DeutschEnglishSpanishČeštinaHebrew (Israel)FrenchFarsiPolish

Spenden

Betteln ist eine sehr unangenehme Sache,  betteln aber und nichts bekommen ist noch unangenehmer. (Heinrich Heine)

Helfen sie uns mit beim weiteren Aufbau dieses Zentrums!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Veranstaltungen

NEU ERÖFFNET: MAX PECHSTEIN-MUSEUM IN ZWICKAU

In den Kunstsammlungen seiner Heimatstadt findet das Lebenswerk des gebürtigen Zwickauers Max Pechstein nun einen eigenen Ausstellungsort. Seit dem 12. April 2014 werden knapp 50 Werke aus Pechsteins gesamter Schaffenszeit...

Wir auf Facebook

Lion Feuchtwanger
Schriftsteller


Geb. am 7. 7. 1884 in München
Gest. am 21. 12. 1958 in Los Angeles/ USA


"Ich selber bin überzeugt, daß die ungeheure, blutige Groteske, die sich in uns und an uns austobt, enden wird mit dem Sieg der Vernunft über die Dummheit. Darum setze ich auch kein "finis" unter diesen dritten Teil des Roman-Zyklus "Der Wartesaal", Ich rechne damit, daß ich das Werk mit dem Epilog "Rückkehr" werde schließen können.

Zuversicht solcher Art war es, die mich das letzte Kapitel dieses Romans Exil schrieben hieß, und ich hoffe, diese Zuversicht überträgt sich auf den Leser."

(Lion Feuchtwanger, Sanary/ Var/ Frankreich, Oktober 1939)


Ein Stubenhocker war dieser Dichter, der sich Welterfahrung im Ausland erwarb, wahrlich nicht. Aber er war Pazifist, Sozialist und Revolutionär, der zu kämpfen wußte, wenn es notwendig wurde. Notwendig war es beispielsweise, als er in Tunis vom Beginn des ersten Weltkriegs überrascht und als Deutscher interniert wurde. Unter abenteuerlichen Umständen konnte er fliehen und nach Deutschland entkommen, wo er sich 1918 an der Revolution beteiligte. Seine Bücher schienen den Nazis gefährlich, deswegen wurden sie am 10. Mai 1933 verbrannt und er selbst ausgebürgert.

Feuchtwanger war ein gebildeter Zeitgenosse, inspiriert durch seine Auslandsaufenthalte und von der Geschichte. Das wirkte sich in seinen Büchern und Theaterstücken aus, in denen er historische und kulturgeschichtliche Stoffe geschickt mit Zeit- und Gesellschaftskritik verknüpfte. Kein Wunder, daß ihne die Rechten hassten und die Nationalsozialisten verfolgten.
Nach dem Studium von Philosophie und Philologie verdiente er sein Geld mit Theaterkritiken und schrieb erste Romane. Nach der Flucht aus Deutschland lebte er mit anderen Exilanten bis 1940 in Südfrankreich. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht floh er ein zweites Mal. Am 25. September 1940 verließ Lion Feuchtwanger auf der s.s. EXCALIBUR den Hafen von Lissabon Richtung Amerika. Hier begann er zunächst mit modernisierten Bearbeitungen von Werken der Weltliteratur, vermutlich aus finanziellen Überlegungen. Erst als er sich halbwegs etabliert hatte, wandte er sich wieder seinen eigenen Dramen und Romanen, die von seinen Zeitgenossen Bertolt Brecht, Alfred Döblin und Heinrich Mann beeinflusst waren – sie kannten sich alle untereinander, waren - wie Feuchtwanger- Exilanten und Hitler-Gegner.

Hauptwerke:

Der tönerne Gott, Roman, 1910; Die häßliche Herzogin Margarete Maultasch, Roman, 1923; Jud Süß, Roman, 1925; Der falsche Nero, Roman, 1936; Waffen für Amerika, Roman, 1947; Wahn oder Der Teufel in Boston, Drama, 1948; Goya, Roman, 1951; Josephus – eine Romanfolge mit den Einzeltiteln Der jüdische Krieg, 1932, Die Söhne, 1935, Der Tag wird kommen. 1945, Jefta und seine Tochter, 1957.


Autor:

Hajo Jahn


Werke:

Der tönerne Gott, 1910
Jud Süß, 1921-22
Die häßliche Herzogin Margarete Maultasch, 1922-23
Wartesaal-Trilogie:
-Erfolg. Drei Jahre Geschichte einer Provinz, Berlin 1927-30
-Die Geschwister Oppermann (früherer Titel: Die Geschwister Oppenheim), Amsterdam 1933
-Exil, 1937-39
Josephus-Trilogie:
Der jüdische Krieg, 1931-32
Die Söhne, 1934-35
Der Tag wird kommen, 1939-41
Der falsche Nero, 1936
Die Brüder Lautensack, 1941
Simone, 1943
Waffen für Amerika (früherer Titel: Die Füchse
im Weinberg, 1944-46
Goya oder der arge Weg der Erkenntnis, 1951
Narrenweisheit oder Tod und Verklärung des
Jean-Jacques Rousseau, 1950-52
Die Jüdin von Toledo (früherer Titel:
Spanische Ballade), 1952-54
Jefta und seine Tochter, 1955-57


Autobiographische Schriften:

Moskau 1937, 1937
Unholdes Frankreich, 1942

Links (deutsch): 

http://de.wikipedia.org/wiki/Lion_Feuchtwanger

http://web.skku.edu/german/essay/mla_bibl/feucht98.htm

http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/FeuchtwangerLion

http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/kunst/feuchtwanger

http://www.villa-aurora.org

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,302682,00.html

http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za874/homepage/feuchtw.htm

http://www.duemling.de/zwischen_isolation.htm

http://www.marabout.de/Begegnungen/Jung-Karpalov.htm

http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_IV/Germanistik/Braungart/skripten/sose97/exilbib2.html

http://golm.rz.uni-potsdam.de/Seghers/frankreich/Textanalyse.html

http://www.zvab.com/angebote/feuchtwanger-lion.html

http://www.fluter.de/look/article.tpl?IdLanguage =5&IdPublication=2&NrIssue=29&NrSection=40&NrArticle=3092

http://www.usc.edu/isd/archives/arc/findingaids/feuchtwanger/forewards.html


International: