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Welk, Ehm

H.A.M. 0

Ehm Welk (eigtl. Thomas Trimm)
Journalist und Schriftsteller


Geb. 29.8.1884 in Riesenbrow b. Angermünde
Gest. 19.12.1966 in Bad Doberan/ DDR


„Der Mensch behüte sorglich seine Erinnerungen, denn jedes Gestern hat den Drang, sein Heute zu verdecken, mit Licht ebenso wie mit Schatten“

(Ehm Welk)


Der Sohn eines Landwirts aus der Uckermark besucht die einklassige Dorfschule in Biesenbrow, danach die Realschule und absolviert im Anschluß daran eine kaufmännische Lehre in Stettin.

Nach einem beruflichen Zwischenspiel als Redakteur beim „Stettiner Abendblatt“ wird Ehm Welk zum Kriegsdient einberufen. Der Sanitätssoldat wird 1917 schwer verwundet.

1923 trampt er als Journalist, Seemann, Holzfäller und Hafenarbeiter durch Nord- und Lateinamerika. Die krassen sozialen Gegensätze dort lassen ihn zum Sozialisten werden, ohne allerdings einer Partei beizutreten. Erst 1945 wird er Mitglied der KPD.

Nach seiner Rückkehr verfasst Ehm Welk mit „Kreuzabnahme“ (1928), Michael Knobbe oder das Loch im Gesicht (1931) und „Schwarzbrot“ (1932) einige vielbeachtete Bühnenstücke.


1934 kommt es zu einer heftigen Auseinandersetzung mit Propagandaminister Joseph Goebbels. In der zum Ullstein-Verlag gehörenden „Grünen Post“ erscheint ein offener Brief Welks: Mit ‚Auf ein Wort, Herr Minister‘ protestiert er vehement gegen die Unterdrückung der Pressefreiheit durch die Nazis. Die Konsequenz folgt kurz darauf: Ehm Welk wird ins ins KZ Oranienburg deportiert, nach einiger Zeit wieder freigelassen, jedoch mit bedingtem Schreibverbot belegt (erlaubt sind lediglich „unpolitische Bücher“).. Der Schriftsteller übersiedelt nach Lübbenau im Spreewald, wo in den Folgejahren einige seiner bedeutendsten Werke entstehen, darunter: „Der deutsche Wald“, „Die Heiden von ‚Kummerow“, „Die Lebensuhr des Gottlieb Grambauer“, „Der Hohe Befehl“, „Die wundersame Freundschaft“ und “ Die Gerechten von Kummerow“.


Es folgt eine mehrjährige Schaffenspause. Ehm Welk arbeitet als Volkshochschuldirektor in Schwerin, gründet kurz nach Kriegsende sechs Volkshochschulen in Mecklenburg und nimmt in den frühen fünfziger Jahren seine literarische Arbeit wieder auf.


Für sein literarisches Schaffen erhält Ehm Welk in den sechziger Jahren zahlreiche staatliche Ehrungen der DDR (Nationalpreis, Vaterländischen Verdienstorden). Er ist Ehrenbürger der Städte Bad Doberan und Angermünde, Ehrendoktor und Professor der philosophischen Fakultät der Universität Greifswald


Links:

http://www.ehmwelk.de

http://www.absolut-mecklenburg.de/root/II_00_00006/index.php?seite=284

http://www.geschichte-im-roman.de/lebensuhr.htm

http://deutschland-im-internet.de/angermuende/kultur.html

http://www.ddr-hoerspiele.de/litera/Kummerow2.html

http://217.6.48.153/ehm-welk/bibliografie.shtml

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