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Becker, Heinrich

H.A.M. 0

Heinrich Becker
Pädagoge


Geb. 27.9. 1881 in Braunschweig
Gest. 26.9.1972 in Bielefeld


Heinrich BeckerHeinrich Becker kam 1908 nach Bielefeld, um eine Stelle als Gymnasiallehrer für Deutsch, Französisch und Englisch anzutreten. Neben seinem Hauptberuf war er von 1928-1933 erster (ehrenamtlicher) Leiter des Kunsthauses der Stadt, dessen Gründung er maßgeblich mit initiiert hatte. Sein Hauptaugenmerk galt dem deutschen Expressionismus, dessen Exponenten er in Bielefeld ausstellte, neben der Kunst der deutschen Moderne in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die er in Ausstellungen von Kollwitz, Corinth, Liebermann, Slevogt, Felixmüller, Beckmann u.a. zeigte. Seine Ankäufe für die städtische Kunstsammlung legten den Grundstein für die heutige Sammlung.

 


1933 enthoben ihn die Nationalsozialisten seines Amtes aufrund seines Einsatzes für die moderne Kunst. Nach Kriegsende 1945 wurde Heinrich Becker wieder in sein Amt eingesetzt. Es gelang ihm bis zu seinem Ausscheiden aus Altersgründen 1954 nicht nur, einen passablen Ersatz für das zerstörte Kunsthaus einzurichten, sondern auch Verluste, die die Sammlung durch Beschlagnahmung der Nazis 1937 und durch Zerstörung im Krieg erlitten hatte, großenteils wieder auszugleichen. Heinrich Becker war Mitbegründer und viele Jahrzehnte lang die treibende Kraft des Bielefelder Museumswesen. Für seine Verdienste erhielt Heinrich Becker 1966 den Kulturpreis der Stadt Bielefeld.


Autorin:

Jutta Hülsewig-Johnen


Links (deutsch):

http://www.kunsthalle-bielefeld.de

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