DeutschEnglishSpanishČeštinaHebrew (Israel)FrenchFarsiPolish

Spenden

Betteln ist eine sehr unangenehme Sache,  betteln aber und nichts bekommen ist noch unangenehmer. (Heinrich Heine)

Helfen sie uns mit beim weiteren Aufbau dieses Zentrums!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Veranstaltungen

NEU ERÖFFNET: MAX PECHSTEIN-MUSEUM IN ZWICKAU

In den Kunstsammlungen seiner Heimatstadt findet das Lebenswerk des gebürtigen Zwickauers Max Pechstein nun einen eigenen Ausstellungsort. Seit dem 12. April 2014 werden knapp 50 Werke aus Pechsteins gesamter Schaffenszeit...

Wir auf Facebook

Marc Chagall (eigtl. Moshe Segal)
Maler und Grafiker


Geb. 7.7.1887 in Liosno bei Witebsk/ Rußland
Gest. 28.3.1985 in Saint-Paul-de-Vence/ Frankreich


Marc ChagallMit seinem Schaffen aus über sechs Jahrzehnten wird Marc Chagall einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts und gehört zu den Hauptvertretern des gegenständlichen Expressionismus. Sein Malstil vereint auf einzigartige Weise Fauvismus mit russischer Volkskunst und jüdischer Mystik. 

 

 

 

 

 


Das älteste Kind einer Großfamilie aus einfachen Verhältnissen wird nach dem Besuch der Gemeindeschule 1906 Schüler im Atelier des Malers Jehuda Pen, geht mit seinem Freund Victor Mekler nach St. Petersburg und besucht die Schule der "Kaiserlichen Gesellschaft zur Förderung der Künste". Von dort wechselt er 1908 an die von Leon Bakst geleitete Swansewa-Schule. 1909 lernt Chagall die Juwelierstochter Bella Rosenfeld kennen, die 1915 seine erste Frau wird.


Ein Mäzen finanziert 1910 Chagalls Reise nach Paris. Hier fasziniert ihn die intensive Farbigkeit van Goghs, hier lernt er den Kubismus kennen und hier begegnet er der Pariser Avantgarde, darunter Blaise Cendars und Guillaume Appolinaire. Marc Chagall bezieht das Atelier in La Ruche, wo auch Leger, Modigliani und Soutine wohnen, macht 1913 - vermittelt von Apollinaire - die Bekanntschaft des Berliner Kunsthändlers Walden und nimmt am ersten Herbstsalon in Berlin teil. 1914 richtet Walden in seiner Galerie Der Sturm die erste Einzelausstellung für Marc Chagall aus, der noch im selben Jahr ins heimatliche Witebsk reist, wo er vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs überrascht wird, in dessen Folge Chagall einen Großteil der in Berlin und Paris zurückgelassenen Bilder verliert. Nach der russischen Revolution wird Chagall zum Kunst-kommissar seiner Heimatstadt Witebsk ernannt, wechselt aber - nach Auseinandersetzungen mit Kasimir Malevitch - 1919 ans Moskauer Jüdische Theater.


1923 verläßt er mit Frau und Tochter Russland und emigriert über Berlin nach Paris, wo er für Ambroise Vollard Radierungen zu Gogols Toten Seelen anfertigt. Chagalls Bilder dieser Zeit in Paris zeichnen sich auch und vor allem durch eine phantastisch-eigenartige Bilderwelt aus.

Die Grauen von Krieg und Verfolgung, denen der Jude Chagall 1941 gerade noch rechtzeitig in die Vereinigten Staaten entkommen kann, legen sich wie ein dunkles Tuch auf seine Malerei: es entstehen zahlreiche düstere Werke, meist mit dem Motiv der Kreuzigung. 1944 trifft ihn mit dem Tod seiner Frau Bella ein weiterer, persönlicher Schlag, der ihn über Monate hinweg nicht malen läßt.


1947 kehrt Marc Chagall nach Frankreich zurück, wo neben Gemälden auch Steinskulpturen entstehen. Ab 1949 lebt und arbeitet er im südfranzösischen Vence und setzt sich in den frühen 50er Jahren mit biblischen Themen auseinander. Seinen intensiven Studien der Glasfensterkunst folgen in den kommenden Jahren diverse Aufträge: 1962 für die Glasfenster in der Synagoge der Hadassah-Klinik in Jerusalem, 1963 für die Decke der Pariser Grand Opéra, 1964 für Glasfenster des UN-Gebäudes in New York und die Wanddekorationen für die New Yorker Metropolitan Opera.

1969 reist Chagall nach Jerusalem zur Einweihungsfeier des neuen Parlaments, für das er das Wandmosaik,die Klagemauer und noch drei große Wandteppiche geschaffen hat. Am 7. Juli 1973 folgt im südfranzösischen Nizza die Einweihung des Musée National Message Biblique Marc Chagall mit drei Glasfenstern des Künstlers zum Thema Die Schöpfung.


In den folgenden Jahren entstehen weitere Glasfenster, dazu Keramikarbeiten und einige großformatige Bilder mystisch-biblischen Inhalts. Chagall-Gedichte aus den Jahren 1930 und 1964 werden veröffentlicht, illustriert mit 24 Holzschnitten. 1980 folgen weitere Gemälde mit biblischen und dörflichen Themen, dazu einige Zirkus-Bilder, wobei Marc Chagall hierbei an seine Schaffensphase aus den zwanziger und dreißiger Jahren anknüpft.


Am Abend des 28. März 1985 stirbt Marc Chagall - der sich noch bis zuletzt seinen lithografischen Arbeiten gewidmet hat - im Alter von 97 Jahren und wird am 1. April auf dem Friedhof von Saint-Paul beigesetzt.


Links (deutsch):

http://korczak.com/maler/chagall/chagall.htm

http://www.g26.ch/bern_gaeste_chagall.html

http://www.boisseree.com/K%FCnstler/Chagall/Chagall.html

http://www.w-studio.ch/chagall.html

http://www.wams.de/data/2003/03/30/60594.html

http://www.museumsjournal.de/news_lang.html?NID=200405132&NART=N&Q=&J=


International:

http://www.ocaiw.com/catalog/index.php?catalog=pitt&author=297

http://www.artcyclopedia.com/artists/chagall_marc.html