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Wittenberg, Alfred

H.A.M. 0
Alfred Wittenberg
Geigenvirtuose

Geb.:  1880
Gest.: 18. Juli 1952 in Shanghai


Im Alter von 10 Jahren (1890) spielte er bei einem Musikabend sowohl Mendelssohns Violinkonzert, als auch Chopins Klavierkonzert. Im Jahr 1889 gewann er bei einem Wettbewerb für Mendelssohns Violinwerke den ersten Platz. Anschließend wurde er von Joseph Joachim (1831-1907) – einem weltbekannten Violinisten aus Ungarn im 19. Jahrhundert – ausgebildet. Dann arbeitete er als der erste Violinist am Königlichen Opernhaus in Berlin. Mit dem österreichischen Pianisten Artur Schnabel und dem niederländischen Cellisten Anton Hekking spielte er in dem berühmten „Ersten Schnabel Trio“.  Dieses Klaviertrio hielt jahrelang Aufführungen in Berlin ab. Das war die ruhmvolle Zeit seines Lebens. Wegen der immer grausameren Verfolgung durch den Hitlerfaschismus musste er Deutschland schließlich verlassen. Neben anderen hochqualifizierten jüdischen Musikern, wie Aaron Avshalomov, Walter Joachim und Arrigo Foa, bereicherte er nicht nur das soziale Leben in Shanghai, sondern unterrichtete auch Musiker und um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten sogar Anfänger und Kinder. Nach dem Tod seiner Frau und seiner Schwiegermutter, die mit ihm nach Shanghai emigriert waren führte er ein einsames Leben. Im Juli 1952 erlag er einem Herzinfarkt.


Zusammengestellt von:

Hans Joachim Schneider


Quellen:

1. Yang Yiren „Tiefe Freundschaft zwischen Chinesen und Juden“ bei www.chinatoday.com (China heute)
2. Melvin Ember, Carol R. Ember and Ian Skoggard „Encyclopedia of Diasporas – Immigrant and Refugee Cultures Around the World, New York, 2005
3. Sheila Melvin, Jingdong Cai „Rhapsody in Red – How Western Classical Music Became Chinese, New York, 2004

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