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NEU ERÖFFNET: MAX PECHSTEIN-MUSEUM IN ZWICKAU

In den Kunstsammlungen seiner Heimatstadt findet das Lebenswerk des gebürtigen Zwickauers Max Pechstein nun einen eigenen Ausstellungsort. Seit dem 12. April 2014 werden knapp 50 Werke aus Pechsteins gesamter Schaffenszeit...

SONDERAUSSTELLUNG: SEBASTIÃO SALGADO. EXODUS

“Mit Sebastião Salgado. Exodus setzt das Focke-Museum nach zweijähriger Pause die Reihe der Sommer-Fotoausstellungen fort. 300 Schwarz-Weiß-Fotografien des brasilianischen Fotografen werden vom 26. Juli bis 26. Oktober erstmals in Bremen...

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Exil-Archiv | WORK IN PROGRESS

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Dieses virtuelle "Zentrum der verfolgten Künste" wird nie fertig werden können, es ist eine unendliche Geschichte. Zwar sind die prominenten Exilanten erforscht. Aber Tausende von Dichtern, Journalisten, Musikern, Malern, Fotografen und Filmemachern, Architekten, Natur- und Geisteswissenschaftlern und sogar Sportlern, die Gegner und Opfer von Diktaturen waren, sind vergessen.

Denn es bleibt die Frage, ob die einzigartigen Verbrechen der Nazis und die angeblich kommode DDR-Diktatur die Gründe für die Selbstlähmung vieler Deutscher sind. Und wenn ja, warum lässt sich nicht daraus im Umkehrschluß im 21. Jahrhundert Optimismus aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts vorleben? Durch jene mutigen und widerständigen Persönlichkeiten, auf die wir stolz sein können, weil sie die Besten waren.

Dabei ist die Bezeichnung "Exil-Archiv" ein wenig unscharf: Hervorgegangen ist dieses Internetprojekt aus dem pädagogischen Portal "Exil-Club" - initiiert von der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft, realisiert mit "Schulen ans Netz" - und aus einem Stiftungsaufruf mit dem PEN-Zentrum deutschsprachiger Schriftsteller im Ausland, dem sogenannten "Exil-PEN".

 


Virtuelles Zentrum der verfolgten Künste zur Förderung demokratischer Kultur

Ziel der Else-Lasker-Schüler-Stiftung ist die Gründung eines realen Zentrums der Verfolgten Künste. Dieses soll ausgebaut werden als Informations- und Dokumentationsplattform zu den Themen Zensur, Verbieten und Verbrennen von Büchern, Verfolgung und Emigration von Schriftstellern, Bildenden Künstlern und anderen Intellektuellen in Vergangenheit und Gegenwart.

Das Zentrum der Verfolgten Künste versteht sich als Ort der Kommunikation, in dem Menschen einander begegnen und sich austauschen können.

Als ein solcher Ort der Begegnung bietet das Zentrum gleichermassen Raum für historische und politische Bildung, Erinnerungsarbeit mit Zeitzeugen und (interaktive) Recherche im visuellen Archiv.

Gemeinsames Ziel aller Aktivitäten des Zentrums der Verfolgten Künste ist die Förderung einer demokratischer Kultur, die zur Herausbildung von Toleranz und Respekt vor Andersdenkenden führt. Die Arbeit des Zentrums ist ein aktiver Beitrag gegen Menschenrechtsverletzungen, Rassismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit.


Wie lange das Zentrum der Verfolgten Künste eine Vision bleibt, ist (noch) ungewiss. Die Realisierung hängt u.a. von finanziellen Imponderabilien ab. Doch damit die Vision nicht bloße Utopie bleibt, also eine Idee ohne Ort, soll sie im weltweiten Netz ihren "Ort" haben: Die Website www.exil-archiv.de wird zum virtuellen Platzhalter des realen Zentrums der Verfolgten Künste ausgebaut und mit ihm künftig vernetzt.

Als solche kann sie bereits jetzt wesentliche der oben skizzierten Aufgaben des realen Zentrums der Verfolgten Künste erfüllen. In welchem quantitativen und qualitativen Umfang, hängt nicht zuletzt auch von der finanziellen Ausstattung des Projektes ab. Grundsätzlich wünschenswert und auch möglich ist die Wahrnehmung folgender Aufgaben:

www.exil-archiv.de ist Kommunikations- und Informationsplattform zu den Themen Zensur, Verbrennen und Verbieten von Büchern, Verfolgung und Emigration von Schriftstellern, Künstlern und anderen Intellektuellen. Die Website fungiert als Online-Magazin, das in wissenschaftlichen, literarischen (Essay, Gedicht, Erzählung, Tagebuch, Roman) und journalistischen Formaten über historische Hintergründe und Zusammenhänge sowie über aktuelle Fälle von Zensur und Verfolgung von Intellektuellen berichtet. In diesem Sinne kann www.exil-archiv.de sukzessive als virtuelle Plattform für Dokumentation, Bildung, Publizistik und Forschung ausgebaut werden.

So sollen u.a. auf www.exil-archiv.de publiziert werden:

  • Porträts und Werkauszüge von Schriftstellern/ Bildenden Künstlern/ Musikern, Liedermachern, Schauspielern, Filmemachern, Natur- und Geisteswissenschaftlern, Journalisten u.a., die in der Ausübung ihres Berufes gehindert wurden bzw. werden.
  • Berichte von aktuell Betroffenen
  • Interviews mit, Werkauszüge von und Erinnerungen an Exilierte nach Geburts- und Todesdaten. Wichtige historische Einschnitte wie "Machtergreifung" und "Bücherverbrennung"
  • Als Hintergrundinformation Berichte und Reportagen über Länder, in denen Meinungsfreiheit und Menschenrechte verletzt werden

www.exil-archiv.de bietet die Möglichkeit pädagogischer Vermittlung und versteht sich als Beitrag zur Erinnerungsarbeit für Toleranz und Menschenwürde. Jugendliche sollen "interaktiv" an der Gestaltung der Website beteiligt und zu Ko-Autoren werden. Sie erkennen so strukturelle Zusammenhänge von Gewalt, Rassismus, und Ausländerfeindlichkeit in Vergangenheit und Gegenwart. Ein spezielles Angebot für die Schulen mit Materialien und Unterrichtseinheiten findet man bereits unter www.exil-club.de.

Das Exil-Archiv steht auch als virtuelles Forum Exil-Forschern offen. Auf der Website können wissenschaftliche Ergebnisse der Exil-Forschung publiziert werden, um sie einer größeren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. In Vorbereitung einer wissenschaftlichen Begleitung des Zentrums der Verfolgten Künste sammelt und bindet www.exil-archiv.de bereits vorliegende Ergebnisse der Exilforschung im Internet.

www.exil-archiv.de ist Erkundungs- und Experimentierfeld des realen Zentrums. So können sich die Inhalte und damit auch die Navigationsstruktur der Seite an der Konzeption des realen Zentrums (vergl.: Hajo Jahn, Hrsg. "Gewissen gegen Gewalt", S. 39ff) orientieren. Es sollten Wort- und Bilddatenbanken als ein virtuelles Archiv der Verfolgung angelegt werden als Beitrag zur Erziehung und Bildung durch Kunst und Kultur.

Hierzu gehört u.a.:

  • Dokumentation der Bilder-Sammlung Dr. Schneider (Werke deutscher Expressionisten "Verfemt, vergessen, wiederentdeckt")
  • Biografien und Werkauszüge von verfolgten, exilierten oder ermordeten Intellektuellen
  • Sammlung Jürgen Serke

www.exil-archiv.de informiert ausserdem über:

  • Aktivitäten der Else-Lasker-Schüler-Stiftung sowie assoziierter Institutionen (z.B. Ausstellungen des Museums Baden/ Solingen)
  • Die Else-Lasker-Schüler-Foren
  • Prominente ("Exil-Archiv-Paten")
  • Veranstaltungen und aktuelle Entwicklungen