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Geheeb, Paul

H.A.M. 0

Paul Geheeb
Theologe und Reformpädagoge


Geb. 10.10. 1870 in Geisa (Thüringen)
Gest. 1.5. 1961 in Goldern/ Schweiz


„Oberstes Erziehungsziel und höchster Zweck aller Kultur ist uns die Entwicklung zum Menschen im vollen Sinne des Wortes; dieses Ziel ist uns noch wichtiger als alle Fragen nach Stand und Beruf, Konfession und Nation und Rasse; und diese Aufgabe, diese Lebensbestimmung ist allen Menschen gemeinsam. „

(Paul Geheeb am 2. Juni 1930 in einem Vortrag in der Volkshochschule in Halle a. d..Saale)


Paul Geheeb ist der Sohn eines Apothekers und namhaften Moosforschers. Nach Abschluß des humanistischen Gymnasiums in Fulda belegt er von 1889 bis 1893 Theologie in Giessen, Jena (wo er 1892 im religionsphilosphischen Seminar von Lipsius die Bekanntschaft von Hermann Lietz, dem späteren Reformpädagogen und Gründer der deutschen Landerziehungsheime für Jungen, macht) und an der Universität Berlin.


Nach seiner theologischen Prüfung studiert Geheeb bis 1899 Philosophie, Pädagogik, Naturwissenschaften und Medizin (mit dem Schwerpunkt Neuropathologie) und macht sein Staatsexamen als Oberlehrer in den Fächern Praktische Theologie und Orientalische Sprachen. Unterbrochen werden die theoretischen immer wieder auch durch praktische Phasen: von 1893 bis 1894 arbeitet er im Trüperschen Landerziehungsheim für Körperbehinderte auf der Sophienhöhe bei Jena und in Kinderhorten Berliner Arbeiterviertel. 1899 bis 1900 leitet Paul Geheeb das Nordseepädagogikum in Wyk auf Föhr, ist von 1902 bis 1906 Lehrer und – ab Ostern 1904 – Leiter des von Hermann Lietz Anfang des Jahrhunderts gegründeten Landerziehungsheims im thüringischen Haubinda. Er unterrichtet Biologie, Mathematik, Latein, Physik.


1904folgt ein Kurzaufenthalt bei Cecil Reddie, dem Gründer des ersten Landerziehungsheims Abbotsholme in England. In den Jahren 1906 bis 1909 gründet er – zusammen mit dem aus Stade stammenden Reformpädagogen Gustav Wyneken – die Freie Schulgemeinde Wickersdorf, deren Leitung er später auch innehat. Am 14. April 1910 gründet Paul Geheeb die Odenwaldschule in Ober-Hambach an der Bergstrasse und leitet das Institut – an dem unter anderem auch Klaus Mann und Raymond Klibansky unterrichtet werden – bis zu seiner Emigration in die Schweiz im Jahre 1934.


Gemeinsam mit seiner Frau Edith Geheeb, ca. 25 Schülern und einigen Mitarbeitern gründet er in der Schweiz mit seiner Ecole d’Humanité seine Schule der Menscheit, zuerst im Institut Monnier bei Genf und findet – nach dreimaligem Umzug während des Zweiten Weltkrieges – im Mai 1946 einen endgültigen Standort für das Institut in Goldern im Berner Oberland.

Paul Geheeb steht 1952 auf der Anwärterliste für den Friedensnobel-Preis und erhält 1960 die Ehrendoktorwürde der Universität Tübingen.


Quelle:

http://www.odenwaldschule.de/pdf/Hefte/OSO-Heft%2017%20Bibliographie.pdf


Links (deutsch):

http://www.odenwaldschule.de/frames/geschichte.html

http://www2.hu-berlin.de/archrefpaed/dokumente/QR2/06%20P.%20 Geheeb%20-%20Odenwaldschule.pdf

http://www.ecole.ch/educat/histbio.htm

http://www.ecole.ch/educat/geheeb1930.htm

http://www.ecole.ch

http://www.ecole.ch/Geheeb-Archiv/GA_willkommen.htm

http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2005-3-065

http://archiv.ub.uni-marburg.de/sonst/1999/0015.html

http://summerhill.paed.com/summ/ex-shill1.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Reformp%C3%A4dagogik

http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Lietz


International:

http://www.odenwaldschule.de/frames/en_fr.html

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