DeutschEnglishSpanishČeštinaHebrew (Israel)FrenchFarsiPolish

Spenden

Betteln ist eine sehr unangenehme Sache,  betteln aber und nichts bekommen ist noch unangenehmer. (Heinrich Heine)

Helfen sie uns mit beim weiteren Aufbau dieses Zentrums!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Veranstaltungen

NEU ERÖFFNET: MAX PECHSTEIN-MUSEUM IN ZWICKAU

In den Kunstsammlungen seiner Heimatstadt findet das Lebenswerk des gebürtigen Zwickauers Max Pechstein nun einen eigenen Ausstellungsort. Seit dem 12. April 2014 werden knapp 50 Werke aus Pechsteins gesamter Schaffenszeit...

Wir auf Facebook

Bassermann, Eugen Albert Drucken E-Mail

Eugen Albert Bassermann
Theater- und Filmschauspieler


Geb. 7.9. 1867 in Mannheim
Gest. 15.5. 1952 in Zürich/ Schweiz


Die Karriere eines der größten deutschen Schauspieler begann nach einem Abstecher in der Chemie-Industrie an einem Provinztheater: Als 20jähriger stand Albert Bassermann 1887 in seiner Geburtsstadt Mannheim zum erstenmal auf der Bühne. Die weiteren Stationen des angehenden Stars und späteren Filmpioniers führten über mehrere kleine Schauspielhäuser zielstrebig nach Berlin. Im Zentrum der deutschen Theaterwelt kam er 1895 an. Aber es dauerte noch weitere vier Jahre, ehe er wirklich dort war, wo er hinwollte: am damals bereits bedeutenden Deutschen Theater.


Intendant Otto Brahm engagierte Albert Bassermann von 1899 bis 1905. Es folgten fünf Jahre am Lessing-Theater, bevor er wieder ans Deutsche Theater zurückkehrte, diesmal gerufen von Max Reinhardt.
Dort wurde er zwischen 1909 bis 1915 d e r Bassermann. Danach ließ er sich nicht mehr an ein festes Ensemble binden, konnte sich seine Rollen aussuchen. Er gehörte nun zur ersten deutschen Theatergarnitur, hatte die höchste Auszeichnung erhalten, den Iffland-Ring. Bassermann - der übrigens den Ring selbst nie getragen hat -, vermachte das Kleinod nacheinander Alexander Girardi, Max Pallenberg und Alexander Moissi. Als alle drei starben, wollte er den Ring nicht mehr weiter verleihen und legte ihn in Anwesenheit der Trauergäste auf den Sarg Moissis. Der Direktor des Wiener Burgtheaters, Hermann Röbbeling, nahm den Ring kurz entschlossen vom langsam nach unten gleitenden Sarg mit den Worten: "Dieser Ring gehört einem lebenden Schauspieler, nicht einem toten“. Am 10. Oktober 1935 wurde der Iffland-Ring der Theatersammlung der österreichischen Nationalbibliothek in Wien übergeben. Seit 1954 ist der Ring Eigentum der Republik Österreich.


Es hatte Signalwirkung für die jüngeren Kollegen, als Bassermann im neuen Massenmedium Film mitwirkte. Er gehörte zu den ersten Schauspielern seiner Zeit in Deutschland, die das damalige Kintopp-Tabu durchbrachen. Doch sein Debütfilm Der Andere – eine deutsche Jekyll-and-Hyde-Variante - 1912/1913 war ein Flop, wie man heute sagt. Dennoch setzte Bassermann weiter voll auf die neue Kunstform. Er stand in mehr als 40 Rollen vor den Kameras von William Wauer, Adolf Gärtner, Richard Oswald, Ernst Lubitsch, Leopold Jessner oder Lupu Pick, den Pionieren des deutschen Stummfilms.

Aber weder sein Renommee noch sein Können als„"größter deutscher Schauspieler", wie er in Rezensionen gelegentlich bezeichnet wurde, können verhindern, dass für Albert Bassermann kein Platz ist im Dritten Reich. Bereits 1933 verlässt er Deutschland und spielt am legendären Schauspielhaus Zürich. Als seine Frau Else Schiff, mit der er seit 1908 verheiratet ist und häufig gemeinsam gespielt hat, Auftrittsverbot erhält, weil sie Jüdin ist, erklärt sich Bassermann in der Schweiz öffentlich zum Exilanten. Er bricht mit Deutschland und tritt aus der deutschen Bühnengenossenschaft aus.

1938 – andere Quellen sprechen von 1939 - verlegt Albert Bassermann seinen Wohn- und Arbeitssitz in die USA. In Hollywood wird er ein gefragter Darsteller für kleine, aber feine Rollen, trotz seines "Mannheemer Englisch". Seine Nebenrolle in Alfred Hitchcocks Foreign Correspondent (1940) trägt dem Flüchtling aus Deutschland 1940 eine Oscar-Nominierung ein. Weitere Film- und erste Bühnenrollen am Broadway folgen. Dennoch tritt er ab 1946 wieder in Europa auf, zuletzt bei der Wiedereröffnung des Schiller-Theaters in Berlin (das es inzwischen nicht mehr gibt). Auf einem Flug von New York nach Zürich ereilt ihn der Herztod.

Autor:

Hajo Jahn


Links (deutsch):

http://www.cyranos.ch/smbass-d.htm

http://www.deutsches-filminstitut.de/f_films/biographien/f_bassermann_bio.htm

http://web.fu-berlin.de/fun/2000/6-00/seite3/seite31.html

http://www.filmportal.de/df/fc/Uebersicht,,,,,,,,3E92138A218C44978ABCA6A5675D04D7,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html

http://www.filmevona-z.de/filmsuche.cfm?sucheNach=personNr&wert=76204

http://www.imdb.com/name/nm0060168

http://www.always-the-king.de/Tigger3000/Iffland/Der%20Iffland-Ring%20-%20Buch.htm

International: