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NEU ERÖFFNET: MAX PECHSTEIN-MUSEUM IN ZWICKAU

In den Kunstsammlungen seiner Heimatstadt findet das Lebenswerk des gebürtigen Zwickauers Max Pechstein nun einen eigenen Ausstellungsort. Seit dem 12. April 2014 werden knapp 50 Werke aus Pechsteins gesamter Schaffenszeit...

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Grüning, Ilka Drucken E-Mail

Ilka Grüning
Schauspielerin


Geb. 4.9. 1868 in Wien/ Österreich-Ungarn
Gest. 4.11. 1964 in Los Angeles (Cal.)/ USA


Ilka Grüning

"Und das ist das Letzte aller Schauspielkunst, ist Ingenium. Ich habe ihr einmal in die Augen gesehen: sie sahen gütig und doch durchdringend in die bunte Welt, Und weil sie von unsern Besten ist, laß mich ihr – heute noch – eine Blume geben, die der jugendliche Verliebte sonst wohl seiner Siebzehnjährigen scheu an die Brust heftet: eine dunkle rote Rose."

(Kurt Tucholsky in einer Kritik in Die Weltbühne vom 07.08.1919)

 

 

 


Ihren ersten (damals noch Stumm-)film Todesurteil dreht sie 1919: unter der Regie von Martin Berger. Es folgen zahlreiche weitere Produktionen, darunter Tiefland (1922, mit Lil Dagover), Geheimnisse einer Seele (1926, mit Werner Kraus und Dyckerpotts Erben (1928, mit Paul Hörbiger). Gemeinsam mit der Schauspieler-Kollegin Lucie Höflich leitet sie in den Zwanziger Jahren Berlin eine Schauspielschule, an der 1928 auch Inge Meysel Unterricht nimmt.


Ilka Grüning emigriert 1934 vor den Nationalsozialisten in die Vereinigten Staaten, wo sie als Filmschauspielerin in Hollywood arbeitet. 1942 dreht Grüning hier das Filmmusical Iceland. Zu ihren Partnern gehören unter anderem die norwegische Eiskunstläuferin Sonja Henie und der ebenfalls vor den Nazis emigrierte österreichische Schauspieler Ludwig Stössel, mit dem sie im selben Jahr noch als Mrs. Leuchtag im Kultfilm Casablanca (Regie: Miachel Curtiz) vor der Kamera stehen wird. Zusammen mit anderen Emigranten wie Conrad Veidt, Peter Lorre und Paul Henreid.

Unter der Regie von Billy Wilder dreht sie 1948 (an der Seite von Jean Arthur, John Lund und Marlene Dietrich A Foreign Affair (Eine auswärtige Affäre): die Dreiecksgeschichte zwischen einer deutschen Nachtclubsängerin, einem US-Besatzungsoffizier und einer spröden amerikanischen Kongreßabgeordneten im Berlin der ersten Nachkriegsjahre. Die Musik zum Film schreibt übrigens der ebenfalls vor den Nazis geflohene Friedrich Hollaender.

1950 kehrt Ilka Grüning noch einmal nach Europa und Deutschland zurück, läßt sich aber später endgültig in den Vereinigten Staaten nieder.

Links (deutsch): 

http://www.imdb.com/name/nm0345094

http://www.textlog.de/tucholsky-ilka-gruening.html

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