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Sokal, Harry R.

H.A.M. 0

Harry R. Sokal (auch Henry R. Sokal oder Henry Sokal)

Autor, Cutter, Filmproduzent und -regisseur

 

Geb. 20.02. 1898 in Craiova (Kleine Walachei)/ Kgr. Rumänien

Gest. 07.03. 1979 in München


Der gelernte Bankangestellte und Kaufmann beteiligte sich an der Finanzierung verschiedener Filmprojekte, darunter 1925 “Die freudlose Gasse“ (neben Werner Kraus, Greta Garbo und Asta Nielsen spielen in diesem Stummfilm auch die späteren Emigranten Ilka Grüning und Valeska Gert). Kurz darauf gründet Sokal seine eigene Produktionsfirma, die ‚H. R. Sokal-Film GmbH‘ in Berlin, zu deren ersten Filmen 1926 das Remake des Stummfilmklassikers aus dem Jahre 1913 “Der Student von Prag“ (mit Conrad Veidt in der Rolle des Balduin) gehört. Sokal entwickelt sich zum Bergfilm-Spezialisten, der mehrere richtungweisende Inszenierungen Arnold Fancks (u.a.: “Der weisse Rausch, 1931, Musik: Paul Dessau) sowie Leni Riefenstahls Regiedebüt “Das blaue Licht“ produziert.


Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 emigriert Harry R. Sokal  nach Großbritannien. Hier übernimmt er 1936 die Produktionsleitung zu “Dusty Ermine“ und übersiedelt 1937 nach Frankreich. 1940 entsteht die Komödie  “Aber der Hans, der kann’s“ (im Original: “Le Grand Elan“), die erst neun Jahre später in die bundesdeutschen Filmtheater kommt.


1941 verlässt Sokal Europa und geht in die Vereinigten Staaten, wo seine Filmprojekte allerdings über Drehbuch-Entwürfe nicht hinauskommen. Trotz eines Vertrages bei der kleinen Produktionsfirma ‚Monogram‘ wird Harry R. Sokal erst 1946 als Produktionsleiter wieder an einem Film beteiligt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges kehrt er 1949 nach Deutschland zurück und gründet in München die ‚Henry Sokal-Film‘. Unter dem Titel “Föhn/ Sturm in der Ostwand“ produziert er 1950 eine Neuverfilmung seines größten Erfolges, des Bergfilmdramas “Die weiße Hölle vom Piz Palü“ aus dem Jahr 1929 (mit Gustav Diessl, Leni Riefenstahl sowie Kurt Gerron in einer Nebenrolle) und führt bei der Wintersportkomödie “Karneval in Weiß“ auch selbst Regie. 1956 schreibt er das Drehbuch für den nach Lisa Tetzners Roman gedrehten Streifen “Das zärtliche Geheimnis“.


Mit seiner nach der Vorlage von George Bernard Shaw 1958 gedrehten Komödie “Helden“ (mit O.W. Fischer, Liselotte Pulver und Ellen Schwiers) gelingt Sokal sein am meisten beachtetet Nachkriegsfilm. 1976 übernimmt er für die Bavaria Filmstudios die Produktionsleitung der im darauffolgenden Jahr (im Fernsehen erst-) ausgestrahlten Verfilmung des Oskar Maria-Graf-Romans “Bolwieser“, unter der Regie von Rainer Werner Fassbinder.


1963 gehört der mit der Schauspielerin und Drehbuchautorin Charlotte Kerr verheiratete Produzent und Regisseur der Jury der 13. Internationalen Filmfestspiele in Berlin an und wird 1972 für sein langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film mit dem ‚Filmband in Gold‘ ausgezeichnet.


Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Harry_R._Sokal

http://de.wikipedia.org/wiki/Bolwieser


Links (deutsch):

http://www.filmportal.de/person/henry-sokal_ccd524da0c1d45949f8a4358ea7514cb


International:

http://www.imdb.com/name/nm0812399/

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