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Betteln ist eine sehr unangenehme Sache, betteln aber und nichts bekommen ist noch unangenehmer. (Heinrich Heine) Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können sie uns mit beim weiteren Aufbau dieses Zentrums! Vielen Dank für Ihre Unterstützung! |
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"Wer
weiß heute noch, dass Elisabeth
Bergner, Billy
Wilder, Max Reinhardt oder Peter
Lorre vor der Nazidiktatur geflohen waren? Wer später geboren
wird, erinnert sich nicht mehr, er wird erinnert" Hajo Jahn, Journalist, Gründer und Vorsitzender der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft, Wuppertal |
| Bergner, Elisabeth |
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Elisabeth
Bergner (eigtl. Elisabeth Ettel)
Geb.
22.8. 1897 in Drohobycz (Galizien)/ Österreich-Ungarn "Bergner! Bergner" rief die Galerie. Und wir, die wir dabei waren, nuckelten mit dem Kopf und segneten sie und wünschten ihr alles Gute. Betend, dass Gott sie erhalte, so jung, so schön, so hold. Und dass der Film ihr fernbleibe . . ." (Kurt Tucholsky in "Die Weltbühne" vom 10. Mai 1923) Bereits als 14jährige studiert Elisabeth Bergner an einer privaten Schauspielschule und geht ein Jahr später ans Wiener Konservatorium. 1915 gibt sie ihr Bühnendebut in Innsbruck, es folgen Engagements in Zürich, München, Wien und - vor allem - Berlin, wo ihr 1923 unter der Regie von Max Reinhardt am Deutschen Theater mit dem Shakespeare-Stück Wie es Euch gefällt der große Durchbruch gelingt. Ihr Filmdebut liegt da bereits ein Jahr zurück: als Schneiderstochter in Der Evangelimann (1922/23). Ab 1924 arbeitet Elisabeth Bergner ausschließlich mit dem Regisseur (und späteren Lebenspartner) Paul Czinner zusammen. Große Erfolge hat sie z. B. in Nju (1924), Liebe (1926) oder Dona Juana (1927). Ihren größten Stummfilmerfolg feiert sie jedoch als Arthur-Schnitzler-Heldin Fräulein Else (1928/29). Im Gegensatz zu vielen anderen Stummfilm-Stars schafft sie mit Ariane (1930/31) mühelos den Übergang zum Tonfilm.Nach der Machtübernahme Hitlers am 30. Januar 1933 emigrieren Elisabeth Bergner und Paul Czinner zunächst nach Wien, dann nach London, wo sie auch heirateten. Nach anfänglichen Problemen mit der ihnen fremden englischen Sprache, können sie später an ihre Filmerfolge anknüpfen: Elisabeth Bergner brilliert als russische Zarin in Czinners Katharina die Große (1934), der zweite gemeinsame Film ist das Melodram Verlass mich nie wieder (Escape me never) aus dem Jahr 1935, das seiner Hauptdarstellerin eine Oscarnominierung einträgt. 1936/35 dreht mit Dreaming Lips ein Remake von Der träumende Mund.
1938
erhält Elisabeth Bergner die britische Staatsbürgerschaft. Während
des Krieges dreht sie nur einen Film, und zwar in den USA, wo sie seit
1940 lebt: Paris Calling (1941). Nach dem Krieg spielt sie zunächst
in New York, kehrt aber 1950 wieder nach London zurück und verlagert
ihren Arbeitsschwerpunkt weiterhin auf die Bühne. Die Mitunterzeichnerin
der Erklärung des Council For A Democratic Germany kehrt
als Schau-spielerin 1954 wieder nach Deutschland zurück, wo sie Theater
spielt, z.B. mit O. E. Hasse in Geliebter Lügner, und ab
1961 wieder Filme dreht , u.a. B. in Wolfgang Staudtes Die glücklichen
Jahre der Thorvalds (1962), in Talkshows auftritt und 1969 erstmals
Regie führt. Preise und Auszeichnungen: Schillerpreis Mannheim (1962), Bundesfilmpreis (1963), Ernst-Lubitsch-Preis (1979), Eleonora-Duse-Preis Asolo (1982), Filmband in Gold "für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film" für ihr Lebenswerk (1985).
"Wer
einmal Berliner Theater erlebt hat, für den ist es aufregend, Elisabeth
Bergner auf der richtigen Bühne wiederzusehen. Auch wenn man sie
in den letzten fünfzehn Jahren im Film, zuletzt im englischen, oft
genug gesehen hat. Denn das wirkliche Theater ist, wenn nicht in jedem
Sinne mehr, so doch sicherlich etwas ganz anderes als der lebendigste
Film... . Und da steht nun also wieder Elisabeth Bergner - und spricht
englisch. Aber niemand kann deutlich genug sagen, wie wenig ein schauspielerischer
Eindruck von den Vokabeln, die gesprochen werden, abhängt. Wenn Bassermann
sagt: »Gooh aweee!« so sind diese englischen Vokabeln mit
ihrem eindringlich steigenden Gesang wahrscheinlich Mannheimisch und ganz
bestimmt Bassermannsch, und deshalb bezaubernd.
Albert
Ehrenstein – Elisabeth Bergner "Als ich 1976 bei meinen Recherchen zu den „Verbrannten Dichtern“ die 79jährige Bergner anrief und sie um ein Gespräch über ihre Beziehung zu Ehrenstein bat, leugnete sie erst einmal alles. „Aber liebe Ella, Liebella, Libelle“ sagte ich. „Woher wissen Sie das?“ „Von einer Postkarte, die Ehrenstein 1915 an Sie geschrieben, aber nicht abgeschickt hat.“ Ich hatte sie in New York geschenkt bekommen. In einem New Yorker Armenspital war Ehrenstein im Alter von 63 Jahren gestorben..." Zum Lesen des gesamten Textes klicken Sie bitte hier (PDF-Dokument). Links (deutsch): http://www.literaturepochen.at/exil/lecturepage5013_2.html http://www.perlentaucher.de/buch/2963.htm http://kassiber.de/entartete-kunst/ http://www.uni-konstanz.de/FuF/Philo/LitWiss/MedienWiss/Forsch/Telaviv/Trapp.html International: http://www.dartmouth.edu/~germ43/resources/biographies/bergner-e.html http://www.xs4all.nl/~androom/index.htm?biography/p013553.htm |