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Betteln ist eine sehr unangenehme Sache, betteln aber und nichts bekommen ist noch unangenehmer. (Heinrich Heine) Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können sie uns mit beim weiteren Aufbau dieses Zentrums! Vielen Dank für Ihre Unterstützung! |
| Jara, Victor |
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Víctor
Jara (eigtl. Victor Lidio Jara Martinez)
Geb.
28. 9.1932 in Lonquén bei Santiago/ Chile
"¡Canto
que mal me sales aus Victor Jaras letztem Gedicht. Geschrieben vor seinem Tod im Fußballstadion von Santiago de Chile im September 1973 (Quelle: Victor Jara - Chile, mein Land, offen und wild - Sein Leben, erzählt von Joan Jara, rororo aktuell 5523) Jaras Vater verdingt sich als Tagelöhner bei einem Großgrundbesitzer. Die Familienverhältnisse sind armselig, die Ehe der Eltern bröckelt. Jaras Mutter verlässt ihren Mann und zieht mit den Kindern in die Hauptstadt Santiago de Chile. Amanda Jara ist die erste, die Victor auf der Gitarre Volkslieder vorspielt. Der Sohn besucht die katholische Schule in Santiago und leistet seinen Militärdienst ab. Nach einem Theaterstudium widmet sich Victor Jara ganz der Musik, spielt in verschiedenen Bands und begründet eine Stilrichtung, die bald Nueva Cancion Chilena (Das Neue Chilenische Lied) genannt wird. In den 60er Jahren wird weltweit Folklore mit politischen Inhalten verknüpft. Auch in Lateinamerika protestiert man auf diese Weise gegen Ausbeutung und Unterdrückung, und die Musik erreicht nicht zuletzt jene Teile der Bevölkerung, die weder lesen noch schreiben können. Victor Jara glaubt an eine sozialistische Erneuerung, die gewaltlose Revolution in seinem Land, in dem einige Großgrundbesitzer über ein Heer von abhängigen, mittel- und rechtlosen Landarbeitern herrschen. Er will das Land verändern, indem er im Jahr 1970 auf Wahlveranstaltungen mit seiner Musik einem Politiker der Partei Unidad Popular zum Wahlsieg verhilft: Salvador Allende. Nach anfänglichen Erfolgen zerbricht die erste freigewählte sozialistische Regierung unter dem außen- wie innenpolitischen Druck der Gegner der Revolution. Auslandskredite werden gekürzt, die Produktion läßt nach und die Exportquote geht zurück, Versorgungsmängel treten ein. Streiks stürzen das Land ins Chaos. Im September 1973 putscht das Militär unter General Pinochet. Allendes Regierungssitz wird bombardiert, der Präsident selber findet den Tod. Es kommt zu Massenverhaftungen. Victor Jara wird zusammen mit hunderten, vermeintlichen oder tatsächlichen, Regierungstreuen, im Zentralstadion von Santiago eingesperrt und gefoltert. Bevor man ihn erschiesst, werden dem Musiker die Hände gebrochen. Victor Jaras Name ist einer von Tausenden auf den Gedenktafeln des Zentralfriedhofs für die Opfer der Diktatur. Zum 30. Jahrestag seiner Ermordung wird im Herbst 2003 das Estadio Chile in Santiago offiziell in Estadio Victor Jara umbenannt. Links (deutsch): http://www.geocities.com/Athens/4092/Chile/jara.html http://www.sterneck.net/cybertribe/musik/victor-jara/index.php http://www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?url=430681.htm http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Jara http://www.lateinamerikanachrichten.de/?/artikel/308.html International: http://www.fundacionvictorjara.cl http://www.patriagrande.net/chile/victor.jara http://www.memoriaviva.com/Ejecutados/Ejecutados%20J/Victor%20JARA%20MARTINEZ.htm http://www.nuevacancion.net/victor/jara67.html http://www.sreyes.org/vjindex.htm http://www.hartford-hwp.com/archives/42a/095.html http://www.ipsnews.net/interna.asp?idnews=26620
http://www.asso-chc.net/rubrique.php3?id_rubrique=96 http://www.corohispanoamericano.it/JaraVictor.htm http://www.memoriachilena.cl/mchilena01/temas/index.asp?id_ut=victorjara(1932-1973) |