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Moholy-Nagy, Lázló Drucken E-Mail

Lázló Moholy-Nagy
Maler und Fotograf


Geb. 20.7.1895 in Bácsbarsod/ Ungarn
Gest. 24.11.1946 in Chicago/ USA


Lázló Moholy-Nagy«Ist es richtig, in den Zeiten einer sozialen Umwälzung Maler zu werden? Kann ich für mich selbst das Privileg der Kunst beanspruchen, wenn alle Menschen gebraucht werden, um die Problem des blossen Überlebens zu lösen? Kunst und Wirklichkeit hatten während der letzten hundert Jahre nichts gemeinsam. Die persönliche Befriedigung, Kunst zu schaffen, hat zum Glück der Massen nichts beigetragen.
Ich habe viele Gespräche mit Frauen und Männern geführt. Ich habe gesehen, was ausser Nahrung gebraucht wird. Ich habe begreifen gelernt, was biologisches Glück in seiner umfassenden Bedeutung heisst. Ich weiss jetzt: Wenn ich meine besten Fähigkeiten in der ihnen angemessenen Weise entfalte, dann ist es richtig, dass ich Maler werde. Als Maler kann ich die Substanz des Lebens vermitteln.»

(Lazlo Moholy-Nagy: Notizbuch, 15. Mai 1919)

Nach einem Jurastudium von 1913 bis 1918 widmet sich Moholy-Nagy der Malerei, übersiedelt 1919 nach Wien und ein Jahr darauf nach Berlin. 1921 heiratet er die Bauhaus-Schülerin und -fotografin Lucia Schulz (Lucia Moholy) und präsentiert 1922 eigene Werke in seiner ersten Einzelausstellung, ausgerichtet von der Berliner Galerie „Der Sturm“.

Von 1923 bis 1928 wirkt Moholy-Nagy am Bauhaus als Leiter des Vorkurses und Formmeister der Metallwerkstatt und beschäftigt sich daneben mit typografischen Entwürfen sowie vor allem der Fotografie. Ab 1924 gibt er, gemeinsam mit Walter Gropius, die Bauhausbücher heraus. Durch die dynamische Vermittlung seiner Lehre, die besonders den visuellen Charakter und die Material-Aspekte der Gestaltung betont, beeinflusst Moholy-Nagy die Entwicklung des Bauhauses zu einer modernen, industriebestimmten Formensprache.


Spielte die Fotografie am Bauhaus zunächst kaum eine Rolle, gehörte in den Anfangsjahren nicht zum Lehrprogramm und wurde als eigenständiges künstlerisches Ausdrucksmittel nicht wahrgenommen, so sollte sich dies ab 1923 unter Lázló Moholy-Nagy entscheidend ändern: er gab „den entscheidenden Anstoß zur Auseinandersetzung mit der Fotografie, aus dem sich das so breite Spektrum ganz individueller Werke entwickelte, die von so herausragenden Fotografen wie Erich Consemüller, Andreas Feininger und T. Lux Feininger, Lucia Moholy oder Walter Peterhans, aber auch von vielen Studierenden mit ihren fotografischen Experimenten und Amateuraufnahmen geschaffen wurden. Moholy-Nagy sah, ausgehend von der russischen Avantgarde in der Fotografie das ideale schöpferische Medium für ein 'Neues Sehen’, fand in dieser 'reinen Gestaltung des Lichtes’ neue Möglichkeiten zur Wahrnehmung und Interpretation einer von der modernen Technik radikal veränderten Welt. Durch die abstrakten Licht-Bilder seiner Fotogramme, durch unkonventionelle Aufnahmeperspektiven und Bildausschnitte, durch Techniken der Montage, Collage oder Mehrfachbelichtung wurde Moholy-Nagy zu einem der Pioniere experimenteller Fotografie. Zugleich zählte er zu den ersten, die die Bedeutung der Fotografie als Instrument der Gebrauchsgrafik und Werbung erkannten. In seinen eigenen Publikationen, dann auch im Werk Herbert Bayers erhielt das 'Typofoto’, die Kombination von Bild und Schrift, eine zentrale Rolle“

(Quelle: bauhaus-archiv museum für gestaltung – bauhaus 1919-33 – fotografie)


1928 zieht Lázló Moholy-Nagy mit seiner Ehefrau nach Berlin, wo er als Grafiker, Bühnenbildner und Ausstellungsgestalter tätig ist und an mehreren Experimentalfilmen mitarbeitet. 1934 übersiedelt er nach Amsterdam, im folgenden Jahr nach London.

Ab 1937 in Chicago, leitet der Gestalter, Maler und Fotograf Moholy-Nagy 1937/38 das New Bauhaus (mit dem er an das ursprüngliche Bauhaus-Konzept anknüpfen will) und gründet nach dessen Auflösung 1939 die „School of Design, die 1944 in „Institute of Design“ umbenannt wird.


Links (deutsch):

www.bauhaus.de/bauhaus1919/fotografie1919.htm

http://www.bauhaus.de/bauhaus1919/unterricht/unterricht_moholy.htm

http://www.uni-weimar.de/NEWS/PRESSE96/franzpm.html

http://www.kunstwissen.de/fach/f-kuns/o_mod/moholy0.htm

http://demo.sfgb-b.ch/TG/20erJahre/Bibliothek/Bauhaus/NagyStart.htm

http://www.ifa.de/a/a1/foto/da1bmnbi.htm

http://www.uni-bonn.de/~uph60016/multiplikatoren/Moholy-Nagy.htm

http://www.fotokollegium.ch/Lektionen/lektion_1.html