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NEU ERÖFFNET: MAX PECHSTEIN-MUSEUM IN ZWICKAU

In den Kunstsammlungen seiner Heimatstadt findet das Lebenswerk des gebürtigen Zwickauers Max Pechstein nun einen eigenen Ausstellungsort. Seit dem 12. April 2014 werden knapp 50 Werke aus Pechsteins gesamter Schaffenszeit...

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Pankok, Otto Drucken E-Mail

Otto Pankok
Maler


Geb. 6.6.1893 in Saarn b. Mülheim/ Ruhr
Gest. 20.10. 1966 in Wesel


Otto Pankok1912-1913 nach dem Abitur studiert er an der Kunstakademie Düsseldorf und der Kunstschule Weimar (zusammen mit Gert H. Wollheim bei F. Mackensen und A. Egger-Lienz). 1914 besucht er in Paris die Academie Russe und Academie de la Grande Chaumiere. 1915-1917 Soldat in Nordfrankreich, erleidet schwere Verwundung, Lazarettaufenthalte folgen. 1917 Teilnahme an einer Ausstellung in der Düsseldorfer Kunsthalle. Erlebt Hungermonate in Berlin und Vechta. 1919 geht der Künstler zusammen mit Gert H. Wollheim nach Düsseldorf und ist mit Unterbrechungen bis 1958 dort ansässig. Im Kreis um Mutter Ey Mitarbeit im Aktivistenbund, Das Ey, und Das junge Rheinland. 1921 heiratet er die Journalistin Hulda Droste. 1924-1929 unternimmt er Reisen nach Italien (z. T. mit Werner Gilles), Südfrankreich und Spanien. 1926 Aufenthalt im niederrheinischen Drevenack bei Wesel. Erste expressive Kohlebilder entstehen, die später u.a. zum Inbegriff von Pankoks Schaffen werden. 1927-1933 mehrere Reisen nach Südfrankreich (mit nachfolgender Zeichnungsmappe) und Spanien. 1930 längerer Aufenthalt in Giethoorn/Holland. Stern und Blume mit Texten und Bildern erscheint. 1931-1933 arbeitet in der Arbeitslosensiedlung Heinefeld, später Zigeunerlager.


Otto Pankok1933 besucht er Else Lasker-Schüler in Ascona. 1933-1935 entstehen zahlreiche Zigeunerbilder und der Passionszyklus. Pankow entzieht sich zeitweilig der Behördenaufsicht durch Wohnortwechsel in Masuren und dem Münsterland. Ab 1936 Hausdurchsuchungen, Polizeiaufsicht, Arbeits- und Ausstellungsverbot. Die Passion erscheint als Buch; sofortige Beschlagnahme. Entfernung seiner Bilder aus seinen letzten Ausstellungen zur NS-Zeit in Mülheim/Ruhr und Bielefeld.


1937 werden über 50 Werke aus deutschen Museen beschlagnahmt, später vernichtet. 1939 kann er den Hauptteil seiner Bilder beim Maler Prüßmann in Wamel/Möhnesee verstecken; ein Emigrationsversuch in die Schweiz scheitert. 1941-1945 Wohnungen in Iversheim, dann Pesch/Eifel, außerdem besitzt er ein Wohnhaus in Düsseldorf, es wird zum Treffpunkt vieler Freunde in der Illegalität. Das Haus wird später durch Bomben zerstört. 1947-1958 Professor an der Kunstakademie Düsseldorf (Zeichenklasse). 1950-1956 Reisen u.a. nach Frankreich, Jugoslawien und Polen. 1958 folgt die Übersiedlung ins Haus Esselt bei Drevenack; heute Otto-Pankok-Museum. 1966 letzte Malreise in die Bretagne.

Literatur:

Rainer Zimmermann: Otto Pankok. Das Werk des Malers, Holzschneiders und Bildhauers, 2. Aufl., Berlin 1972
Otto Pankok. Werkverzeichnis. Bd. 1: Die Holzschnitte, hrsg. v. Otto-Pankok-Gesellschaft, bearbeitet und eingeleitet von Rainer Zimmermann unter Mitarbeit von Rolf Jäger, Düsseldorf (Droste Verlag) 1985
Otto Pankok. Werkverzeichnis. Bd. 2: Die Radierungen, hrsg. v. Otto-Pankok-Gesellschaft, bearbeitet von Rolf Jäger, eingeleitet von Rainer Zimmermann, Düsseldorf (Droste Verlag) 1990
Otto Pankok. Werkverzeichnis. Bd. 3: Die Lithographien, Steinätzungen und Monotypien, bearbeitet von Susanne Timm, Dissertation, Hamburg 1989
Otto Pankok 1893-1966. Retrospektive zum 100. Geburtstag, hrsg. von der Otto-Pankok-Gesellschaft, Bernhard Mensch und Karin Stempel mit Beiträgen von Rainer Zimmermenn, Friedrich W. Heckmanns, Bernd Küster, Friedegund Weidemann, Elmar Jansen und Rolf Jäger.


Quelle:

Verfemt – Vergessen – Wiederentdeckt. Kunst expressiver Gegenständlichkeit aus der Sammlung Gerhard Schneider; [anlässlich der Ausstellung Verfemt, Vergessen, Wiederentdeckt. Kunst expressiver Gegenständlichkeit aus der Sammlung Gerhard Schneider, Kunstverein Südsauerland Olpe 4.7.-8.8.1999/23.7.- 20.8.2000); Museum Baden, Solingen-Gräfrath (21.11.1999-21.3.2000)] hrsg. Von Rolf Jessewitsch und Gerhard Schneider. Köln: Wienand 1999. ISBN 3-87909-665-1, S. 463f.


Links (deutsch):

http://www.pankok-museum.de/pankok/default.html

http://www.pankok.de

http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Pankok

http://www.bautz.de/bbkl/p/pankok_o.shtml

http://kunstaspekte.de/index.php?k=1586&action=webpages

http://www.fluechtlingsrat.net/info/info2002/200232/pankok/pankok.html

http://www.zvab.com/angebote/otto-pankok.html

http://www.die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=2724

http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/frauenarchiv/geschichte/pankok_03.html

http://www.heimatverein-meppen.de/Otto_Pankok.html

http://www.medienzentrum-rheinland.lvr.de/FachDez/Kultur/Medienzentrum/medienproduktion/Video/otto+pankok.htm

http://www.neue-oz.de/_archiv/noz_print/kreis_emsland/2002/10/freiheit.html

http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/de/duesseldorf/besucherinfo/wanderausstellungen.html

volume_up.gifhttp://www.wdr5.de/sendungen/neugier_genuegt/818902.phtml

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