DER BERLINER SKULPTURENFUND Drucken

“Entartete Kunst“ im Bombenschutt

“Bei archäologischen Grabungen im Vorfeld von Bauarbeiten an der Berliner U-Bahn wurden 2010 sechzehn Skulpturen gefunden. Sie waren bei der 1937 in Museen und Sammlungen gegen die Kunst der Moderne gerichteten Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmt und schließlich 1942 im Haus Königstraße 50 (heute Rathausstraße) gegenüber vom Roten Rathaus eingelagert worden. Bei der Bombardierung Berlins versanken sie unter dem Schutt des Hauses im Boden…Mit dem Schicksal der Skulpturen ist ebenso das Schicksal der Künstler verbunden, die sie geschaffen und das Schicksal der Museumsleute, die sie für die modernen Sammlungen erworben haben. Bisher wurde die Aktion „Entartete Kunst“ vor allem anhand der in größerem Umfang konfiszierten Gemälde und Arbeiten auf Papier betrachtet. Mit dem Skulpturenfund rücken nun zum ersten Mal Werke der Bildhauerei in den Fokus. Obwohl Skulpturen nicht im gleichen Umfang beschlagnahmt wurden, waren auch sie bei den „entarteten“ Kunstwerken mit vertreten…“ (Quelle: http://stiftung-moritzburg.de/ausstellungen/sonderausstellungen/einzelansicht/?tx_ttnews[tt_news]=573&cHash=252fcf5fcac914221c0c7196d66963ba )


Ort: Stiftung Moritzburg, Kunstmuseum des Landes Sachsen-AnhaltFriedemann-Bach-Platz 5, 06108 Halle (Saale), Fon: 0345 21259 ext. 0 http://www.stiftung-moritzburg.de/ 
Bis: 01.09. 2013