Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Feibusch, Hans Nathan

H.A.M. 0

Hans Nathan Feibusch
Grafiker, Maler und Plastiker


Geb. 15.8.1898 in Frankfurt/ Main
Gest. 17.6.1998 in London/ GB


Hans Nathan FeibuschVon 1919 — 1920 Beginn des Studiums der Medizin in München. Ab 1920 in Berlin und Kunststudium an der Akademischen Hochschule für Bildende Kunst (bei Carl Hofer, später sein Meisterschüler). Entwicklung eines neusachlich-expressiven Malstils. 1923 Studienreisen nach Italien und Paris, Studium bei Andre Lhote an der Akademie Anderson. Seit 1925 wieder in Frankfurt. Ausstellungsbeteiligungen bei der Berliner Sezession und der Preussischen Akademie der Künste. 1931 Verleihung des Großen Staatspreises der Akademie für das Bild Der Fischhändler.


1933 Ausschluß als Jude aus dem Frankfurter Künstlerbund, dem er seit 1925 angehörte, ging ins Exil nach London. Mitglied der »London Group«. Zum Erwerb des Lebensunterhalts Arbeit als Gebrauchsgraphiker. 1937 wurden seine Arbeit in der Ausstellung Entartete Kunst verfemt. 1938 Teilnahme an der Ausstellung Twentieth Century German Art in New Burlington Galleries und an Ausstellungen der AIA. 1941 britische Staatsbürgerschaft. Nach Hinwendung zum Christentum Aufträge für Wandbilder im sakralen Bereich. Wird zu einem der bedeutendsten Kirchenmaler Englands. 1946 Publikation des Buches Mural Painting (Wandmalerei). 1967 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. In den 70er Jahren wegen eines Augenleidens Hinwendung zur Plastik. 1985 Verleihung der Ehrendoktorwürde für Literatur durch Erzbischof Runcie, Canterbury. 

 

 


Literatur: 

Werner Haftmann: Verfemte Kunst. Bildende Künstler der inneren und äußeren Emigration in der Zeit des Nationalsozialismus, Köln (DuMont Buchverlag) 1986, S. 91 und S. 393 f.
Kunst im Exil in Großbritannien 1933-1945, Ausst.-Kat. Neue Gesellschaft für Bildende Kunst Berlin 1986, S. 124f.


Quelle: 

Verfemt – Vergessen – Wiederentdeckt. Kunst expressiver Gegenständlichkeit aus der Sammlung Gerhard Schneider; [anlässlich der Ausstellung Verfemt, Vergessen, Wiederentdeckt. Kunst expressiver Gegenständlichkeit aus der Sammlung Gerhard Schneider, Kunstverein Südsauerland Olpe 4.7.-8.8.1999/23.7.- 20.8.2000); Museum Baden, Solingen-Gräfrath (21.11.1999-21.3.2000)] hrsg. Von Rolf Jessewitsch und Gerhard Schneider. Köln: Wienand 1999. ISBN 3-87909-665-1, S. 431


International:

http://www.virtualportmeirion.com/arttour/murals1.htm

http://www.portmeirion-village.com/en/guide-pages.php?pages=88

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.