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Betteln ist eine sehr unangenehme Sache, betteln aber und nichts bekommen ist noch unangenehmer. (Heinrich Heine) This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it sie uns mit beim weiteren Aufbau dieses Zentrums! Vielen Dank für Ihre Unterstützung! |
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"Wenn
wir wissen wollen, wie es gewesen war, benötigen wir das literarische
Zeugnis von Betroffenen. Erst dann können wir uns, falls wir
es denn wollen, mental in ihre Zeit und in ihre Zeitgenossen hineinversetzen.
Günter
Kunert, Schriftsteller und DDR-Dissident
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| Völkermord an den Armeniern |
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Völkermord an den Armeniern Bereits im März 1915 hatte man mit der Verhaftung vor allem der politischen wie intellektuellen Führer des armenischen Volkes begonnen, und in der Nacht vom 24. zum 25. April sowie auch noch an den darauffolgenden Tagen wurden vor allem in Konstantinopel (dem heutigen Istanbul), wo sich die kulturell und politisch aktivste Armeniergemeinde befand, Hunderte führender Pesönlichkeiten verhaftet. Unter ihnen Ärzte, Journalisten, Dichter, Künstler und Wissenschaftler. Ihre Wohnungen wurden ebenso durchsucht wie Kirchen, Schulen und der Sitz des geistlichen Oberhauptes der Armenier. Kaum einer der rund 600 Verhafteten hat die folgenden Tage überlebt. Das Schicksal des armenischen Volkes war von nun an vorgezeichnet und führte in den sicheren Tod. Bei diesem ersten staatlich initiierten und organisierten Völkermord des 20. Jahrhunderts sind 1915/16 ca. 1,5 Millionen Armenier im damaligen Osmanischen Reich ums Leben gekommen. Vom 13.-16. April 1984 wurde in der Pariser Sorbonne vor dem Ständigen Tribunal der Völker jene systematische Vernichtung der Armenier während des Ersten Weltkrieges verhandelt. Die Parteien standen vor Gericht - mit einer Ausnahme allerdings: die Türkei hatte, trotz offizieller Einladung, keinen Vertreter zur Verhandlung in die französische Hauptstadt geschickt.
"Dieses
Tribunal war bereits 1979 in Analogie zu dem so genannten
Russell-Tribunal gegründet worden, das, iniziert von den beiden
Philosophien Bertrand Russell und Jean-Paul Sartre, über die
amerikanischen Kriegsverbrechen in Vietnam disputiert hatte. Dieses
nicht-staatlich organisierte Tribunal hatte jedoch keine
Strafbefugnisse, sondern lediglich die Aufgabe zu untersuchen, ob im
Zusammenhang mit den Ereignissen von Völkermord zu sprechen sei. Die
Veranstaltung habe, wie im Vorwort der Prozessakten nachzulesen ist,
"nur symbolischen Charakter". Somit ist auch das Urteil rein
moralischer Natur. Trotz, oder vielleicht auch wegen des symbolischen
Charakters, zog es die türkische Regierung vor, auf die Einladung zu
den Verhandlungen zu verzichten. Die türkische Sicht konnte daher nur
aufgrund von ausgewählten Texten berücksichtigt werden. Als Experten
vor dem Tribunal sprachen diverse Wissenschafter, die in dieser Arbeit
schon mehrmals erwähnt worden sind. Das Tribunal war auf Initiative von
drei Menschenrechts-Organisationen zusammengetreten, die auch die
Anklage führten: die "Gesellschaft für bedrohte Völker" aus der
Bundesrepublik Deutschland, die "Groupement pour les Droits des
Minorités" aus Frankreich und "Cultural Survival" aus den USA."
Neben
Experten und Historikern kamen vor dem Pariser Völkermord-Tribunal auch
und vor allem Zeitzeugen zu Wort, die die damaligen Ereignisse als
Kinder miterlebt hatten. Ihre im Exil-Archiv dokumentierten Aussagen
können Sie nachfolgend als MP3-Datei herunterladen.
« [Je]
n'oublierai jamais ce Kurde qui nous sépara de la caravane,
loin de tout, et sous la menace de son couteau, il nous dépouilla
ma mère et moi et partit avec ma sœur qu'on n'a jamais
revue...
Weitere Informationen und Dokumente zum Völkermord an den Armeniern finden Sie u.a. auf den folgenden Web-Seiten: |