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NEU ERÖFFNET: MAX PECHSTEIN-MUSEUM IN ZWICKAU

In den Kunstsammlungen seiner Heimatstadt findet das Lebenswerk des gebürtigen Zwickauers Max Pechstein nun einen eigenen Ausstellungsort. Seit dem 12. April 2014 werden knapp 50 Werke aus Pechsteins gesamter Schaffenszeit...

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Edwin Paul Scharff
Bildhauer, Maler und Grafiker

Geb. 21.03. 1887 in Neu-Ulm
Gest. 18.05. 1955 in Hamburg


Bereits der 15Jährige verläßt die Garnisonsstadt an der Donau Richtung München, um an der dortigen Kunstgewerbeschule zu studieren. Von 1903 bis 1907 ist er Schüler in der Malerklasse von Ludwig von Herterich. Ab 1906 entstehen erste Bildhauerarbeiten, Radierungsmappen und Skizzen. Ein zu seinem Ausbildungsende vergebenes Stipendium des Bayerischen Staates ermöglicht dem jungen Künstler Reiseaufenthalte in Paris, Madrid, Toledo und Italien. Zurückgekehrt nach München, verarbeitet Scharff seine Eindrücke in zahlreichen großformatigen Gemälden.

Das künstlerische Schaffen des Mitbegründers der 'Münchner Neuen Secession' (1913) konzentriert sich zunehmend auf die Bildhauerei. 1923 folgt er einem Ruf als Professor an die 'Hochschule für die Bildende Künste' nach Berlin und erhält in der Folgezeit zahlreiche Aufträge für Denkmäler, Büsten und Medaillen. 1931 beruft die 'Preussische Akademie der Künste' Edwin Paul Scharff, zusammen mit Otto Dix, Ernst-Ludwig Kirchner und Emil Nolde, zu ihrem Mitglied. 

Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 an die Kunstakademie Düsseldorf zwangsversetzt, errichtet er dort 1937 im Rahmen der “Reichsausstellung Schaffendes Volk“ zwei  Figuren für den Eingang, wird kurz darauf jedoch von den Nazis als “entarteter“ Künstler diffamiert, im selben Jahr noch von seinem Lehramt beurlaubt und mit Arbeitsverbot belegt. Im Rahmen der NS-Ausstellung “Entartete Kunst“ werden drei seiner Werke präsentiert, über  40 weitere fallen der Vernichtung durch die Nationalsozialisten anheim. Sein 1917 entstandenes “Bildnis der Schauspielerin Anni Mewes“ wird, zusammen mit zehn weiteren (von den Nazis 1937 als “entartet“ verhöhnten) Skulpturen der Klassischen Moderne,  im Rahmen von archäologischen Grabungen in der historischen Mitte Berlins 2010 wiedergefunden.    

1946 erhält Edwin Scharff eine Professur an der Landeskunstschule Hamburg. Es entstehen großformatige Arbeiten wie das Relief “Ruth und Boas“ oder die “Nackte Pandora“. Noch bevor er seine Pläne zur Neugestaltung des Hamburger Jungfernstiegs realisieren kann, stirbt er im Alter von 68 Jahren  

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Scharff

http://www.edwin-scharff.de/

Links (deutsch):

https://portal.d-nb.de/opac.htm?query=Woe%3D118606522&method=simpleSearch

http://www.edwinscharffmuseum.de/

http://hv.spk-berlin.de/deutsch/presse/pdf/101108_2_PM_Ausstellung.pdf