
"Und
warum sollten die Dichter, wenn sie denn klärende Kommentare zum
Lauf der Welt und Zeit schreiben, Pamphlete, Programme, Verhaltensempfehlungen
- weniger oft irren als der Nächstbeste?"
Deutsche
Intellektuelle im Exil Im Rahmen des Exils aus dem nationalsozialistischen Deutschland stellt der Versuch, in den USA eine Deutsche Akademie der Künste und Wissenschaften im Exil zu gründen, eine bisher wenig bekannte Unternehmung dar. Es ist weniger der letztlich auch aus finanziellen Gründen gescheiterte Versuch dieser Akademiegründung als die wichtige Tätigkeit der damit verbundenen Hilfsorganisation "American Guild for German Cultural Freedom", die Exilgeschichte geschrieben hat. Die Ausstellung verdeutlicht anhand ausgewählter Dokumente, Faksimiles und Fotos, welche Hilfe die "Guild" in Form von Geld und Ausreisevisa für Schriftsteller und Intellektuelle geleistet hat, die auf der Flucht vor den Nazis im besetzten Frankreich via Marseille nach Amerika wollten. Darunter waren bekannte Namen wie Anna Seghers und Ernst Bloch, aber auch sehr viele Unbekannte und heute Vergessene.
Die
Ausstellung wurde vom Deutschen Exilarchiv der Deutschen Bibliothek in
Frankfurt zusammengestellt und ist im Forum der VHS vom 24. 10. - 10.
11. 2005 zu besichtigen.
Exilerfahrung
und Kreativität
Wir
organisieren den Literaturaustausch zwischen deutschen und französischen
Autorinnen und Autoren und fördern die Übersetzung und Verbreitung
neuer Texte in beiden Sprachen.
Das
zweite Leben - Thomas Mann 1955-2005 Anlässlich des 50. Todestages von Thomas Mann am 12. August zeigt das Buddenbrookhaus die Ausstellung „Das zweite Leben – Thomas Mann 1955-2005“. In sieben Abteilungen illustrieren Hörinseln und -duschen, Filmstationen und Projektionen, Lesepulte und Textinstallationen das mediale Nachleben Thomas Manns. Diese literarische Installation nähert sich der Frage nach der aktuellen Bedeutung Thomas Manns über die wechselnden Sichtweisen seiner Wirkung. Thomas Mann war ein Meister der Selbstinszenierung. Er verstand es, die Wahrnehmung seines Werkes und seiner Person zu lenken. Doch damit ist das Bild, das sich die Nachwelt von ihm machte, keineswegs festgelegt. Unumstritten die Bedeutung des literarischen Werkes – umstritten der Autor selbst. Der Besucher kann sich auf einem chronologischen Pfad entlang der Stationen durch diese wechselvolle Wirkungsgeschichte begeben: Anfangs bestimmten Thomas Manns Selbstentwürfe das Bild. Medien und Wissenschaft pflegten die „offizielle“ Lesart vom Verteidiger der Humanität in der Tradition Goethes und vom Repräsentanten des Bildungsbürgertums. Zum 100. Geburtstag entzündete sich 1975 an der „devoten Glorifizierung“ Thomas Manns, an den Gedenkfeiern als „deutschem Exzess“ heftiger Widerstand. Eine weitere Abteilung thematisiert die Veröffentlichung der Tagebücher seit Ende der Siebzigerjahre. Sie boten nicht nur Einblick in die Werkstatt des Schriftstellers, sondern gaben auch Intimstes preis. Weitere Revisionen des Thomas Mann-Bildes wurden so in Gang gebracht: der Mensch Thomas Mann rüttelte posthum am eigenen Dichterdenkmal – ein geplanter Neuentwurf seiner selbst? Schließlich bemächtigte sich das Fernsehen Thomas Manns und entdeckte seine medialen Qualitäten als Patriarch einer schillernden Familie. Der Fernsehdreiteiler „Die Manns“ wurde 2001 gefeiert als „nationales Ereignis“, als die endgültige „Heimkehr“ Thomas Manns. Thematisch übergreifende Abteilungen widmen sich zum Einen den Reaktionen von Autoren auf das übergroße Werk des Kollegen und Vorgängers. Die Antwort auf die Frage „Was bedeutet Ihnen Thomas Mann“ diente über Jahrzehnte der Bestimmung des eigenen Standorts. Zum Anderen wird die divergente Wahrnehmung Thomas Manns in Ost und West sowie schließlich die Popularisierung seiner Werke durch den Film behandelt. „Das zweite Leben“ – eine erste Bilanz und der Versuch einer Antwort auf die Fragen: Wo befindet sich Thomas Mann im kulturellen Gedächtnis? Wer bestimmt den Ort? Und was gibt es hinter all den Thomas Mann-Bildern für uns heute noch zu entdecken? Moderne Ausstellungstechnik wirkt dabei als Kontrapunkt an historischem Ort: Die Katharinenkirche der Franziskaner aus dem 14. Jahrhundert ist ein Meisterwerk gotischer Baukunst – das angrenzende Katharineum besuchte Thomas Mann als Schüler.
"BRÜCKE
- Die Geburt des deutschen Expressionismus"
Brücke-Museum
in der Berlinischen Galerie Sie vereint ca. 220 Meisterwerke der "Brücke"-Künstler Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff, Pechstein, Nolde, Mueller und Amiet sowie ihrer künstlerischen Verwandten, wie Edvard Munch und Ferdinand Hodler, aus zahlreichen öffentlichen und privaten internationalen Sammlungen - zum Teil selten gezeigt, einige erstmals in Berlin zu sehen.
Nach
Madrid und Barcelona ist die Ausstellung des Brücke Museums Von Liebermann zu Pechstein - Kunst der Berliner Secession Noch bis zum 16.10.05
Aus
Anlass „100 Jahre Brücke 1905–1913“ zeigt das
Stadtmuseum
Berlin aus eigenen Beständen Malerei, Grafik und Skulptur
der Berliner Secession. In dieser Ausstellungsgemeinschaft hatten sich
die Brücke-Künstler 1908 in Berlin vorgestellt. Bernhard Wicki - Fotografien Bis 02.10.2005 Ausstellung -PINAKOTHEK DER MODERNE - KUNST Bernhard Wicki erlangte 1959 mit seinem Film »Die Brücke« Weltruhm, zuvor hatte er sich als Schauspieler in Film und Theater einen Namen gemacht. Bis heute unbekannt ist, dass Wicki in den 50er Jahren fotografierte und ein Werk hinterlassen hat, das nicht nur seine Arbeit als Regisseur vorbereitete, sondern eine individuelle künstlerische Handschrift trägt. Die Fotografie war für Wicki das entscheidende Instrumentarium, sich optisch auszudrücken. Die Ausstellung zeigt erstmals 80 Originalfotografien (Vintage Prints) aus dem Nachlaß des Künstlers. Der repräsentative Querschnitt durch das fotografische Werk wird in einem Katalogbuch (Kooperation Pinakothek-DuMont) dokumentiert und von einem Film- und Vortragsprogramm begleitet. Die Ausstellung wird 2006 vom Niederösterreichischen Landesmuseum, St.Pölten und anderen Institutionen übernommen. Ab September 2005 zeigt das Goethe-Institut e.V .eine Tourneeausstellung mit 40 Neuabzügen von Bernhard Wicki, die an ausgewählten Orten weltweit zu sehen sein wird.
Max
Beckmann Zwei Werke von Max Beckmann aus der Sammlung Frieder Burda geben den Anstoß zur ersten Ausstellung der Gemälde und Zeichnungen, die auf Beckmanns mehrfache Aufenthalte in Baden-Baden zurückgehen und Motive aus der Stadt und ihrer Umgebung verwenden. Schon 1923 entstand auf dem Höhepunkt der Inflation die drangvolle Gesellschaftsszene Tanz in Baden-Baden (Pinakothek der Moderne, München). Kern der Ausstellung sind zehn Gemälde und über zwanzig Zeichnungen und Skizzen, die auf Max Beckmanns Aufenthalte in Baden-Baden zwischen 1935 und 1937 und seine von dort aus unternommenen Spaziergänge zurückzuführen sind. Damals hielt sich der Maler jeweils für mehrere Wochen im renommierten Sanatorium Dr. Dengler auf, um seine angegriffenen Gesundheit zu stabilisieren. Er hatte sein Lehramt an der Frankfurter Städelschule mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten verloren und lebte zurückgezogen in Berlin. Kurze Zeit nach seinem letzten Besuch in Baden-Baden emigrierte er mit seiner Frau nach Amsterdam. Vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund und Beckmanns kritischer Lebenssituation erscheinen die Bildmotive aus der Kurstadt in einem neuen Licht.
La
Mémoire de l'Exil
Au
début de la Seconde Guerre Monidale, la tuilerie au village Les
Milles, près d’Aix-en-Provence, a été transformé
en camp d’internement pour “étrangers non-désirables”.
Entre 1939 et 1943, de nombreux artistes et intellectuels antifascistes
ont séjourné plus ou moins longtemps dans ce camp. Parmi
eux, de célèbres écrivains et peintres comme Max
Ernst, Golo Mann, Lion Feuchtwanger et Wols. Pour d'autres informations, cliquetez ici, svp. (PDF)
Renseignements/Inscriptions: Der Verein für deutsch-französischen Kulturaustausch PASSAGE & Co. bietet in diesem Jahr vom 29.8.-4.9. eine deutsch-französi-sche Schreibwerkstatt zum Thema Emigranten-Künstler in Aix-en-Provence und Marseille während des 2. Weltkriegs, insbesondere im Lager Les Milles, an. Für weitere Informationen, klicken Sie bitte hier (PDF-Dokument) KZ-Gedenkstätte Dachau bis 28. August 2005 Anton Zoran Music, 1909 in Bukovica bei Görz/Gorica/Gorizia geboren, wurde als Maler in Zagreb ausgebildet und ging 1943 nach Venedig, wo er im Oktober 1944 verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau verschleppt wurde. Dort zeichnete er heimlich und begann kurz vor der Befreiung die fürchterliche Situation im Lager zu dokumentieren. Sein Werk spürt seit den 1970er Jahren immer wieder den Erfahrungen des Graunes und des im Konzentrationslager Gesehenen nach.
"Seelenverwandt".
Ungarische Fotografen 1914 - 2003 „Seelenverwandt“ nennt der ungarische Schriftsteller Péter Nádas die von ihm kuratierte Ausstellung ungarischer Fotografien aus dem Zeitraum von 1914 bis 2003. Sie zeigt Arbeiten so berühmter Fotografen wie László Moholy-Nagy, André Kértesz, Brassaï, Lucien Hervé, Robert Capa, Eva Besnyö und Martin Munkacsi, aber auch von vielen bislang im Westen unbekannten Fotografen. Péter Nádas, der seine Berufslaufbahn selbst als Fotograf begonnen hat, wagt einen subjektiven Blick auf die Geschichte der ungarischen Fotografie im 20. Jahrhundert. Er zieht Verbindungslinien zwischen eigenen Fotografien und Fotografien derer, die Ungarn frühzeitig verlassen haben – und in Ländern wie Deutschland, Frankreich oder den USA bekannt geworden sind – und Fotografien derer, die im Land blieben. Nádas entdeckt überraschende Gemeinsamkeiten in der Wahl ähnlicher Themen und Motiven, die in einem speziellen Interesse ungarischer Fotografen an Geschichte begründet sein könnten. Besonders die Erfahrungen des 1. Weltkrieges haben die visuelle Wahrnehmung geschärft und das Interesse auf die Situation des Menschen in einer lebensfeindlichen Umwelt gelenkt. So scheinen die Fotografien des jungen André Kertész vom 1. Weltkrieg auf die späteren, in Paris entstandenen surrealistischen Motive zu verweisen. Gleichzeitig öffnen sie einen Spannungsbogen zu Robert Capas Fotografien vom 2. Weltkrieg. Dieses Interesse an den Lebensbedingungen der Armen und Entrechteten durchzieht seitdem wie ein roter Faden das Werk ungarischer Fotografen. Besonders die Fotografinnen Kata Kálmán, Klára Langer und Ata Kando beeindrucken durch sensible Reportagen und Porträts aus den 30er bis 50er Jahren. Hoffnung auf Veränderung gab es während der Zeit der ungarischen Räterepublik. Nach deren Sturz 1919 gingen viele Revolutionäre und Avantgardekünstler außer Landes: nach Paris, Berlin und Wien. László Moholy-Nagy wurde 1923 von Walter Gropius an das Weimarer Bauhaus berufen – der vielleicht erfolgreichste ungarische Künstler in Deutschland. 1925 erschien sein bedeutendes Buch „Malerei, Fotografie, Film“ in der Baushausreihe. Moholy-Nagy prägte entscheidend das Neue Sehen, er entwickelte das Fotogramm und erprobte gewagte fotografische Einstellungen: Impulse, die von ungarischen Studenten am Bauhaus wie Judit Kárász aufgenommen wurden. Die vom Bauhaus vertretene Synthese von Kunst und Leben zog auch die junge Budapester Fotografin Eva Besnyö 1930 nach Berlin. Sie wollte, wie auch ein Jahr später Endre Ernö Friedmann (der sich später Robert Capa nannte), der restriktiven politischen Situation unter dem Horthy-Regime in Ungarn entkommen. Beide hatten in Berlin Kontakte zu linken Kreisen. Fotografisch suchte Besnyö die Poesie im Alltag und im Alltäglichen, Capa engagierte sich für politische Themen. Nach 1933, mit Beginn der Naziherrschaft, mussten die in Berlin ansässigen ungarischen Fotografen aus Deutschland fliehen. Nádas stellt sein fotografisches Oeuvre in einen spannenden Dialog mit den Arbeiten der 29 anderen ungarischen Fotografen. Seine Philosophie „Schwarz von schwarz unterscheiden“ ist in vielerlei Hinsicht zu deuten: als Suche nach dem Unterschied zwischen Illusion und Realität und als Suche nach Klarheit über sich und die Welt.
Kunst
in Auschwitz 1940–1945 Das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau in Oswiecim besitzt eine weitgehend unbekannte, umfangreiche Sammlung bildender Kunst. Hierzu zählen 1470 Kunstwerke, die in der Zeit von 1940 bis 1945 im Konzentrationslager Auschwitz entstanden sind. Dieser Teil der heutigen Sammlung umfasst Stillleben, Landschaften, Karikaturen, Genreszenen und vor allem Porträts. Der 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ist uns Anlass, 150 Kunstwerke aus der Lagerzeit in einer Ausstellung zu präsentieren.
Max
Ernst: A Retrospective A founding member of the Surrealist group in Paris, German-born Max Ernst (1891–1976) was one of the most inventive artists of the 20th century. His paintings, steeped in Freudian metaphors, private mythology, and childhood memories, are regarded today as icons of Surrealist art. Comprising some 180 works, this exhibition—the first retrospective to be shown in New York in 30 years—includes his most important paintings, his celebrated collages, drawings, sculptures, and illustrated books lent by private and public collections in Europe and the United States.
Exile
and Patronage "This conference is being jointly organised by the Department of History of Art, the Department of Theology (both University of Birmingham), the George Bell Institute (Birmingham, UK), the Historisches Seminar, University of Zurich (Switzerland) and the Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, TU Dresden (Germany). It will take place at the Barber Institute of Fine Arts at the University of Birmingham, a superb location which combines an internationally admired art gallery with a concert hall and lecturing facilities. In the spirit of Bishop George Bell (1883-1958), who was a patron of refugees from National Socialism in the 1930s and 1940s, the conference is planned to be interdisciplinary, concentrating on the patronage of those refugees who became known in the fields of visual culture/fine art, music and drama publishing houses politics (including parties and party-affiliated organisations) the business world/companies (e.g. Marks & Spencer, BBC) and scholarship in the arts and humanities (theology, ancient history, contemporary church history, classics, archaeology and history of art). The conference seeks to explore patronage not only as a phenomenon involving individuals, but also as a co-operative and even corporate one embracing societies, movements, groups and companies. Although past conferences have dealt with the refugees' contributions to these fields (e.g. Hitler's Gift to Britain, London, Sept. 1996; Bildende Künstlerinnen und Kunsthistorikerinnen im Exil, Halle, Oct. 2000; Theologen im Exil - Theologie des Exils, Mainz, Nov. 1999 and German-Language Broadcasting of the BBC, London, Sept. 2002, Antike und Altertumswissenschaften in der Zeit von Faschismus und Nationalsozialismus, Zürich, 1998), none has so far explored the topic from the perspective of patronage. This conference will be the first to highlight patronage and with it touch on themes of cultural/intellectual/economic exchange and transfer. Though the organisers seek to focus principally on the exile in Britain (including, however, transit countries such as Switzerland, Czechoslovakia, France, the Netherlands and Scandinavia) and chronologically the period around the exile from Nazi Germany, abstracts are also invited beyond these boundaries, if they can make an important case of patronage. Furthermore, papers are welcome which examine the phenomenon of patronage and exile from a broader, theoretical viewpoint."
Brücken
über die Zeit Berlin und Dresden waren auch im vorigen Jahrhundert nicht nur vielschichtige Sammelbecken, sondern auch zentrale Schauplätze entscheidender künstlerischer und vor allem politischer Entwicklungen. Die hier ins Blickfeld gerückte Zeit - von 1933 bis 1961 - ist dabei von besonderer Brisanz. Kennzeichnet sie doch einerseits eine Zeit, die wohl zu den dunkelsten Kapiteln deutscher Geschichte gehört, aber andererseits auch den Neubeginn nach 1945, in der Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit und der Frage nach der Zukunft der abstrakten Malerei im Nachkriegsdeutschland Ost und West. Namen wie Max Liebermann, der - in hohem Alter als jüdischer Maler geächtet - 1933 von seinem Amt als Ehrenpräsident der Preußischen Akademie der Künste zurücktrat und Willi Baumeister, der als Lehrer an der Stuttgarter Kunstakademie weitreichenden Einfluss auf die nachrückende Künstlernachkriegsgeneration ausübte sind die künstlerischen Pole, zwischen Figuration und Abstraktion. Künstler wie die Bildhauer Käthe Kollwitz, Ernst Barlach, Ludwig Kasper, Hermann Blumenthal, stehen für eine Kunst, die auch unter schwierigen Bedingungen einem impressionistischen, ausdrucksbetonten oder strengen Realismus verpflichtet blieben. Sie überlebten die Zeit des Nationalsozialismus nicht, zerbrachen an ihr oder wurden Opfer des Krieges.
Entartete
Musik Als die Nazis 1933 an die Macht kamen, betrachteten sie dies als den Beginn eines politischen wie auch kulturellen Umsturzes. Sie wollten dem Pluralismus der Weimarer Republik ein Ende bereiten und verfolgten deshalb so unterschiedliche Musiker wie Arnold Schönberg, Ernst Krenek, Kurt Weill und Hanns Eisler, die als „nichtarische“ Künstler den Anforderungen der nationalsozialistischen Rassengesetzgebung nicht genügten. Angegriffen wurden aber auch „arische“ Musiker, die - wie etwa Paul Hindemith und Igor Strawinsky - engen Umgang mit Juden hatten oder mit einem jüdischen Partner verheiratet waren. Die thüringische Stadt Weimar war schon vor 1933 nationalsozialistisch infiltriert gewesen. Unter der Regierung Frick ließ Paul Schultze-Naumburg, der neue Direktor der Kunsthochschule, Gemälde von Bauhaus-Künstlern beseitigen. Zu weiteren prominenten Nazis in Weimar gehörten Baldur von Schirach, Heinz Drewes und Hans Severus Ziegler. Sie alle waren begeisterte Wagnerianer. Drewes organisierte als Leiter der Musik-Abteilung im Propaganda-Ministerium die ersten „Reichsmusiktage“ des neuen Staates, die am 22. Mai 1938, dem 125-ten Geburtstag Richard Wagners, in Düsseldorf begannen. Anlässlich dieser Reichsmusiktage eröffnete Ziegler, Generalintendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar, die Propaganda-Ausstellung „Entartete Musik“ für die er verantwortlich zeichnete. Als Vorbild diente ihm die Ausstellung „Entartete Kunst“ (München 1937). Neben dem Rekonstruktionsversuch der Ausstellung von 1938 durch Peter Girth und Albrecht Dümling (1988) zeigt die Ausstellung auch die Zerstörung des Musiklebens der Weimarer Republik und gibt, wie die „Reichsmusiktage“, einen kursorischen Überblick über das deutsche Musikleben in den Dreißigern.
Max
Ernst Ausstellung im Kulturforums Würth, Chur/ Schweiz
Die
Ausstellung ist dem bedeutenden Surrealisten Max
Ernst (1891 - 1976) gewidmet. Gezeigt werden druckgraphische
Arbeiten und Bücher aus der Sammlung Würth, Künzelsau/D,
die von 1919 bis 1974 das gesamte Spektrum dieses wesentlichen Mediums
in seinem Werk abdeckt. Darunter Hauptwerke wie "La Femme 100 têtes",
"Histoire naturelle", "Une Semain de bonté"
Bernhard
Heisig - Die Wut der Bilder
"Das
ist ein Künstler, Bernhard Heisig ist einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart. Das ist der Grund, warum Bundeskanzler Gerhard Schröder die Eröffnung der Ausstellung Bernhard Heisig - Die Wut der Bilder im Museum der Bildenden Künste in Leipzig vornahm. Entgegen der naheliegenden Annahme, der Bundeskanzler wolle nur kurzfristig die Aufmerksamkeit von seiner gerade in den letzten Tagen nicht unumstrittenen "Politik" ablenken, ist das Verhältnis von Gerhard Schröder gerade zur dynamisch-expressiven gegenständlichen und nicht gegenständlichen Kunst nicht auf Kurzfristigkeit angelegt. Schon vor Jahren konnte man von einem befreundeten Galeristen über den ein oder anderen Künstler vernehmen, daß es sich um einen Künstler handele, von dem auch der Kanzler angetan sei. Allerdings handelt es sich bei Bernhard Heisig um einen Künstler, der die deutsche Geschichte und die eigene Rolle darin schonungslos reflektiert, der in der Verarbeitung des eigenen Erlebten eine politische Konnotation an den Tag legt. Diese Konnotation auf die künstlerische Propaganda der DDR reduzieren zu wollen - deren Nationalpreis Heisig 1978 erhielt -, greift erheblich zu kurz.
relativ
jüdisch. Eine Ausstellung im historischen Repräsentantensaal der Jüdischen Gemeinde Berlin im Centrum Judaicum bis 6. Mai 2005 und vom 1. bis 30. September 2005. Albert Einstein bezeichnete sich selbst – nach einer frühen religiösen Phase – als „konfessionslos“. Er lehnte die Vorstellung eines persönlichen Gottes ab. Zugleich war Einstein im Judentum tief verwurzelt. Konfrontiert mit dem Antisemitismus in Deutschland, erlebte er die jüdische Gemeinschaft als eine Schicksals-gemeinschaft. Ende des Jahres 1932 in den USA beschloss Einstein nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, nicht mehr nach Deutschland zurückzukehren. Von seinem Exil aus konnte er zahllose Verfolgte unterstützen, die sich hilfesuchend an ihn gewandt hatten. Als Einstein nach 1945 vom Ausmaß des Völkermordes an den europäischen Juden erfuhr, war er derart erschüttert, dass er nie wieder deutschen Boden betrat. Für Einstein standen kulturelle und politische, nicht religiöse jüdische Aspekte im Vordergrund. Ein wichtiges Anliegen war ihm ein friedlicher Ausgleich zwischen jüdischen und arabischen Interessen. Bis zur Gründung des Staates Israel 1948 trat Einstein für eine binationale Lösung in Palästina ein. Gegen Ende seines Lebens bezeichnete er sein Verhältnis „zum jüdischen Volke“ als „die stärkste menschliche Bindung“, die er jemals hatte.
Warschau
- Hauptstadt der Freiheit - Der Warschauer Aufstand - August bis Oktober
1944 Eine Ausstellung des Rates zum Schutz des Gedenkens an Kampf und Martyrium, Warschau, der Botschaft der Republik Polen, Berlin, und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin
Fritz
Grünbaum: "Grüß mich Gott"
Die
Ausstellung stellt Leben und Schaffen des österreichischen Kabarettisten
der Zwischenkriegszeit, des Operetten-, Revue- und Drehbuchautors, des
Bühnen- und Filmschauspielers und auch des Kunstsammlers Fritz Grünbaum
dar.
17.
Februar bis 8. Mai 2005 Unbekannte Modefotos von Helmut Newton in Monaco, bis 24. April 2005
Robert
Capa - Retrospektive
Dem
Fotografen Robert Capa,
der große Freund von Henri Cartier-Bresson, wird von Januar bis
April 2005 im Martin-Gropius-Bau eine außergewöhnliche Retrospektive
gewidmet. Sie wurde von der Bibliothèque Nationale de France in
Paris konzipiert. Felix Nussbaum – Ein deutscher Maler der Moderne Ausstellung bis 28. März 2005 Paul Klee, Max Beckmann und Pablo Picasso: Dies sind nur einige der vielen bekannten Maler, deren Werke in der großen Jubiläumsausstellung "Zeit im Blick - Felix Nussbaum und die Moderne" anlässlich des 100. Geburtstages des in Osnabrück geborenen Malers Felix Nussbaum bis 28. März im Felix-Nussbaum-Haus präsentiert werden. Jawlensky: Meine liebe Galka! 23. Oktober 2004 bis 13. März 2005 im Museum Wiesbaden Im Jawlensky-Jahr 2004 ehrt das Wiesbadener Museum den bedeutendsten Künstler der Stadt, den Maler Alexej von Jawlensky, zu seinem 140. Geburtstag mit einer großen Sonderausstellung. Thematischer Schwerpunkt ist die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem russischen Expressionisten und seiner Agentin und Freundin Galka Scheyer. Mit rund 120 Gemälden bietet die Ausstellung einen umfassenden Überblick über Jawlenskys künstlerisches Gesamtwerk. Sie verfolgt insbesondere seinen Weg als Mitglied der Künstlergruppe "Die Blaue Vier" in die damals noch sehr junge internationale Kunstszene Amerikas. Zugleich fächert sie ein Stück lokaler Entstehungs- und Wirkungsgeschichte seines Werkes im Wiesbaden der 20-er und 30-er Jahre auf.
Weitere
Infos finden Sie hier: Ausstellung bis 27.02.2005 in der Pinakothek der Moderne, München Der litauisch-jüdische Künstler Moï Ver (1904-1995), in den 20er Jahren Student am Dessauer Bauhaus und Freund des ungarischen Konstruktivisten Laszlo Moholy-Nagy, kam 1929 nach Paris. In spannungsgeladenen und atemberaubend neuen Fotografien erschafft er ein rhythmisiertes Kaleidoskop der modernen Metropole. 1931 erschien sein Bildband "Paris" mit überwälti-gendem Erfolg. Im gleichen Jahr entstand der Buchentwurf "Ci-Contre" ("Gegenüber") mit 110 Originalfotografien. Dieser konnte jedoch in der Folge von 1933 - Moï Ver ging ins palästinensische Exil - nicht mehr realisiert werden. Anlässlich des 100. Ge-burtstags des Künstlers wird "Ci-Contre" erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Parallel erscheint mit mehr als 70 Jahren Verzögerung das Buch in der von Moï Ver konzipierten Fassung.
Ausstellung: Frankreich als Exil- und Durchgangsland für vom NS-Regime verfolgte Musikschaffende Bis zum 6. März im Palais Clam-Galas, Wien/ Österreich http://www.doew.at/aktuell/france.html
Eduard
Bargheer (1901-1979) – Retrospektive in Aquarellen
16.01. – 27.02.2005, Von der Heydt-Museum, Wuppertal
Florenz am Abend, 1936 Eduard Bargheers Schaffen entwickelte sich von nachexpressionistischen Anfängen zu einer abstrahierenden, dennoch gegenständlich gebundenen Farb-Licht-Malerei. Ihren unmittelbarsten und persönlichsten Ausdruck fand sie in der Aquarell-Malerei, die ihm so wichtig war wie das „Atmen“ selbst. Erstmals zeigt diese gemeinsam mit dem Eduard-Bargheer-Haus in Hamburg als Nachtrag zum 25. Todestag Bargheers realisierte Ausstellung mit 140 Werken eine umfassende Retrospektive des Künstlers ausschließlich in Aquarellen. Von frühen, sensibel aufgefassten Elblandschaften aus den 20er und 30er Jahren über die während des Zweiten Weltkriegs im italienischen Exil geschaffenen Arbeiten bis zu dem auf Ischia, der zweiten Heimat Bargheers, entstandenen Spätwerk der 50er und 60er Jahre und den Motiven seiner Afrika-Reisen dokumentiert die Ausstellung alle wichtigen Stationen im Leben und Schaffen Bargheers. Die Faszination des südlichen Lichts führte zur Ausprägung seines „orphisch-kristallinen“Stils, mit dem Bargheer, ein moderner Deutsch-Italiener wie Hans Purrmann, Werner Gilles und Max Peiffer Watenphul, seine eigenständige Position in der Auseinandersetzung mit Figuration und Abstraktion behauptet.
http://www.von-der-heydt-museum.de/untermenus/ausstellung/ Josef and Anni Albers: Designs for Living The first retrospective ever of the pioneering artists' iconic as well as relatively unknown designs for everyday living. 1.10.2004 - 27.2.2005
Weitere
Infos finden Sie hier: Zum 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen die Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz. Etwa 1,5 Millionen Menschen wurden dort ermordet. Auschwitz, heute Gedenkstätte, wurde zum Synonym für den Völkermord und den Rassenwahn der Nationalsozialisten. Seit 1996 ist der Tag der Befreiung des Lagers Auschwitz in der Bundesrepublik Deutschland offizieller Gedenktag. Beiträge in Hörfunk und Fernsehen: http://www.lernzeit.de/sendung.phtml?detail=421586 http://www.swr.de/kriegsende/print6.html http://www.daserste.de/auschwitz
http://www.heute.de/ZDFde/einzelsendung/0,1970,2429021,00.html http://www.ard-digital.de/index.php?id=3401&languageid=1 http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID907860,00.html http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID907860,00.html Weitere Links:
http://www.un.org/ga/28special/index.html
http://www.bundestag.de/aktuell/gedenktag/index.html
http://www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?url=443459.htm Wien - La Paz - Montevideo. Die Sammlung Fritz Kalmar
Vitrinenausstellung
in der Bibliothek des Literaturhauses
Wien
Max
Beckmann / Friedrich Vordemberge-Gildewart Apokalypse und Utopie
Im
Jahre 1937 suchte Max Beckmann
in Amsterdamer Exil Zuflucht vor der Verfolgung durch die nationalsozialistische
Kunstpolitik. 1941 schuf er dort Entwürfe zu einer Edition über
die Johannesapokalypse. Diese lange verschollenen Blätter, eine Vision
der eigenen grauenvollen Wirklichkeit, stehen nun für eine Ausstellung
zur Verfügung, die ihren Ausgangspunkt im Museum
Wiesbaden nimmt und die danach noch in Goch, Heidelberg,
Osnabrück und abschließend im MMK Frankfurt gezeigt wird.
„Bauhaus
- Möbel. Eine Legende wird besichtigt“ Die bedeutendste europäische Schule für Gestaltung und Architektur im 20. Jahrhundert wurde 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet. Er verlieh seiner Vision von der Erneuerung des Menschen den programmatischen Titel "Bauhaus". Die Schule sollte ähnlich den mittelalterlichen Dombau-hütten sämtliche Gewerke unter einem Dach vereinen: Tischlerei, Bildhauerei, Werkstätten für Metall, Keramik, Wandmalerei, Weberei, Reklame, Fotografie und Bauhausbühne. Ein obligatorischer Vorkurs half den Studierenden, bisher Gelerntes über Bord zu werfen, um die Sinne frei zu machen für eine visuelle und haptische Neuerkundung der Umwelt. Festliche Eröffnung des ersten Abschnitts eines "Museums" oder "Zentrums der verfemten bzw. verfolgten Künste". Sonntag, 12. Dezember 2004, 11 Uhr Damit wird ein Teil der (Bilder-)Sammlung Gerhard Schneider der Öffentlichkeit übergeben und künftig permanent im Museum Baden, Solingen-Gräfrath ausgestellt. Der Sammler Schneider hat Bilder verfemter Künstler im Wert von einer halben Million Euro eingebracht in die Bürgerstiftung verfemte Künste, für die Solinger Mäzene dankenswerterweise 1 Million Euro zur Verfügung gestellt haben. Mitwirkende dieser Gemeinschaftsveranstaltung mit der Else-Lasker-Schüler-Stiftung "Verbrannte und verbannte Dichter und Künstler" sind u.a. ein Musikensemble mit Werken verfolgter Komponisten und der tschechische Exilpoet Jaromir Konecny. Die Berliner Schauspielerin Susanne Lothar liest Texte verbrannter Dichter, darunter Selma Meerbaum-Eisinger, Else Lasker-Schüler, Walter Mehring, Robert Musil, Hans Sahl, Rose Ausländer, Nelly Sachs. Moderation: Hajo Jahn. Die Eröffnungsveranstaltung findet aus Platzgründen leider nur für geladene Gäste statt - wir bitten um Verständnis. Die gestifteten Bilder aus der Sammlung Gerhard Schneider sollen künftig auch für Einzelveranstaltungen zu Spezialthemen im In- und Ausland zur Verfügung stehen. Zudem sollen indiesem Zentrum Veranstaltungen mit Filmen, Musikwerken, der Architektur und Literatur zu Themen wie Zensur, Verfolgung, Exil in Vergangenheit und Gegenwart stattfinden oder für andere Veransxtaltungsorte organisiert werden. Klicken Sie hier, um die Einladung als PDF-Dokument zu öffnen
Die
unbekannte Moderne 27. 08. - 01. 11. 2004 im AugustinerMuseum Freiburg Die Kunst der Klassischen Moderne genießt beim heutigen Museumspublikum hohes Ansehen. Umso erstaunlicher ist vor diesem Hintergrund, dass es herausragende Künstler und Künstlerinnen der 20er und 30er Jahre gibt, die selbst Kunstinteressierte nicht kennen. Es sind jene um 1890/1900 Geborenen, die erst im Begriff waren, sich zu etablieren, als sie von den Nazis als „entartet“ verfemt und mit Malverbot belegt wurden. Der Wiederentdeckung dieser „verschollenen Generation“ widmet sich der Sammler Gerhard Schneider. Seine Kollektion umfasst figurative Werke der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts, die im Spannungsfeld von Expressionismus, Realismus und kritischem Verismus stehen. Für Freiburg wurden rund 250 Graphiken und Gemälde ausgewählt, welche die dramatischen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen jener Zeit eindrucksvoll spiegeln. Ergänzend wird in einem Raum die Beschlagnahme von Werken „entartete“ Kunst im Augustinermuseum dokumentiert, die 1937 knapp 200 Graphiken und 17 Gemälde betraf.
Weitere
Infos finden Sie hier: Die Dritte Front. Literatur in Brandenburg 1930 bis 1950 Ausstellung des Brandenburgischen Literaturbüros und des Deutschen Rundfunkarchivs in Kooperation mit dem HBPG vom 4. September bis 31. Oktober 2004 1940 schreibt der Schriftsteller Herbert Scurla - zu DDR-Zeiten als Biograph von Wilhelm und Alexander von Humboldt und Rahel Varnhagen bekannt - in seinem Buch "Die Dritte Front", im "totalen Krieg" seien "die geistig-moralischen Kräfte des Volkes ebenso entscheidend wie die militärisch-politischen und ökonomischen". Ausstellung und Buch zeichnen, bezogen auf Brandenburg, den Verlauf der "geistig-moralischen Front" auf schriftstellerischem Gebiet für die politisch wechselvollen Jahre von 1930-1950 nach. Vorgestellt werden verschiedene Schreib- und Lebensmuster von Schriftstellern und Wissenschaftlern im Dritten Reich und der DDR. Ins Blickfeld geraten außerdem Parallelitäten beim Versuch der verschiedenen politischen Systeme, die Autoren mit Mitteln der Restriktion oder Förderung für die "Dritte Front" gefügig zu machen.
Weitere
Infos finden Sie hier:
http://www.potsdam.de/live/contentpe/
Theo
Balden: Facetten eines Lebenswerks 31. 10. - 05. 12. 2004 Das Werk von Theo Balden (1904-1995) ist für die deutsche Kunstgeschichte des 20.Jahrhunderts von großer Bedeutung. "Wie die Natur zu schaffen" und in die sie bewegenden Energien einzutauchen - dieser ästhetischen Perspektive verpflichtete sich der Künstler ein Leben lang. Über die Expressivität der frühen Jahre und die narrativen Bildfindungen der Nachkriegszeit findet er zur organisch fließenden Formensprache der anthropomorphen Figuren im Alterswerk. Sein Schaffen beginnt in den 1920er Jahren und umfasst nach dem Zweiten Weltkrieg - in seiner Entfaltung ebenso wie in den Brüchen - alle Phasen der Kunstentwicklung in der DDR mit ihren besonderen Bedingungen. Nach der Ausbildung am Weimarer Bauhaus und Jahren freischaffender Arbeit gerät Balden als Mitglied der ASSO und einer antifaschistischen Widerstandsgruppe in Gestapohaft und emigriert 1935 vor den Nationalsozialisten nach Prag, 1939 nach London. Zwischen 1941 und 1947 wird er im englischen Derby künstlerisch tätig und begegnet Henry Moore, dessen bildhauerische Konzeption ihn nachhaltig beieinflusst. Als er 1947 nach Deutschland zurückkehrt und sich in Ostberlin niederläßt, wird er zur Lehrer- und Brückenfigur für eine Vielzahl von jungen ostdeutschen Künstlern und vermittelt zwischen der Moderne Westeuropas und dem kulturpolitischen Anspruch der DDR. Am 6. Februar 2004 jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag dieses Künstlers und gibt uns Gelegenheit, einen Überblick über die verschiedenen Facetten seines Werkes zu wagen, dabei seine humanistische Vision ebenso zu würdigen wie die monumentale Perspektive selbst noch im kleinplastischen Format. http://www.kunsthalle-erfurt.de/2004/2004_content.htm Oscar Straus Sonderausstellung
Das
HAUS
DER MUSIK präsentiert in seinem Sonderausstellungsraum Oscar Straus (1870 - 1954) - Leben und Werk
In
dem kleinen Schauraum, der über den Innenhof bei freiem Eintritt
täglich von 10 - 22 Uhr zu betreten ist, sowie in zwei angrenzende
großen Vitrinen im Innenhof präsentiert das HAUS DER MUSIK
im Zweimonatsrhythmus ausgewählte Sonderausstellungen.
Am 24. Januar 2004 jährte sich zum 50. Mal der Todestag von Oscar
Straus. Dies war Anlass für Frau Inge Prebil-Straus und die Leitung
des HAUS DER MUSIK in Wien den Weltbürger der Musik - die Spannweite
seiner Opera umfasst symphonisches, kammermusikalisches, Ballett, Cabarettlied,
Operette, Filmschlager - in einer Ausstellung zu würdigen.
Wassily
Kandinsky
01.08.
- 19.09.2004 im Von-der-Heydt-Museum,
Wuppertal
Die
Ausstellung zeigt Werke des russischen Malers Wassily Kandinsky, der 1866
in Moskau geboren und 1944 in Neuilly-sur-Seine gestorben ist, und zeigt
seine Entwicklung von seinen Anfängen um 1900 bis ins Jahr 1921,
als der Maler eine Lehrtätigkeit am Bauhaus in Weimar übernahm. Aus Anlaß des 100. Geburtstags von Rudolf Arnheim am 15. Juli 2004 richtet das Filmmuseum Düsseldorf bis zum 22. August im Foyer eine Ausstellung zu Ehren des renommierten Medientheoretikers und Kunstpsychologen aus. Rudolf Arnheim, Träger des Käutner-Preises der Stadt Düsseldorf 1999, lebt heute in Ann Arbour/USA. Prof. Arnheim arbeitete als Redakteur der legendären "Weltbühne" mit Carl von Ossietzky, Kurt Tucholsky und Erich Kästner zusammen und veröffentlichte 1932 noch das Standardwerk "Film als Kunst", bevor er als Jude nach der Machtergreifung der Nazis emigrieren musste.
Der
runde Geburtstag bewog den Freundeskreis des Filmmuseums Düsseldorf,
eine kleine Ausstellung im Foyer des Museums zu organisieren. Es werden
auch Briefe, Fotos und Zeitungsausschnitte aus dem "Vorlass"
im Literaturarchiv Marbach zu sehen sein. Ein Interview mit Rudolf Arnheim
wird auf Video zu sehen sein. Zur Eröffnung ist am 15. Juli um 19
Uhr im Studio des Filmmuseums eine kleine Veranstaltung geplant, bei der
auch Prof. Helmut Diederichs von der Fachhochschule Dortmund anwesend
sein wird. "So habe ich es also mit dem Buch einfach gewagt" - Peter Suhrkamp und sein Jahrzehnt in Frankfurt am Main Peter Suhrkamp blieben nach seiner Verlagsgründung 1950 in Frankfurt noch neun Jahre Lebenszeit, in denen er das literarische Profil der Bundesrepublik prägte. Die bisher unbekannten Exponate aus seinem Nachlass veranschaulichen seine Biographie, seine Arbeit und sein Werk genauso wie die Entstehung der Werke seiner Autoren: Brecht, Hesse, Adorno, Frisch, Enzensberger, Walser, Proust und Eliot markieren auch in der Ausstellung Peter Suhrkamps Stationen, deren letzte die Übergabe des Verlags an Siegfried Unseld bildet. Im Rahmen der 90-Jahrfeier.
Campus
Bockenheim, Bockenheimer Landstr. 134-138, Stadt- und Universitäts-bibliothek,
B-Ebene. Kurt Weill in Bregenz Der 59. Festivalsommer am Bodensee setzt den diesjährigen Schwerpunkt auf Kurt Weill. Erstmals stehen die Bregenzer Festspiele damit im Zeichen eines bedeutenden Komponisten, dessen Werk sich durch das ganze Programm zieht: Aus Weills Frühwerk werden die Operette in 2 Akten Der Kuhhandel und die Ballettoper Die sieben Todsünden zu sehen sein. Beide Werke entstanden in der intensiven Zusammenarbeit mit Bertold Brecht an der Wendestelle in ihren Biographien, der Emigration 1933. http://www.bregenzerfestspiele.com
"Ich
bin in mir selbst zu Hause". Anna Mahler (1904-1988)
Anna
Mahler, Tochter von Alma Mahler-Werfel und Gustav Mahler, ist eine faszinierende
Gestalt der Kulturgeschichte.
Bertolt
Brecht und Hans Tombrock -Eine
Künstlerfreundschaft im skandinavischen Exil
Bisher z.T. noch nie in der Öffentlichkeit gezeigte Bilder eines
weitgehend unbekannten, engen Künstler-Freundes Bertolt Brechts werden
dort gezeigt. Die bunteste und an Abenteuern reichste Biografie unter
allen engen Freunden Bertolt Brechts hatte gewiss Hans Tombrock.
In
dieser Ausstellung sind Werke von ihm nach siebzig Jahren in großer
Fülle endlich wiederzusehen und werden gewiss auch Sie in ihrer expressiven
Kraft überzeugen!
Charlotte
Salomon (1917-1943) Ausstellung bis 22. August 2004 im Städtel-Museum, Frankfurt am Main
„Das
ist mein ganzes Leben“, so charakterisiert Charlotte Salomon ein
Konvolut von etwa 1300 Gouachen, die sie in einem energischen Schaffensdrang
zwischen 1940 und 1942 in Südfrankreich gemalt hat. Katalog im Prestel-Verlag, München 448, 860 Abbildungen, 29,90 (im Buchhandel 59) Euro
Helmut
Newton in Berlin Seit dem 4. Juni ist es soweit. Von diesem Tage an wird das Werk von Helmut Newton und seiner Frau June im Landwehr-Casino am Berliner Bahnhof Zoo zu besichtigen sein. Wenige Monate vor seinem Tod hatte der Fotograf, der zu den bestverdienenden der Welt zählte, sein Lebenswerk der Stiftung Preußischer Kulturbesitz als Dauerleihgabe überlassen. In den extra hergerichteten Ausstellungsräumen wird Newtons Sammlung auf rund 2600 Quadratmetern gezeigt. Bis 1993 beherbergte der 1909 errichtete klassizistische Bau die Kunstbibliothek. Ihr galt angeblich Newtons letzter Blick, bevor er 1938 vor den Nazis aus Deutschland floh. Die Umbaukosten trägt die Helmut-Newton-Stiftung, den jährlichen Unterhalt wird die Stiftung Preußischer Kulturbesitz bestreiten.
An
die 1000 Werke umfasst Newtons Nachlass, der in wechselnden Ausstellungen
dokumentiert wird. Den Anfang machen «Sex And Landscapes»
und «Us And Them». Dabei sind Selbstporträts des Ehepaares
und Aufnahmen von Berühmtheiten zu sehen. Die Witwe June Newton steuert
ein Bild bei, das sie von sich und ihrem Mann im Krankenhaus aufgenommen
habe.
Schwitters
Arp
Das
Kunstmuseum Basel widmet Hans Arp (1886–1966) und Kurt Schwitters
(1887–1948) eine grosse Sonderausstellung
Kurt
Schwitters Bis zum 22. August 2004 im Tinguely Museum, Basel
"Verdrängt,
vertrieben aber ncht vergessen"
Carl
Einstein im Exil – Kunst und Politik in den 30er Jahren Carl-Einstein-Kolloquium an der Universität zu Köln, Zentrum für Moderneforschung 8.-10. Oktober 2004 Lesen Sie hier weiter... „Verehrt und Verfemt. Chagall und Deutschland“
Die
Stiftung „Brandenburger Tor“ zeigt vom 1. Mai bis 1 August
2004 die Ausstellung „Verehrt und Verfemt. Chagall
und Deutschland“ im Max
Liebermann Haus am Brandenburger Tor. Schwerpunkt der Ausstellung
ist die Darstellung der nicht einfachen Beziehung zwischen Chagall und
Deutschland, die den Künstler ein Leben lang beschäftigte. Unter
den ca. 140 gezeigten Werken finden sich neben bekannten Gemälden,
Zeichnungen und Lithographien auch Arbeiten, die in Deutschland bislang
nicht zu sehen waren. Die Ausstellung geht den Fragen nach, warum die Deutschen Chagall zu ihrem Lieblingsmaler erkoren haben, und was sein Werk in den Augen des deutschen Publikums so bedeutsam macht. Dies ist insofern spannend und erstaunlich, als der Künstler bei seinen ersten Ausstellungen in Deutschland 1913 noch zu der „Horde farbenklecksender Brüllaffen“ gezählt und seine Werke öffentlich als „Kunstirrsinn“ diffamiert wurden. Die Ausstellung im Max Liebermann Haus gliedert sich in drei Teile: Chagall als jüdischer Künstler der Moderne in Berlin (1913 – 1933), Entartete Kunst – der Künstler bezieht Stellung gegen Unmenschlichkeit (1933 – 1945) und Biblische Botschaften und Versöhnung(1945 – heute). "Im Kino In fünf Kontinenten zugleich ist meine Heimat" (Claire Goll)
Pioniere
in Celluloid
Sie
nannten sich Joe May oder Joseph Delmont, Richard Oswald oder Max Mack,
Paul Leni oder Carl Grune: Namen, zum Teil schon für den internationalen
Markt gemacht, sicher aber für den Aufbruch aus vorgezeichneten Existenzen,
die jene erwarteten, die Ornstein, Grünwald, Myrthenzweig oder Levi
hießen.
Wassily
Kandinsky: Der Klang der Farbe
Die
hochkarätige Schau setzt bei Kandinskys malerischen Anfängen
während seiner ersten Münchner Jahre an und führt in seine
Begegnung mit dem Expressionismus während seiner Reisen nach Italien
und Paris über. Zentral ist jedoch das Kapitel, das Kandinskys Weg
in die Abstraktion verfolg. Schlussendlich folgt die Schau dann dem Maler
1914 nach Russland und bis hin zu seiner Rückkehr nach Deutschland
1921.
Der
Grüne Tisch Es ist eine kleine Sensation für Mainz, dass mit "Der Grüne Tisch" das bedeutendste Werk des Choreographen Kurt Jooss, Mitbegründer der Folkwangschule in Essen und Wegbereiter des Tanztheaters, im Staatstheater gezeigt werden kann. Die Musik für zwei Klaviere wird in der Mainzer Produktion von Michael Millard und Olaf Joksch live interpretiert. Das pazifistische Epos über die Sinnlosigkeit und endlose Wiederkehr des Krieges gewann 1932 beim Choreographischen Wettbewerb in Paris den 1. Preis und machte Kurt Jooss über Nacht weltberühmt. Bis heute hat das Stück, das die grausamen Machenschaften und den Zynismus der Mächtigen an-prangert, nichts von seiner Faszination und Gültigkeit verloren. Premiere am 8. Mai 2004, Großes Haus http://www.staatstheater-mainz.de/html/Monat/Auffuehr/Auf420.html Ausstellung im Auswärtigen Amt: "Hommage an Pablo Neruda - Abwesenheit und Anwesenheit. Fotografien von Luis Poirot" Aus Anlass des 100. Geburtstags des chilenischen Dichters und Nobelpreisträgers für Literatur Pablo Neruda zeigt das Auswärtige Amt in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Republik Chile bis zum 12. Juli 2004 die Ausstellung "Hommage an Pablo Neruda - Abwesenheit und Anwesenheit. Fotografien von Luis Poirot". Mit seinen Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Pablo Neruda, dessen Haus in Isla Negra, Familie und Freunden eröffnet der chilenische Fotograf Luis Poirot dem Betrachter die Welt des berühmten Poeten, dessen Werke zu den meistübersetzten des 20. Jahrhunderts gehören. Die Ausstellung im Lichthof des Auswärtigen Amts ist vom 24. Juni bis 12. Juli 2004 jeweils zwischen 08.00 und 22.00 Uhr und aufgrund einer Veranstaltung am Mittwoch, 30.06.2004, bis 19.00 Uhr der Öffentlichkeit zugänglich. Der Eintritt ist frei.
Der
Grüne Tisch Es ist eine kleine Sensation für Mainz, dass mit "Der Grüne Tisch" das bedeutendste Werk des Choreographen Kurt Jooss, Mitbegründer der Folkwangschule in Essen und Wegbereiter des Tanztheaters, im Staatstheater gezeigt werden kann. Die Musik für zwei Klaviere wird in der Mainzer Produktion von Michael Millard und Olaf Joksch live interpretiert. Das pazifistische Epos über die Sinnlosigkeit und endlose Wiederkehr des Krieges gewann 1932 beim Choreographischen Wettbewerb in Paris den 1. Preis und machte Kurt Jooss über Nacht weltberühmt. Bis heute hat das Stück, das die grausamen Machenschaften und den Zynismus der Mächtigen an-prangert, nichts von seiner Faszination und Gültigkeit verloren. Premiere am 8. Mai 2004, Großes Haus http://www.staatstheater-mainz.de/html/Monat/Auffuehr/Auf420.html
"München
arisiert"
Altstadt
· Am 22. April wurde im Alten Rathaussaal, die Ausstellung »München
arisiert – Entrechtung und Enteignung der Juden in der NS-Zeit«
eröffnet. Zu sehen ist die Ausstellung bis 13. Juni in den Kunstarkaden,
Sparkassenstraße 3.
Die
Erde brennt
Auschwitz-Prozess,
4 Ks 2/63, Frankfurt am Main
Die
Ausstellung über den Auschwitz-Prozess („Strafsache gegen Mulka
u.a.“, 4 Ks 2/63), der vor vierzig Jahren in Frankfurt am Main stattfand,
wurde am 27. März im Frankfurter „Römer“ und im
Haus Gallus eröffnet. Bis zum 23. Mai wird die Ausstellung dort,
am historischen Ort, zu sehen sein. Anschließend wird sie als Wanderausstellung
an mehreren Orten Station halten...
"David
Ludwig Bloch: Meine Bilder sind meine Sprache" Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Dachau vom 30. Januar bis zum 3. Mai 2004 Lesen Sie hier weiter... Bertolt Brecht und die Schweiz Eine Ausstellung des Strauhofs Zürich in Zusammenarbeit mit der Stiftung Archiv der Akademie der Künste, Berlin Lesen Sie hier weiter... Max Liebermann
Poesie des einfachen Lebens
Hommage
an Fritz Lang
http://www.musee-orsay.fr/ORSAY/orsaygb/Html.nsf/VLien/Evenement?openDocument
Brandspur
der Bücher... http://www.els.gesellschaft.wtal.de/termine/termine.html
Albert
Einstein - Mann des Jahrhunderts http://www.ddb.de/news/veranst_einstein_2.htm http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/tipps/62682/ Alfred Kerr Lesung
http://www.adk.de/deutsch/akt_vera_fst.html http://www.all-in.de/redsys/c.php/allin/nachrichten/druck.php?id=280539 Verehrt und verfemt - Chagall und Deutschland Chagall und Deutschland – das ist die komplizierte, ein Leben lang andauernde Wechselbeziehung zwischen einem der bedeutendsten Künstler der Moderne und einem Land, das zu Anfang des 20. Jahrhunderts einen ungeheuren künstlerischen Aufbruch erlebte, der jedoch durch den Nationalsozialismus abrupt beendet wurde. Jüdisches Museum Frankfurt, 2. Februar bis 18. April 2004 http://www.juedischesmuseum.de/wechselausstellungen/chagall.html Brecht & Piscator Experimentelles Theater im Berlin der 20er Jahre 30. Januar bis 12. April 2004 Lesen Sie hier weiter... "Verdrängt, vertrieben aber ncht vergessen" Unter diesem Motto ist noch bis zum 4. April 2004 eine Ausstellung des Hamburger Historikers und Publizisten Wilfried Weinke im Altonaer Museum zu sehen, mit der die Arbeiten von vier jüdischen Porträt-Fotografen gewürdigt werden. Lesen Sie hier weiter... Kurt-Weill-Festival Das diesjährige 12. Kurt-Weill-Festival in Dessau widmet sich mit fast 30 Veran-staltungen dem Motto „Stadtkultur. Über 300 Künstler, u.a. aus den USA, Frank-reich, Israel und Deutschland, sind in der Bauhaus-Stadt vom 27. Februar bis zum 7. März zu Gast. Den Auftakt des diesjährigen Festivals bildet die Premiere der Kurt-Weill-Oper „Street Scene“ in einer Inszenierung von Nicolas Muni, dem künstlerischen Leiter der Cincinnati Opera. Besonderer Gast in Dessau wird Esther Ofarim sein, die erstmals in den Neuen Bundesländern auftritt und ein von Weill bearbeitetes jüdisches Volkslied in ihrem Repertoire mitbringen wird. http://www.jazzdimensions.de/live/festivals/kurt_weill_fest_2004.html http://www.hagalil.com/archiv/2004/01/weill.htm "Regards au-delà de l'oubli - Blicke gegen das Vergessen"
Das
ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof im Elsass |