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Hasse, Sella

H.A.M. 0

Sella (Selly) Hasse (Pseud. Essa Halles)
Malerin und Grafikerin


Geb. 12.1.1878 in Bitterfeld
Gest. 27.4.1963 in Berlin


Sella HasseAb 1891 Studium an der Kunstakademie in Berlin (bei Skarbina, W. Leistikow und L. Corinth). Seit 1902 Beginn der Freundschaft mit Käthe Kollwitz. 1904 Übersiedlung nach Hamburg. Neben Aquarellen und Ölbildern (v. a. Portraits und Landschaften) Hauptschaffensbereich in der Druckgraphik, u.a. 1908-1910 Zyklus Hamburger Hafenarbeiter (6 Lithographien). 1910 Übersiedlung nach Wismar. 1912-1916 Zyklus Rhythmus der Arbeit (7 Linolschnitte) in expressiv realistischer Entwicklung. 1914-1918 Zyklus Kriegsblätter (6 Holzschnitte). Angeregt durch Käthe Kollwitz und den Kontakt zum Hamburger Hafenarbeitermilieu zeitlebens intensive Arbeit an sozialkritischen Themen (z. B. Ausbeutung der Arbeiter, Kriegsfolgen, menschliches Elend). 1930-1933 in Berlin.


Ab 1933 innere Emigration, ansässig im Elsaß. 1937 werden im Zuge der Verfemungsaktion 15 Werke aus deutschen Museen entfernt. Durch Kriegseinwirkung wird ein Großteil ihres Lebenswerkes vernichtet. Ab 1943 wieder in Berlin. Ab 1945 Aufleben sozialkritischer Themen. 1951 Lähmung, Ende ihrer Arbeitsmöglichkeit. 1955 Ehrenmitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR und Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. 1962 Käthe Kollwitz-Preis.


Literatur: 

Charlotte E. Pauly: Sella Hasse, Holzschnitte, Weimar 1950
C. Mielke: Sella Hasse, Dresden 1958 Ludger Alscher u.a. (Hrsg.): Lexikon der Kunst. Architektur, Bildende Kunst, Angewandte Kunst, Industrieformgebung; Kunsttheorie, Bd. II, Leipzig 1971, S. 218f.


Quelle: 

Verfemt – Vergessen – Wiederentdeckt. Kunst expressiver Gegenständlichkeit aus der Sammlung Gerhard Schneider; [anlässlich der Ausstellung Verfemt, Vergessen, Wiederentdeckt. Kunst expressiver Gegenständlichkeit aus der Sammlung Gerhard Schneider, Kunstverein Südsauerland Olpe 4.7.-8.8.1999/23.7.- 20.8.2000); Museum Baden, Solingen-Gräfrath (21.11.1999-21.3.2000)] hrsg. Von Rolf Jessewitsch und Gerhard Schneider. Köln: Wienand 1999. ISBN 3-87909-665-1, S. 441


Links (deutsch):

http://www.thv.de/index/74464

 

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