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Bowbelski, Adam

H.A.M. 0

Adam Bowbelski
Maler


Geb. 14. 10. 1903 in Wladiwostok/ Rußland
Gest. 24. 4. 1968 in Warschau/ Polen


Im Alter von 21 Jahren ging Bowbelski nach Warschau und studierte bis 1928 Architektur an der dortigen Technischen Hochschule. Von 1930 bis 1932 war Bowbelski als Student an der Warschauer Schule der Schönen Künste eingeschrieben, wo er bei den Professoren Karol Tichy und Edmund Bartlomiejczyk studierte. In den Jahren 1929 bis 1939 war Bowbelski Mitglied des »Kreises der Künstler für Reklamegraphik« (»Kola Artystöw Grafiköw Reklamo-wych«). Während dieser Zeit arbeitete er als Grafiker und Inneneinrichter und entwarf zusammen mit Górski Filmplakate. Seine Plakate wurden in diversen Ausstellungen gezeigt, so etwa 1934 in Prag. 1935 gewann er den ersten Preis für das Werbeplakate »Jedz ryby« (»Iß Fische«). Im Jahre 1937 nahm Adam Bowbelski zusammen mit 18 weiteren Künstlern aus Polen am Grand Prix für das Plakat »Ball der jungen Architektur« im Rahmen der Ausstellung »Kunst und Technik« in Paris teil. Aufgrund der erfolgreichen Teilnahme mehrerer polnischer Künstler gilt diese Ausstellung als das »Gründungsdatum« der polnischen Plakatschule.


Am 22. September 1940 wurde Adam Bowbelski verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Dort war er zunächst in dem Kommando Schlosserei tätig und entwarf Möbel in dem SS-Unternehmen »Deutsche Ausrüstungswerke«. Im Lagermuseum fertigte er Landschaftsgemälde, Glasmalereien und Porträts von Mitgefangenen an und verzierte Lagerbriefe. Am 27. Februar 1942 wurde Bowbelski aus dem Konzentrationslager Auschwitz entlassen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Adam Bowbelski u.a. als künstlerischer Leiter der Grafikwerkstatt des polnischen »Amtes für Information und Propaganda« tätig. In den 1950er und 1960er Jahren entwarf Bowbelski die polnischen Plakate zu internationalen Filmen, unter ihnen etwa »French Cancan« (1957) mit Jean Gabin und Francoise Arnoud. Seine Plakate und Kunstwerke sind in die Sammlungen des Plakat-Museums Wilanöw, des Warschauer Unabhängigkeitsmuseums (Muzeum Niepodleglosci) und des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau in Oswiecim eingegangen.


Quelle:

Kunst in Auschwitz 1940-1945
Begleitbuch zu der Ausstellung der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück/ Felix-Nussbaum-Haus und dem Muzeum Tradycij Niepodleglosciowych w Lodzi

Sztuka w Auschwitz 1940-1945
Publikacja towarzyzsaca wystawie prezentowanej w Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, w Kulturgeschichtlichem Museum Osnabrück/ Felix-Nussbaum-Haus i w Muzeum Tradycji Niepodleglosciowych w Lodzi

Herausgegeben von der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum und vom Museumspädagogischen Dienst Berlin
Herausgeber: Jochen Boberg (MD Berlin) und Herman Simon (Centrum Judaicum)

Publikacja wysana przez Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum i Museumspädagogischen Dienst Berlin
Wydawca: Jochen Boberg (MD Berlin) i Herman Simon (Centrum Judaicum)

Gesamtherstellung/ Druk i oprawa: Rasch Druckerei und Verlag, Bramsche 2005, ISBN 3-89946-051-0 (Broschur) ISBN 3-89946-052-9 (Festeinband)

Hier zitiert: S.355-356


Links (deutsch):

http://www.mdberlin.de/md_generell/presse/texte_lang.asp?NID=200501211&kat=0

http://lastexpression.northwestern.edu/essays/miltonessay-German.doc..pdf

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