Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Baller, Adolph

H.A.M. 0

Adolph (Usiu) Baller
Pianist


Geb. 30.6. 1909 in Brody/ Österreich-Ungarn
Gest.32.1.  1994 in Palo Alto (Cal.)/ USA


„His touch on the piano was as sensitive, as expressive and loving as he was himself in real life“

(Yehudi Menuhin)


Ab 1918 Musik- und Klavierstudium in Wien (u.a. bei Hugo Kauder). Mitte der 20er Jahre gilt er als Wunderkind, gibt Konzerte mit den Wiener Symphonikern, den Wiener Philharmonikern und tritt bei den Salzburger Festspielen auf. 1931-1933 Aufenthalt in Berlin, Rückkehr nach Wien.


1938 wird Adolphe Baller von SA- oder SS-Männern schwer gefoltert: seine Hände werden mit brennenden Zigaretten verletzt, seine Finger werden gebrochen; als lebenslange Folge verliert er die Gedächtnisleistung des Auswendigspielens. Auf Intervention des polnischen Gesandten wird Baller freigelassen und flüchtet nach Budapest, wo er die Wiener Geigerin E.Strauss-Neustadt heiratet und mit ihr über Jugoslawien nach New York emigriert.


Da er nicht mehr auswendig spielen kann, Hinwendung zur Kammermusik. Ab 1939 Begleiter Yehudi Menuhins, 1943 gründet er mit dem Cellisten Gabor Rejto und dem Geiger Roman Totenberg das ‚Alma Trio‘, mit dem er bis 1970 öffentlich auftritt. Nach Europa wollte er niemals mehr zurückkehren: seine gesamte Familie wurde von den Nazis ermordet.


Quelle:

Orpheus Trust

Diese Biografie wurde der Exil-Archiv-Redaktion freundlicherweise von Frau Dr. Primavera Gruber/ Orpheus-Trust (Wien) zur Verfügung gestellt.

 


Links (deutsch):

http://www.orpheustrust.at/musikereinzeln.php?l=g&muid=20000605185950

http://www.uni-koeln.de/ew-fak/Mus_volk/scripten/probst/exil.html

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.