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NEU ERÖFFNET: MAX PECHSTEIN-MUSEUM IN ZWICKAU

In den Kunstsammlungen seiner Heimatstadt findet das Lebenswerk des gebürtigen Zwickauers Max Pechstein nun einen eigenen Ausstellungsort. Seit dem 12. April 2014 werden knapp 50 Werke aus Pechsteins gesamter Schaffenszeit...

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Léger, Fernand Drucken E-Mail

Fernand Léger

Maler, Grafiker und Keramiker

Geb. 04.02. 1881 in Argentan/ Frankreich

Gest. 17.08.1955 in Gif-sur-Yvette/ Frankreich


Seine Lehre als Architekturzeichner macht er im normannischen Caen und geht im Jahre 1900 nach Paris. Er leistet seinen Militärdienst ab, beginnt danach ein Studium an der ‘École des Arts décoratifs‘ sowie an der ‘Académie Julian‘ und verdient sich seinen Lebensunterhalt mit Arbeiten in einem Architekturbüro sowie als Retuscheur von Fotografien.


Der Impressionismus eines Paul Cézanne beeinflussen das Pariser Frühwerk Fernand Légers ebenso wie später der Kubismus, dem er  seinen sehr eigenen   Stil verleiht. 1909 eröffnet der Künstler (gemeinsam Henri Laurens, Marc Chagall und Guillaume Apollinaire) in der Pariser Künstlerkolonie das Atelier "La Ruche und stellt drei Jahre später zum ersten Mal in der Galerie Kahnweiler aus.  Der Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler ist es auch und vor allem, der den jungen Léger entdeckt, fördert und mit ihm im darauffolgenden Jahr einen Vertrag abschliesst. Aus der Künstlerkolonie übersiedelt Léger nun in ein Atelier auf dem Montparnasse.


Das Nachkriegsschaffen (des im Felde schwer verwundeten) Légers ist ab 1918 auch und vor allem von seiner (nicht zuletzt auch durch die Kriegserfahrungen beeinflussten) ‘mechanischen‘ Periode ("Période mécanique") geprägt, in der er technische Gegenstände wie Schrauben oder Kurbelwellen malt - und die Faszination der Großstadt-Welt in einer Bilderreihe erstehen lässt. In Zusammenarbeit mit Dudley Murphy und Man Ray entsteht im Jahre 1924 der Experimentalfilm "Le ballet mécanique". Seine erste Einzelausstellung in Übersee hat Fernand Léger 1925 in New York, wobei der Künstler selber erst 1931 Mal in die USA reist, gefolgt von weiteren Kurzaufenthalten 1935 und 1938/39. Mittlerweile ist der Franzose auch in den Vereinigten Staaten so bekannt, dass er  den Auftrag erhält, die Wandgemälde in Nelson Rockefellers New Yorker Appartement auszuführen.


Nach dem deutschen Überfall auf Frankreich im Frühjahr 1940 geht Léger ins US-amerikanische Exil, wo er bis 1945 bleiben wird und u.a. an der Yale University in New Haven unterrichtet. In dieser Zeit entsteht (1942) im Auftrag des Architekten Wallace Kirkman Harrison das Wandbild "Le plongeurs" (“Die Taucher“) für dessen Haus auf Long Island. Léger nimmt an der Ausstellung "Artists in Exile" in der Pierre Matisse-Gallery teil und zeigt eine Einzelausstellung in der Galerie Dominion im kanadischen Montreal. Insgesamt 57 Gemälde und 125 Arbeiten auf Papier entstehen in jenen Jahren und zeugen nicht zuletzt immer wieder auch von der Auseinandersetzung des französischen Künstlers mit der Arbeiterwelt.


Der aus dem Exil Zurückgekehrte schließt sich nach Kriegsende 1945 der Kommunistischen Partei an und ist im darauffolgenden Jahr mit der  Ausstellung "Fernand Léger, œuvre d’Amerique 1940-1945" in der Galerie Louis Carré vertreten.  Ein Jahr später verabschiedet er sich künstlerisch aus  New York mit seinem 1946 enstandenen Hauptwerk "Adieu New York". Im selben Jahr erhält er den Auftrag, ein Mosaik für die Fassade der Kirche in Assy (Savoyen) zu gestalten und 1951 für ein Glasfenster an der Kirche des ostfranzösischen  Audincourt. Seit 1949 beschäftigt sich Fernand Léger auch mit keramischen Arbeiten. Kurz nachdem er auf der Biennale im brasilianischen São Paolo den  Malerpreis erhalten hat, stirbt der renommierte Vertreter des französischen Kubismus im Alter von 74 Jahren in seinem Atelier in Gif-sur-Yvette, unweit von Paris.


Posthum werden seine Werke im Rahmen der Kassler “documenta“ 1955, 1959 und 1964 gezeigt. 2008 präsentiert die Schweizer Foundation Beyeler in  Riehen 2008 die Retrospektive "Fernand Léger Paris-New York" mit einem Gesamtüberblick über  Légers Schaffensperiode von 1912 bis zur Mitte der 50er Jahre.


Quellen:

http://www.fernand-leger.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/Fernand_Leger


Links (deutsch):

http://www.fondationbeyeler.ch/en/collection/fernand-l-ger

https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Woe%3D118570994&method=simpleSearch

http://www.portalkunstgeschichte.de/meldung/Fernand-L-eacute-ger-raquo-Paris-New-York-laquo-1528.html

http://documentaarchiv-alephino.stadt-kassel.de/alipac/XOVMAFBQLTPGHUYXZDTL-00001/sysfull?BASE=B-ART&IDN=000001015

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46351663.html

http://www.fr-online.de/kultur/fernand-l-ger-im-raederwerk-der-moderne,1472786,3325404.html

http://www.zvab.com/buch-suchen/textsuche/fernand-leger/zm/100


International:

http://www.moma.org/collection/artist.php?artist_id=6624

http://www.tate.org.uk/art/artists/fernand-leger-1488

http://www.ask.com/wiki/Fernand_L%C3%A9ger?o=2849&qsrc=999&ad=doubleDown&an=apn&ap=ask.com

http://www.musees-nationaux-alpesmaritimes.fr/fleger/

http://www.artcyclopedia.com/artists/leger_fernand.html

filmhttp://www.youtube.com/watch?v=65AE_Ofukdw

http://www.nytimes.com/1997/03/02/arts/the-agony-of-exile-for-the-lucky-ones.html?pagewanted=all&src=pm

http://www.hatjecantz.de/fernand-lger-2085-1.html

http://theatrefrancais.com/les-grands-plongeurs-noirs/

http://www.antiquetrader.com/featured/painter-fernand-leger-and-the-logic-of-modernism

http://www.ft.com/cms/s/0/c8986d5a-59da-11dd-90f8-000077b07658.html