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Schatz, Otto Rudolf

H.A.M. 0

Otto Rudolf Schatz
Maler, Holzschneider und Grafiker

Geb. 18.01. 1900 in Wien/ Österreich-Ungarn
Gest. 26.04. 1961 in Wien/ Österreich


Der Sohn einer Beamtenfamilie absolviert die Wiener Kunstgewerbeschule bei Oskar Strnad und Anton von Kenner. In der Ersten Republik arbeitet der politisch linke  Künstler als Buchillustrator, Grafiker und Maler u. a. für Arthur Roessler, Ernst Preczang und Josef Luitpold Stern und illustriert vor allem Werke aus dem Strom-Verlag, darunter von Autoren wie Stefan Zweig und Jack London. Daneben tragen auch Bücher von Hermynia zur Mühlen , Karl Ziak oder Fritz Hochwälder, Upton Sinclairs ‚Co-op‘ und Peter Roseggers ‚Jakob der Letzte‘ seine künstlerische Handschrift.


1925 erhält Schatz den Großen Staatspreis. Ab 1928 gehört er der progressiven Wiener Künstlervereinigung ‚Hagenbund‘ an, bis er – nach dem ‚Anschluss‘ Österreichs an Hitlerdeutschland – im März 1938 in die benachbarte Tschechoslowakei flieht, wo er bis zu seiner Verhaftung 1944 in Brünn und Prag lebt.  Nach der Befreiung des mit einer Jüdin verheirateten Grafikers aus dem ‚Judenmischlingslager‘ Bistritz bei Beneschau (Bystrice u Benešova) in Böhmen  durch sowjetische Truppen kehrt Schatz in seine Geburtsstadt Wien zurück, wo er auch und vor allem durch den damaligen Kulturstadtrat Viktor Matejka gefördert wird. In jene Nachkriegsjahre fällt sein erster Preis  für einen Entwurf zur (allerdings nicht realisierten) Ausgestaltung des Wiener Westbahnhofs. Viele von Schatz‘ Arbeiten dokumentieren das Wien der Nachkriegsjahre, darunter auch diverse Wandmosaike im Rahmen der Initiative ‚Kunst am Bau‘. Von seiner Tätigkeit als Holzschneider sind mehr als 1500 Motive  überliefert.


Der Nachlass des Künstlers wird von dem österreichischen Psychologen, Schriftsteller und Kunstsammler Wilfried Daim betreut und regelmäßig in Ausstellungen  präsentiert. Darunter Schatz‘ in den Jahren 1926-1929 geschaffenen Holzdrucke zu Ernst Preczangs Gedicht “Stimme der Arbeit“, die Daim rekonstruiert und 1999 das Buch als Faksimile ediert hat.


Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Rudolf_Schatz

http://www.dasrotewien.at/schatz-otto-rudolf.html

http://www.literaturhaus.at/index.php?id=244&tx_ttnews[tt_news]=440&cHash=12c638c28e


Links (deutsch):

http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wzreflexionen/kompendium/23685_Lebensnahe-Sachlichkeit.html

http://sciencev1.orf.at/science/gastgeber/8022

https://portal.d-nb.de/opac.htm?query=Woe%3D118606581&method=simpleSearch

http://www.oenb.at/de/ueber_die_oenb/kunstraum/bilder/zwikri/schatz_otto_rudolf.jsp

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