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NEU ERÖFFNET: MAX PECHSTEIN-MUSEUM IN ZWICKAU

In den Kunstsammlungen seiner Heimatstadt findet das Lebenswerk des gebürtigen Zwickauers Max Pechstein nun einen eigenen Ausstellungsort. Seit dem 12. April 2014 werden knapp 50 Werke aus Pechsteins gesamter Schaffenszeit...

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Naum Slutzky
Goldschmied, Industriedesigner und Innenarchitekt

Geb. 28.02. 1894 in Kiew/ Russ. Reich
Gest. 04.11. 1965 in Stevenage (Hertfordshire)/ GB


Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gehört Slutzkys ukrainische Geburtsstadt zum gleichnamigen Gouvernement und ist damit Teil des Russischen Zarenreiches. Naum Slutzkys Vater Nachman, ehemals Handwerker bei der Kiewer Filiale des Hofjuweliers Carl Peter Fabergé, übersiedelt 1905 mit seiner Familie aus religiösen Gründen nach Wien, wo der Sohn eine Lehre als Goldschmied absolviert und ab 1912 in der Wiener Werkstätte arbeitet. 1914 folgt ein Studium an der Technischen Hochschule der Donaumetropole. Nach dem Kunstunterricht an der privaten Kunstschule von Johannes Itten erhält Slutzky 1919 eine Berufung durch Walter Gropius als Hilfsmeister an das Weimarer Bauhaus, wo er zwei Jahre später dann auch eine eigene Werkstatt leiten und 1922 Goldschmiedemeister werden wird. 1924 verlässt Naum Slutzky das Bauhaus wieder und macht sich als Designer und Innenarchitekt selbstständig.

Bis 1927 hält er sich abwechselnd in Wien und Berlin auf und zieht anschliessend nach Hamburg, wo ihn u.a. eine Freundschaft mit dem Kunsthistoriker und Direktor des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg verbinden wird: Max Sauerlandt unterstützt Naum Slutzky sowohl materiell als auch ideell, verschafft dem  Goldschmied zahlreiche Kontakte in der Hansestadt und verhilft ihm schließlich auch 1933 zur Emigration nach Großbritannien. Zahlreiche von Slutzkys Arbeiten fallen in Hitler-Deutschland 1937 der nationalsozialistischen Beschlagnahme-Aktion “Entartete Kunst“ zum Opfer. Darunter eine weibliche Bronze-Büste, die 2010 bei archäologischen Grabungen im historischen Zentrum Berlins, zusammen mit zehn anderen Skulpturen der Klassischen Moderne, wiedergefunden wird.     

Von 1935 bis 1940 unterrichtet Naum Slutzky an der 'Dartinton Hall School' in Tones (Devon), ist in den Jahren 1946 bis 1950 als Lehrer an der 'Central School of Arts and Crafts' in London tätig und gründet 1950 gründete die Abteilung für Produktdesign  an der 'School of Industrial Design' im Londoner 'Royal College of Art'. Von 1957 bis 1964 leitet er die Abteilung für Industriedesign im 'College of Arts and Crafts' in Birmingham und erhält 1965 einen Lehrauftrag am 'Ravensbourne College of Art'.  

Neben einem vielseitigen Œuvre als Goldschmied und Industriedesigner (darunter ein Tafelbesteck-Entwurf für die Firma J. A. Henckels in Solingen) zählen auch Tierskulpturen und figurative Arbeiten zu Naum Slutzkys reichhaltigem Schaffen.

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Naum_Slutzky

http://www.smb.museum/smb/kalender/details.php?lang=de&objID=30402&typeID=10

Links (deutsch):

http://www.bam-portal.de/searchExpert.do?action=search&query=Naum+Slutzky

http://www.zeit.de/kultur/2010-11/skulpturen-entdeckt-berlin

film.gifhttp://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/149359/index.html

International:

http://www.apollo-magazine.com/may-2006/73781/britain-and-the-bauhaus.thtml