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Mändl, Hans

H.A.M. 0

Hans Mändl

Jurist, Archivar, Buchhändler, Redakteur und Pädagoge

Geb. 10.10. 1898 in Wien/ Österreich-Ungarn

Gest. 02.04. 1972 in Mitteltal (Württemberg)


Neben dem Jurastudium gehört das Interesse des Sohnes einer wohlhabenden jüdischen Wiener Familie auch und vor allem der Anthroposophie. 1922 nimmt Mändl am großen anthroposophischen West-Ostkongress in der österreichischen Hauptstadt teil, im darauffolgenden Jahr im schweizerischen Dornach an der Weihnachtstagung zur Neubegründung der Anthroposophischen Gesellschaft. Seine von ihm in Stuttgart seit Ende der 20er Jahre geleitete Bücherstube Goetheanum verkauft Mändl im Gefolge der Weltwirtschaftskrise schließlich 1931 an {ln: Ullmann, Viktor ‚Viktor Ullmann}, dessen Trauzeuge er war, und kehrt in seine Geburtsstadt zurück.


1938, nach dem “Anschluss“ Österreichs an Hitler-Deutschland, emigriert der von der NS-Rassengesetzgebung betroffene Hans Mändl nach Schweden (wohin er  bereits Kontakte hat), seine Frau, die beiden Söhne und die Tochter finden in Großbritannien Aufnahme. In seiner skandinavischen Exilheimat gehört Mändl fortan zu den Wegbereitern der (besonders in der aktuellen Auseinandersetzung immer wieder kontrovers diskutierten) anthroposophischen Bewegung. Zu einer seiner bekanntesten (und auch auf Deutsch in Stuttgart 1966 erschienenen) Abhandlungen gehört “Vom Geist des Nordens. Studien zur skandinavischen Volkseelenkunde“. Neben seiner Tätigkeit in einem Archiv unterrichtet Mändl auch als Lehrer an der Stockholmer Waldorff-Schule (Kristofferskola) und ist ab Mitte der 50er Jahre Redakteur der Zeitung “Antropos“. Auch das Mitteilungsblatt der Schwedischen Anthroposophischen Gesellschaft, deren Vorstand Mändl von 1958 bis 1963 angehört, wird von ihm redigiert. Daneben schreibt er für diverse andere Blätter, darunter die in Deutschland erscheinende Zeitschrift “Die Kommenden“, und später zu anthroposophischen Themen in “Folkskolan“, die von seiner zweiten Frau redaktionell betreut wird.


In seine Geburtsheimat Österreich kehrt Hans Mändl, wie zahlreiche andere Emigranten,  nach Kriegsende und Befreiung vom Faschismus nicht mehr zurück.


Quellen:

{ln:nw:http://biographien.kulturimpuls.org/detail.php?&id=407 }

VSLB


Links (deutsch):

{ln:nw:http://www.goetheanum.org/Allgemeine-Anthroposophische-Gesellschaft.336.0.html?&L=csqryqnr }

{ln:nw:http://diedrei.org/autoren-anzeigen/autor/maendl-hans.html }

{ln:nw:http://www.themen-der-zeit.de/content/Der_Streit_um_Steiner.555.0.html }


International:

{ln:nw:http://www.waldorfcritics.org/articles/hansson_race_aug08.htm }

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