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NEU ERÖFFNET: MAX PECHSTEIN-MUSEUM IN ZWICKAU

In den Kunstsammlungen seiner Heimatstadt findet das Lebenswerk des gebürtigen Zwickauers Max Pechstein nun einen eigenen Ausstellungsort. Seit dem 12. April 2014 werden knapp 50 Werke aus Pechsteins gesamter Schaffenszeit...

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Kollwitz, Käthe Drucken E-Mail

Käthe Kollwitz
Grafikerin und Bildhauerin


Geb. 8.7. 1867 in Königsberg
Gest. 22.4.1945 in Moritzburg b. Dresden


Käthe Kollwitz"Reine Kunst ist meine nicht. Aber Kunst doch. Jeder arbeitet, wie er kann. Ich bin einverstanden damit, dass meine Kunst Zwecke hat. Ich will wirken in dieser Zeit, in der die Menschen so ratlos und hilfsbedürftig sind."

(Käthe Kollwitz)

Nach Studien an der Künstlerinnenschule in Berlin bei Karl Stauffer-Bern, durch den sie die Radierungen von Max Klinger kennenlernt, geht sie in den Jahren 1888-1889 zu Ludwig Herterich in München. Ihre graphische Begabung wird durch den von älteren Künstlern in München gegründeten Radierverein gefördert.

1890 erscheinen erste Radierungen von ihr. Im Jahr darauf heiratet sie Dr. Karl Kollwitz, der sich als Kassenarzt im Norden Berlins niederläßt. Der gemeinsame Sohn Hans wird 1892 geboren. 1893 nimmt Käthe Kollwitz mit drei Arbeiten an der Freien Kunstausstellung in Berlin teil.


Ihre Werke sind zunehmend von sozialen Einflüssen geprägt. Nicht zuletzt als Frau eines Armenarztes und durch die Lektüre der Werke von Zola, Gorki, Dostojewski, Tolstoi und Gerhart Hauptmann, dessen Drama Die Weber am Februar 1893 durch die Freie Volksbühne uraufgeführt wird. Tief bewegt von diesem Stück beginnt Käthe Kollwitz die graphische Folge Ein Weberaufstand.


1896 wird ihr zweiter Sohn Peter geboren. 1898 wird Kollwitz' Weberaufstand in der großen Berliner Kunstausstellung gezeigt und verhilft der Künstlerin zum entscheidenden Durchbruch in der Öffentlichkeit. Sie unterrichtet fünf Jahre an der Berliner Künstlerinnenschule und arbeitet in den Jahren 1902 bis 1908 an der Folge Ein Bauernkrieg und reist in der Zwischenzeit zu Rodin nach Paris sowie für mehrere Monate nach Florenz und Rom.

Neben ihrer Tätigkeit für den Simplicissimus beginnt Käthe Kollwitz 1910 mit ihren plastischen Arbeiten. Am 23. Oktober 1914 fällt der Sohn Peter als Kriegsfreiwilliger in Flandern.


1919 wird Käthe Kollwitz als erste Frau zum Mitglied der Preußischen Akademie der Künste ernannt und ihr wird der Professorentitel verliehen. 1922/23: Arbeit an der Holzschnittfolge Krieg und Beteiligung an mehreren Warenhausverkaufsausstellungen, deren Erlös die Künstlerin Arbeiterorganisationen stiftet. In den ersten Jahren der Weimarer Republik entstehen zahlreiche Plakate für KPD, SPD und humanitäre Organisationen zur Bekämpfung der Nachkriegsnot und Warnung vor neuem Krieg. 1925 erscheint ihre Holzschnittfolge Proletariat. Käthe Kollwitz reist 1927 in die Sowjetunion, wird im darauffolgenden Jahr Leiterin des Meisterateliers für Graphik an der Akademie und erhält 1929 den Orden Pour le Mérite der Friedensklasse der Wissenschaft und Künste.


1932 folgt die Aufstellung des Totenmals Die Eltern für den 1914 gefallenen Sohn Peter auf dem Soldatenfriedhof Roggevelde bei Dixmuiden, das sie seit Jahren beschäftigt hat.

1933 wird Käthe Kollwitz - ebenso wie Heinrich Mann - aus der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossen und ihres Amtes als Leiterin der Meisterklasse für Graphik wegen Unterzeichnung des Dringenden Appells zum Aufbau einer einheitlichen Arbeiterfront gegen den Nationalsozialismus.


1934/35 entsteht die Folge von 8 Lithographien zum Thema Tod, 1936 werden die Exponate der Künstlerin werden aus der Berliner Akademieausstellung entfernt, was einem inoffiziellen Ausstellungsverbot gleichkommt.

Am 19. Juli 1940 stirbt Dr. Karl Kollwitz. Im September 1942 fällt der Enkel Peter in Rußland. Letzte graphische Blätter entstehen, darunter Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden. 1943 folgt die Evakuierung aus Berlin nach Nordhausen. Am 23. November werden Wohnung und Atelier in Berlin durch Bomben zerstört, wobei viele von Käthe Kollwitz' Drucken und Platten vernichtet werden.

Am 20. Juli 1944 übersiedelt die Künstlerin nach Moritzburg bei Dresden, wo Käthe Kollwitz, wenige Tage vor Kriegsende stirbt.


Links (deutsch):


International:

http://www.rogallery.com/Kollwitz/Kollwitz-bio.htm

http://www.ukans.edu/~sma/kollwitz/kollwitz.htm

http://media.dickinson.edu/gallery/Sect13.html

http://www.artnet.com/artist/3278239/Kaethe_Kollwitz.html

http://gseart.com/exh/exh_info.asp?ExhID=456

http://spaightwoodgalleries.com/Pages/Expressionists.html